„Bevölkerungsaustausch“ haben nicht Rechtsextreme erfunden

Historisch gehört er zu den Methoden der „ethnischen Säuberung“. Bezogen auf die Migrationskrise ist der Begriff irreführend. Aber rechtsextrem ist er nicht.

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Die Überlegung, die Vizekanzler Strache dazu veranlasst haben könnte, im Interview mit der „Krone“ von „Bevölkerungsaustausch“ zu sprechen, lässt sich erraten. In den Wochen beflissener Distanzierung von den Identitären hatte er sich am rechten Rand der FPÖ den Vorwurf eingefangen, er ließe sich vom Koalitionspartner, von der Opposition und von den Medien wie ein Tanzbär vorführen, was ihm aber sowieso nichts nütze, weil ihm diese Beteuerungen eh keiner glaube. Der Begriff Bevölkerungsaustausch ist der Happen, den Strache jetzt den Wölfen zuwarf.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.05.2019)

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