Bekenntnis einer Raucherin: So dumm bin ich nicht, Frau Ministerin

Warum Gesundheitsministerin Hartinger-Klein im Parlament einen unerträglichen Auftritt lieferte, jede Logik vermissen ließ und sich verabschieden sollte.

Vorweg zwei Bekenntnisse: 1. Als Raucherin bin ich seit Langem für das absolute Rauchverbot in Lokalen. Auch kenne ich keine Raucher in meiner Umgebung, die nicht ebenfalls dafür eintreten würden. Jung wie älter! So viel Rücksicht kann sein. So viel Lächerlichkeit wie in dem Theater hierzulande um den blauen Dunst darf nicht sein.

2. Als Beobachterin von Nationalratssitzungen habe ich in Jahrzehnten keinen solchen Blödsinn gehört wie ihn Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) am Donnerstag den Abgeordneten zugemutet hat: „Minderheiten auszugrenzen, Teile von Suchtverhalten auszugrenzen, Suchtkranke auszugrenzen, das verurteile ich.“Eine solche Argumentation gegen ein Gesetz ins Treffen zu führen, das in 13 EU-Staaten seit Langem Standard und allgemein akzeptiert ist, soll die Leute für blöd verkaufen, mehr nicht.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.03.2018)

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