Subaru Levorg: Wenn man keine Qual bei der Wahl hat

Subaru hat den Levorg überarbeitet und bietet jetzt das neuartige Eye-Sight-Assistenzsystem an, das die Radarsysteme der Konkurrenz ersetzt. Der Kombi präsentiert sich insgesamt als grundvernünftiges Auto.

Sieht mit der Lufthutze schnittig aus, obwohl das nur ein Nebeneffekt ist.
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Sieht mit der Lufthutze schnittig aus, obwohl das nur ein Nebeneffekt ist.
Sieht mit der Lufthutze schnittig aus, obwohl das nur ein Nebeneffekt ist. – (c) Die Presse (Clemens Fabry)

Wien. Gehen wir zu Beginn einmal um das Auto. Nein, einen Designpreis wird Subaru für den Levorg nicht gewinnen. Hier hat sich kein verspielter Designer ausgetobt, weder mit Verirrungen noch mit Verzierungen. Alles an diesem Auto hat einen Grund. Selbst die auffällige Lufthutze auf der Motorhaube ist nur in zweiter Linie ein Statement, das dem Levorg einen sportlichen Charakter verleihen soll. In erster Linie dient sie dazu, den längs eingebauten Boxermotor zu kühlen. So sieht eben ein Auto aus, das von Ingenieuren und nicht von Ästheten gebaut wird.

Das ist jetzt nicht automatisch etwas Negatives, im Gegenteil. Der Subaru Levorg ist ein grundvernünftiger Kombi ohne viel Schnickschnack, der alles bietet, was man sich von einem gut ausgestatteten Auto erwartet, und das zu einem attraktiven Preis ab 29.990 Euro.

Subaru stellt den Käufer auch nicht vor die Qual der Wahl. Den Levorg gibt es als Allrad mit einer einzigen Motorisierung: 1,6-Liter-Benziner mit 170 PS. Lediglich bei der Ausstattung kann man zwischen drei Stufen wählen, wobei es Subaru einem leicht macht, sich für den Mittelweg zu entscheiden: Wer auf Ledersitze, den achtfach elektrisch einstellbaren Fahrersitz und die SD-Karten für das Infotainmentsystem verzichten kann, bezahlt weniger als 35.000 Euro; mit sind es in der Top-Exclusive-Ausstattung 37.990 Euro.

Schon in der Grundausstattung bietet der überarbeitete Levorg das neue Eye-Sight-Assistenzsystem an, das auf zwei neben dem Innenrückspiegel montierten Kameras basiert. Es steuert einen Notbremsassistenten, eine Abstands- und Geschwindigkeitsregelung, einen Spurhalteassistenten, hat eine Bremslichterkennung und eine sinnvolle Ergänzung, wenn man bei der roten Ampel schnell die E-Mails auf dem Handy checkt: Ein Piepston macht darauf aufmerksam, wenn sich das vordere Fahrzeug bewegt hat.

Zugeständnisse an die europäischen Kunden haben die Ingenieure beim CVT-Getriebe gemacht, das zwar weniger anfällig ist, aber eben auch stufenlos. Subaru hat die Lineartronic so adaptiert, dass es keinen Gummibandeffekt gibt. Wenn man das Gaspedal zügig niederdrückt, werden Gangwechsel simuliert – oder man „schaltet“ selbst mit den Wippen auf dem Lenkrad.

 

Geräuschdämmung verbessert

Der Innenraum ist mit den Kontrastnähten geglückt, die Geräuschdämmung wurde im 2017er-Modell noch einmal verbessert. Das Fahrwerk ist ordentlicher Kompromiss zwischen sportlicher Straffheit und komfortablem Schluckvermögen. Vibrationsärmer als im Levorg ist man in dieser Klasse kaum unterwegs.

Mit einer Länge von 4,7 Metern orientiert sich der Levorg zwar an der kompakten Silhouette des Legacy, im Kofferraum ist aber genügend Platz: 522 Liter im Normalzustand, 1446 bei umgelegten Rücksitzen. Unter der Ladefläche gibt es noch zwei Gepäckfächer mit 40 Litern. Gar nicht so schlecht, wenn Ingenieure das Sagen haben. (rie)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.03.2017)

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