Amerikas größte Automesse steckt in der Krise

Die Bedeutung der "Naias", auch unter dem Namen "Detroit Motor Show" bekannt, schrumpft zusehens. Die Konkurrenz sitzt - bzw. fährt - in Las Vegas.

Bei der "North American International Auto Show" werden neue Wägen vorgestellt
Bei der "North American International Auto Show" werden neue Wägen vorgestellt
Bei der "North American International Auto Show" werden neue Wägen vorgestellt – APA/AFP/TIMOTHY A. CLARY

Die "North American International Auto Show" (Naias) in Detroit läutete jahrzehntelang mit zahlreichen Präsentationen und Premieren den Auftakt des Autojahres ein. Mittlerweile hat das auch als "Detroit Motor Show" bekannte Event jedoch stark an Bedeutung verloren - den Rang als wichtigstes Branchentreffen Nordamerikas droht ihm die CES in Las Vegas abzulaufen.

Obwohl es sich dabei eigentlich um eine Elektronik-Messe handelt, zieht sie wegen der hipperen Tech-Themen und des Branchenwandels hin zu E-Antrieben und Roboterautos immer mehr Autobauer mit ihren Produktvorstellungen an.

Den Niedergang der Naias verdeutlichen wenige Zahlen. So sind die geplanten Produktpräsentationen von immerhin noch 69 im Vorjahr auf 30 gesunken. Etliche Hersteller - darunter die deutschen Autobauer BMW, Daimler, Audi und Porsche - bleiben der Messe diesmal fern. Um dem Ausstellerschwund etwas entgegenzusetzen, wollen die Veranstalter das Konzept überdenken und das Event ab 2020 in den Sommer verlegen.

Die Naias öffnet am heutigen Montag zunächst zwei Tage für Presse und Händler, danach dann bis zum 27. Jänner auch für Privatbesucher.

(APA/dpa)

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