Ein Ausflug ins Oligarchenreich der Allmachtsfantasien

Wie redet eigentlich jemand wie H.-C. Strache im vertrauten Kreis, wenn er schon bei einer schönen Fremden alle (Sprach-)Hemmungen sausen lässt?

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„May you live in interesting times“: Wie maßgeschneidert passt das Motto der diesjährigen Venedig-Biennale auf Österreichs aktuelle Befindlichkeit und den Trümmerhaufen namens „türkis-blaue Regierung“, verursacht von den politischen Selbstmordattentätern H.-C.Strache und Johann Gudenus. Freilich ist aufklärenswert, wer die Falle in der Villa auf Ibiza ausgelegt hat. Doch egal, wer und zu welchem Zweck: Verantwortlich für die primitiven Niederträchtigkeiten sind ganz allein Strache und Gudenus. Wie pflegen die beiden bekennenden Überwachungsstaatler zu sagen? Wer nichts anstellt, hat auch nichts zu verbergen. Gudenus hat mittlerweile nicht nur sein missbrauchtes Amt, sondern auch die Parteimitgliedschaft zurückgelegt. Eh selbstverständlich, möchte man glauben.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.05.2019)

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