Wie werden wir bloß unser vieles Zeug wieder los?

Die vorigen Generationen haben sich ein Leben lang bemüht, Dinge anzuhäufen. Jetzt dreht sich das um: aufräumen, ausräumen, Platz schaffen sind angesagt.

Gastkommentare und Beiträge von externen Autoren müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen.

Es ist Hochbetrieb bei Antiquitätengeschäften, Altwarentandlern, Flohmarkthändlern und bei der Caritas. Hochbetrieb allerdings weniger im Verkauf, sondern eher beim Ankauf und bei den Abgabestellen für Sachspenden. Allerorten wird im Moment ausgemistet. Menschen öffnen Schubladen, in die sie schon jahrelang keinen Blick mehr geworfen hatten. Stehen vor hoffnungslos vollgeräumten Abstellkammern, deren Türen sich kaum mehr öffnen lassen. Und schauen all das Zeug an, das sich über Jahre in den verschiedensten Ecken ihres Lebens angesammelt hat – im Keller, in der Garage oder gar im Kofferraum des Autos. Bei jedem einzelnen Ding fragt man sich: Wo habe ich das bloß her? Warum habe ich das damals gekauft? Brauche ich das wirklich? Gefällt es mir noch? Macht es mich glücklich? Wenn nicht – dann weg damit!

Sie sind bereits Abonnent?

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.06.2019)

Meistgekauft
    Meistgelesen