Quergeschrieben

Man muss sich nicht dafür genieren, eine Partei zu sein

Das P-Wort ist im politischen Diskurs seit den 1980er Jahren zu einem regelrechten Schimpfwort geworden. Schade eigentlich. Ist es schon Zeit für eine Ehrenrettung?

Es muss irgendwann in den 1980er Jahren gewesen sein – und es war wahrscheinlich Jörg Haider, der damit angefangen hat. Was der gelernte Österreicher bis dahin als Normalität akzeptiert hatte, bekam plötzlich einen abwertenden Klang. Man begann, „Parteienstaat“, „Systemparteien“ und „Altparteien“ zu sagen. „Parteifunktionär“ zu sein, hatte einen ehrenrührigen Beigeschmack, eine „Parteikarriere“ zu machen, ebenso (auch wenn sie erfolgreich war). „Parteipolitik“ war eine suspekte Art von Politik, und „Parteiraison“ ein Sündenfall.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.09.2017)

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