In Simmering

Eine sachpolitische Divergenz gehörigen Ausmaßes lässt in der SPÖ-Zentrale die Köpfe rauchen.

Diesmal ist es nicht die verhaltensauffällige Sektion Langenzersdorf, nein, Wien-Simmering ist zum Hotspot geworden, der im roten „War Room“ für Aufregung sorgt. Wenn die Spaltungstendenzen so weitergehen, wie jetzt gerade in diesem früher so linientreuen roten Biotop – na, dann: Gute Nacht! Hier sollte schnell durchgegriffen werden und der Keim der Zwietracht wie ein weggeworfener Tschickstummel ausgetreten werden.

Worum geht es? Nun, um eine der wichtigsten Zukunftsfragen des Landes, an deren Lösung auch die türkis-blaue „Kurz“-Regierung kläglich gescheitert ist. Zwar hat sich der prominenteste Verfechter dieses seltsamen heimischen Brauchtums selbst aus dem Verkehr gezogen, aber immer noch hat er – parteiübergreifend – glühende Anhänger. Es ist ja auch eine Frage, die der edelsten Regungen würdig ist und die hellsten Köpfe erheischt. In Simmerings SPÖ haben sie nun sogar Taferln gemalt – mit dem Wahlspruch, der die Arbeiterbewegung seit Anbeginn adelte: „Ja zur Wahlfreiheit!“

Wer wollte da widersprechen? Nach Strache hat sich niemand mehr so mannhaft für die Raucher eingesetzt. Ob das gut geht? Bei der Wahl nämlich. Die ist ja schon recht bald, hört man. (hws)

Reaktionen an: hans-werner.scheidl@diepresse.com

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