Nie wird das aus gedrucktem Papier bestehende Buch verschwinden

Das elektronische Buch bietet gewiss Vorteile, aber es ist bloß eine Kopie, und als solche im Grunde wertlos – und es kann die Aura des Authentischen und Beständigen nicht vermitteln.

wird gedrucktem Papier bestehende
wird gedrucktem Papier bestehende
wird gedrucktem Papier bestehende – (c) Die Presse (Clemens Fabry)

 

Frau Ingrid Brodnig hat ein „Luxusproblem“: Bald beginnt ihr Urlaub, und sie quält sich mit der Frage: Soll sie das handliche elektronische Buch, in dem Hunderte von Texten verborgen sind, einpacken, oder doch ein paar herkömmliche Bücher? Nur scheinbar kreist das Problem, an dem die eifrige Journalistin ihre Leser teilhaben lässt, um die Frage, ob es nicht doch schöner sei, zum fühlbaren Buch zu greifen und nicht zum elektronischen Gerät. Das hat Frau Brodnig ein für alle Mal entschieden: Sie liebt ihr digitales Utensil, hat schon – so behauptet sie – „zigtausend“ Seiten Lektüre damit verschlungen, weigert sich, „kiloweise Papier durch die Gegend zu tragen“. Nein, ein klassisches Buch kommt für sie nicht infrage. Das einzig verbleibende „Luxusproblem“ der Frau Brodnig ist nur noch, wie sie ihre smarte elektronische Bibliothek vor Langfingern am Sandstrand schützt.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.08.2013)

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