Kein Genierer, viel Provokation: Der „Einzelfall“ FPÖ-Bericht

Entweder die FPÖ fürchtet sich vor etwas oder wollte gar keine politische Bewertung der braunen Flecken. Das Resultat ist vorsätzliche Augenauswischerei.

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Die Berichterstattung über den Bericht der Irgendwaskommission der FPÖ sollte bis zur Veröffentlichung der gesamten 1000 Seiten, genehmigt oder nicht, eingestellt werden. Nach der Augenauswischaktion von Dienstag fällt es schwer, sich zu entscheiden: Wovor fürchtet sich die FPÖ? Ist das Ergebnis nach eineinhalb Jahren und mehrmaligen Verschiebungen Unfähigkeit oder Schamlosigkeit geschuldet? Für wie blöd halten Wilhelm Brauneder & Co. die Menschen eigentlich?

Von all diesen Fragen ausgenommen ist der ehemalige Wiener Stadtschulrat, Vorsitzender des Zukunftsfonds der Republik Österreich und ehemaliger Sonderbeauftragter der Stadt Wien für Restitutionsfragen, Kurt Scholz. Seine Mitarbeit war sicher gut gemeint, wenn auch vielleicht naiv. Er hat nach eigenen Angaben im Vorjahr einen 16-Seiten-Text abgeliefert und war seither in nichts mehr eingebunden. (Siehe seinen Text, Anmerkung der Redaktion.)

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.08.2019)

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