Zack, Zack, der Gsiburger

Zack zack zack! Seit dem Ibizavideo ist das plötzlich in aller Munde. Dabei gibt's so etwas schon seit Ewigkeiten, weit entfernt von Ibiza und Wien. Und es ist gut!

Zack Zack, her damit!
Zack Zack, her damit!
Zack Zack, her damit! – The Simpsons

Das mit dem „Zack zack zack" ist ja in Verruf geraten – durch das Ibiza-Video, in dem HC seine Überlegungen, wie man in die Redaktion der „Krone" hineinhacken sollte, einige Leute umschneidet, andere hegt und pflegt und ein paar weitere neu anpflanzt, um das Blatt auf FPÖ-Linie zu bringen, akustisch markant mit diesem Ausdruck garniert.

Zack zack zack! Jeder lacht und versteht darunter nix Gutes. Dabei gibt's das doch andernorts schon so lange! Und es ist sehr gut! Man findet's weit weg von Ibiza und Wien: nämlich im schönen Vorarlberg. Dort ist es ubiquitär, vor allem bei Imbisslokalen, Zeltfesten und privaten Grillereien: das legendäre „Zack Zack".

Im Basismodell ist das ein Stück Schweinskarree, mit Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer schnell – zack zack! – angebraten, drauf kommt g'höriger geschmolzener Käs (am besten Bergkäs, Tilsiter, Rheintaler, was Würziges halt) und man tut's mit Zwiebeln und Sauce Tartare in ein Brötle oder „Pärle", eine Art Semmel oder Wachauerl in Buchtelform mit knusprig-dunkler Kruste, oft mit Kümmel drauf.

Erfunden hat man das angeblich Anfang der 1980er in „Harry's Beiz", einem legendären Imbisslokal im Skihütten- oder Saloon-Stil an der Hauptstraße im Örtchen Weiler zwischen Rankweil und Götzis. Wer dötta no net gsi ischt, kennt as Ländle net!

Zum Zack Zack, diesem wahren Gsiburger, trinkt man übrigens am besten kaltes Bier. Können auch ruhig drei sein. (wg)

Reaktionen an: wolfgang.greber@diepresse.com

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.08.2019)

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