Lkw-Trailer auf Schiene

Eine Innovation aus Österreich soll den Transport von Trailern per Bahn vereinfachen.

Lkw vermehrt auf Schiene zu transportieren ist eine Forderung an die Transportbranche. Ein Problem dabei ist das Verladen der Lkw beziehungsweise der Trailer, da diese meist nicht stabil genug gebaut sind, um per Kran auf Waggons gehievt zu werden. „93 Prozent der Trailer sind nicht kranbar“, weiß Franz Blum, Geschäftsführer von Vega International. Der Logistikdienstleister kümmert sich unter anderem um die Auslieferung von Nutzfahrzeugen von Daimler oder Iveco. Gemeinsam mit dem Fahrzeughersteller Kässbohrer hat Vega International eine Lösung entwickelt: einen Untersatz, auf dem Nutzfahrzeuge per Kran auf Standardeisenbahnwaggons verladen werden können. Was einfach klingt, erforderte laut Blum nicht zuletzt wegen der strengen Normen der Bahn aufwendige Entwicklungsarbeit. Seit 2016 sind die Road Rail Link (R2L) getauften Pfannen bei Vega im Einsatz und verfrachten etwa Mercedes-Transporter ab Werk nach Triest. Seit September fahren gecharterte Züge mit R2L für Iveco nach Verona und sparen laut Blum 10.000 Transitfahrten im Jahr ein.

Als nächsten Schritt sollen die Plattformen über eine gemeinsame Tocherfirma von Vega und Kässbohrer vermietet werden. In einem Pilotversuch wird die Deutsche Bahn Anfang 2019 sechs verbesserte R2L-Plattformen testen. „Die Vision ist eine europaweite Intermodallösung“, sagt Blum.


[OXWDP]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.11.2018)

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