Haben Sie große Lust, für den Kredit Ihres Nachbarn zu haften?

Warum nach den Wahlen zum EU-Parlament wieder über eine Vergemeinschaftung der Staatsschulden in der Eurozone nachgedacht werden wird: Keine gute Idee!

Es kann ja ein Zufall gewesen sein, aber es wäre ein eher merkwürdiger Zufall: Fast gleichzeitig haben nämlich jüngst sowohl Martin Schulz, Spitzenkandidat der Sozialdemokraten bei den kommenden EU-Wahlen, als auch sein bürgerlicher Widerpart, Jean Claude Juncker, sich in Interviews für die Einführung sogenannter Eurobonds ausgesprochen. Also eine Umstellung der Staatsfinanzierung in der Eurozone von separaten Staatsschulden der einzelnen Mitgliedsländer auf eine gemeinsame Schuldenaufnahme, deren Erlöse dann untereinander aufgeteilt würden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.04.2014)

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