Seltener Tesla Model X "Founder Series" küsst Steinmauer

In Kanada kam es wieder zu einem Unfall mit einem Tesla-Fahrzeug, bei dem der Autopilot aktiviert war. Der Fahrer – ein Experte auf dem Gebiet der Elektroautos – zeigt sich dennoch schuldbewusst.

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Ein Tesla-Lenker berichtet persönlich von seinem Unfall mit dem Tesla Model X "Founder Series. – http://roulezelectrique.com/Sylvain Juteau

Eigentlich ist die "Founder Series" des Model X für Tesla-Insider, wie Elon Musk selbst, ein paar wichtige Investoren und Freunde des Unternehmens reserviert. Doch Sylvain Juteau, der Gründer von roulezelectrique.com, einer französisch-kanadischer Plattform für Elektromobilität, hatte Glück. Er gewann einen dieser seltenen Tesla-SUVs.

Juteau, der die Menschen in seiner Region über Elektrofahrzeuge informiert und auch Ladestationen verkauft, scheint die perfekte Wahl für das besondere Fahrzeug zu sein. Doch auch dem routinierte Fahrer wurde der Autopilot zum Verhängnis.

Er übernimmt die Verantwortung

Der routinierte Fahrer berichtet auf seine Internetseite über den Hergang des Unfalls – und übernimmt trotz Autopilot auch die Verantwortung dafür. Vergangene Woche fuhr er mit dem elektrischen SUV in der Nähe von Trois-Rivières in Québec, als das Fahrzeug plötzlich von der Spur abkam und immer mehr auf eine Steinmauer zusteuerte und schließlich mit ihr kollidierte. Juteau dachte, dass der Autopilot aktiviert war, ist sich aber nicht ganz sicher. Er schrieb auf seiner Website (übersetzt aus dem Französischen):

"Ich dachte, ich wäre auf Autopilot (ob er wirklich aktiviert war oder ich es nur glaubte, weiß ich nicht). Ich habe für einen kurzen Moment nicht auf die Straße gesehen, um auf dem zentralen Display ein Lied zu ändern. Als ich wieder aufblickte, war die Hälfte des Autos schon nicht mehr auf der Straße ... Ich packte das Lenkrad, um von der Steinmauer weg zu steuern, aber es war zu spät. Alles ist sehr schnell passiert."

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"Autopilot ersetzt nicht den Fahrer"

Glücklicherweise ist bei dem Unfall niemand verletzt worden. Juteau berichtete, dass er durch den Unfall erschüttert wurde, aber unverletzt sei. Der im Fahrzeugkörper eingesetzte Airbag hat seitlich und vorne erhebliche Schäden verursacht. Der Aufprall auf die Steinmauer tat den Rest. Unklar ist, ob es sich um einen Totalschaden handelt. Eines aber sagt Juteau ganz klar: "Der Fehler liegt nicht am Autopilot, der den Fahrer nicht ersetzt. Ich bezahle jetzt dafür, dass ich meine Augen von der Straße abgewendet habe - auch wenn es nur für eine Sekunde war."

>>> roulezelectrique.com

(past)

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