Manches muss man aushalten

Warum Bettelverbote nicht nur für Bettler, sondern für alle schädlich sind.

Wer einem buddhistischen Bettelmönch begegnet, bedankt sich bei ihm, bevor er ihm eine Münze in die Hand drückt. Ein Almosen zu geben bringt dem Geber nämlich Glück, und der freut sich, wenn Glück zum Schnäppchenpreis zu haben ist. Wer Moslem ist, darf sich ebenfalls besser fühlen, wenn er eine milde Gabe loswird. Dann hat er nämlich den „Zakat“ geleistet und eine seiner fünf religiösen Pflichten erfüllt – für den Tag zumindest. Hoffentlich ist am nächsten Tag wieder ein Bettler da.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.03.2010)

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