Supercar war gestern: Neue Hypercars stellen alles in den Schatten.

Doch, es geht! Immer wenn man dachte, ärger geht's nimmer.

(C) Mathias Böhm

Gibt es eigentlich noch Autoquartette? An Supertrümpfen bestünde jedenfalls kein Mangel. Oder genauer: Vom Hypertrumpf muss die Rede sein. Ein Trio von neuartigen Hyper-GTs prescht in bislang ungekannte Sphären vor: Pure Renntechnologie für jenseitige Performance, und das mit Straßenzulassung. Den auf den ersten Blick radikalsten Zugang hat Mercedes-AMG gewählt.

(C) Mathias Böhm

Aston Martin Valkyrie:

Das Geschöpf des F1-Konstrukteurs Adrian Newey ist auch eine Ode an den Saugmotor – als hochdrehendes Kunstwerk von Cosworth.

Motor : V12-Zylinder, 6500 ccm
Leistung : 1013 PS bei 10.500/min
Gewicht : ca. 1100 kg
Auflage : 150 Exemplare

Als Antrieb dient das Aggregat des 2016er-Formel-1-Autos, und welcher der 275 Sammler, die den One einmal ihr eigen nennen werden, würde auf den Hinweis „Weltmeister!“ verzichten? Gemäß F-1-Reglement hat das einen kleinen Motor zur Folge, dem ein elektrisch betriebener Turbolader und ein E-Motor auf Touren helfen. An einer zivilen Leerlaufdrehzahl, nicht die Stärke von F1-Motoren, wird noch gearbeitet. Zwei weitere E-Motoren treiben die Vorderachse an. Ohne Hybrid geht es auch bei McLaren nicht. Die Engländer betrachten den Speedtail als legitimen Nachfolger des McLaren F1 von 1992. Von diesem übernommen wurde jedenfalls der zentrale Fahrersitz des F1 mit jeweils einem Sitz zu beiden Seiten – so zurückversetzt, dass die Füße der Beifahrer vor den Radhäusern Platz finden. Nur erinnert uns die Form des Speedtail an den Prius...

(C) Mathias Böhm

McLaren Speedtail:

Dreisitzer mit Fahrer in der Mitte: McLaren sieht den Speedtail als Nachfolger des legendären F1 von Leichtbauguru Gordon Murray.

Motor : V8-Zylinder-Turbo, Hybrid
Leistung : 1050 PS Systemleistung
Gewicht : n/a
Auflage : 106 Exemplare

Vielleicht geht bei McLaren ein Konstrukteursgenie wie Adrian Newey ab, dem neben der Funktion immer auch die Ästhetik am Herzen liegt? Newey genießt bei Red Bull Racing alle künstlerische Freiheit, so durfte er sich für sein Hypercar, den zusammen mit Aston Martin entwickelten Valkyrie, einen Traummotor wünschen: Zwölf Zylinder, frei saugend, hochdrehend, von Cosworth mit nur 207 kg Gewicht gefertigt. Bei 10.500/min über 1000 PS stark – in einem Auto mit dem Gewicht eines Mazda MX-5! Ein zusätzlicher E-Antrieb sorgt für Manieren im Stau, sollte man mit dem Auto in einen geraten. Oder einen auslösen. Der Fahrer liegt jedenfalls bequem – mit dem Hintern unter den Fersen, ganz wie in echt.

(C) Mathias Böhm

Mercedes-AMG One:

Warum nicht gleich einen Formel1-Antriebsstrang? Motor und Hybridsystem des One stammen vom Wettbewerbsmodell der Saison 2016. Nico Rosberg holte damit den WM-Titel.

Motor : V6-Zylinder-Turbo, 1600 ccm
Leistung : 759 PS bei 11.000/min
Gewicht : n/a
Auflage : 275 Exemplare

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