"Hypercar" mit 1900 Elektro-PS: Unter zwei Sekunden auf Hundert

Die Design-Autoschmiede Pininfarina hat ein neues "Hypercar" vorgestellt. Der PF0 ist der erste voll-elektrische Supersportwagen mit Topgeschwindigkeit und einer kolportierten Reichweite von 500 Kilometern.

Erstes voll-elektrisches Hypercar mit einer Reichweite von 500 Kilometern vorgestellt
Erstes voll-elektrisches Hypercar mit einer Reichweite von 500 Kilometern vorgestellt
Erstes voll-elektrisches Hypercar mit einer Reichweite von 500 Kilometern vorgestellt – Pininfarina

Zwei als magische Zahl. Unter zwei Sekunden von null auf hundert. Zwei Millionen Euro am Preisschild und fast 2000 Elektro-PS. Der italienisch-deutschen Autoschmiede Automobili Pininfarina ist ein Kunststück gelungen. Zumindest stellten sie am Wochenende ein "Hypercar" mit überirdischen Ausmaßen vor. Erstmal soll ein voll-elektrischer Supersportwagen eine Reichweite von 500 Kilometern und bei Vollgas eine Spitzengeschwindigkeit von beinahe 400 km/h schaffen.

Pininfarina, bekannt für Sportwagendesigns von Ferrari aber auch für Peugeot oder Renault, hat seinen Sitz derzeit in München. Gemeinsam mit deutschem Know-How feilt die vom indischen Konzern Mahindra aufgekaufte Autoschmiede an Supersportwagen der Zukunft.

Voll-elektrisch auf 400 km/h beschleunigen
Voll-elektrisch auf 400 km/h beschleunigen
Voll-elektrisch auf 400 km/h beschleunigen – Pininfarina
Wie in diesem Segment üblich soll auch dieses Fahrzeug begrenzt werden. 150 Stück soll es letztendlich vom PF0 geben. Vorbestellen ist bereits möglich, 2020 will man ausliefern. Reservierungen etwa aus dem Silicon Valley oder von diversen Autosammlern soll es laut Pininfarina-Chef Michael Perschke bereits geben. Bei den Interessenten gäbe es zwei Gruppen: "Die Hälfte unserer Kunden hat bereits ein von uns designtes Auto, die andere Hälfte hat bereits ein Elektroauto".

Elektroautos im "Tesla-Segment" geplant

Wenn es nach Perschke geht, soll es nach dem PF0 noch drei weitere Modelle geben. Eines soll auch im unterem sechs-stelligen Preisniveau liegen und damit in direkte Konkurrenz mit Tesla treten. Der Konzern baue derzeit ein Experten-Team auf, heißt es von Perschke. Bisher sind jedoch erst 35 Menschen bei dem Autobauer angestellt. "Zur Koordination", heißt es. Das meiste lässt Pininfarina ohnehin von Zulieferern erledigen.

Vorgestellt wird das entgültige Auto kommenden März
Vorgestellt wird das entgültige Auto kommenden März
Vorgestellt wird das entgültige Auto kommenden März – Pininfarina
Der Antrieb soll jedenfalls vom kroatischen Supersportwagenhersteller Rimac geliefert werden. Das kroatische Unternehmen ist ein Vorreiter auf diesem Gebiet. Unternehmer Mate Rimac soll beim PF0 Batterie- und Antriebs-Expertise, sowie Software und Hardware beisteuern. Ein ähnliches Fahrzeug hat Rimac dieses Jahr mit dem 2000 PS-starken "C_Two" vorgestellt. Den Sprint auf Hundert soll der in unter zwei Sekunden schaffen. Mittlerweile ist sogar der Porsche-Konzern mit 10 Prozent beim Unternehmen Rimac eingestiegen. Der Elektro-Automarkt scheint langsam in Fahrt zu kommen.

Vom PF0 gibt es derzeit nur Visualisierungen. Der endgültige Wagen soll im März beim Genfer Autosalon vorgestellt werden. Auch in Österreich hat ein vorgestelltes Hypercar für Aufsehen gesorgt. Der Milan Red soll der erste Supersportwagen Made in Austria werden.

Die Design-Studien wirken futuristisch aber in naher Zukunft gut vorstellbar
Die Design-Studien wirken futuristisch aber in naher Zukunft gut vorstellbar
Die Design-Studien wirken futuristisch aber in naher Zukunft gut vorstellbar – Pininfarina

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