Komfortabel transportieren in einer umkämpften Klasse

Kleine Transporter.Ford baut den Transit Connect in Sachen Mehrwert aus: Fahren soll sich der Transporter wie ein Mittelklasse-Pkw.

Privat-Pkw und Arbeitstier – da liegen keine Welten mehr dazwischen: Ford Transit Connect mit viel Ausstattung und Komfort.
Privat-Pkw und Arbeitstier – da liegen keine Welten mehr dazwischen: Ford Transit Connect mit viel Ausstattung und Komfort.
Privat-Pkw und Arbeitstier – da liegen keine Welten mehr dazwischen: Ford Transit Connect mit viel Ausstattung und Komfort. – (C) Stenzel

Die Klasse der kleinen und kompakten Transporter ist hart umkämpft. Für ein Nutzfahrzeug sind die fünf Jahre, die es den Ford Transit Connect der zweiten Generation inzwischen gibt, gerade einmal Halbzeit. Die Umstellung auf die aktuelle Verbrauchsnorm WLTP nutzte Ford für eine umfassende Überarbeitung. Von außen fällt das erst einmal kaum auf.

Auch die Abmessungen blieben gleich. Nach wie vor bietet Ford zwei verschiedene Karosserien an. Die kürzere misst 4,42 Meter, die Version L2 ist 40 Zentimeter länger. Nach wie vor basiert der Transit Connect auf der Plattform des letzten Ford Focus. Einzig hinten spart nun eine Verbundlenkerachse Platz und Gewicht.

Dazu gibt es neue Motoren. Der Ein-Liter-Drei-Zylinder-Benziner schafft die neue Euro-6d-Norm dank eines Otto-Partikelfilters gegen Feinstaub. Falls der kleine 100-PS-Motor einmal nur im Teillastbereich läuft, schaltet er zudem einen Zylinder ab, denn das soll Sprit sparen. Der 1,5-Liter-Benzinmotor bietet 120PS, und seine Pkw-Herkunft ist ihm deutlich anzumerken. Er läuft kultiviert und recht leise. Neu ist auch eine Acht-Gang-Automatik. Sie denkt mit, das heißt, sie bewertet individuelle Fahrstile, kann Steigungen und Gefälle sowie anspruchsvolle Kurvenfahrten erkennen und die Gangwechsel entsprechend anpassen. Die Funktionen der Acht-Gang-Automatik umfassen auch Skip Shift sowie Direct Downshift. Damit behält der Fahrer die Freiheit der Gangauswahl, indem das Getriebe einen Gang überspringen kann, wenn dieser nicht benötigt wird. Auf kurvigen Strecken ist die Pkw-Abstammung klar zu spüren. Die Lenkung ist leichtgängig, aber dabei trotzdem präzise, das Fahrwerk komfortabel. Die weiche Dämpfung lässt den Transit Connect auf langen Wellen nachschwingen.

Hinter den Vordersitzen tut sich eine große Ladefläche auf, die über die serienmäßig geteilte Heck- und eine breite Schiebetüre erreichbar ist. Durch sie passen sogar Europaletten. Insgesamt packt die Langversion so unverändert 3600 Liter unter das Dach. Für besonders lange Gegenstände gibt es eine Durchladeeinrichtung unter dem Beifahrersitz.

Reichhaltig ist das Angebot an Assistenzsystemen. Empfehlenswert ist der Notbremsassistent, der auch Fußgänger erkennt. Auch der harmonisch regelnde Abstandstempomat ist als Extra erhältlich.

In der Trend-Ausstattung sind dann Klimaanlage, Radio, ein Laderaumschutzboden aus Kunststoff oder eine beheizbare Windschutzscheibe im Lieferumfang. So wird aus dem Ford ein komfortabler Lieferwagen. Die Passagiere nehmen dabei auf bequemen Sitzen Platz und haben genug Bewegungsfreiheit. Zumindest, solange nicht ein dritter Sitz in der Mitte an Bord ist, doch das Problem teilen sich in dieser Klasse alle Transporter. Die aerodynamischen Verbesserungen des neuen Transit Connect führten zu einer Reduzierung des Luftwiderstands um bis zu vier Prozent. Das Eco-Select-System wird über einen Schalter an der Mittelkonsole aktiviert und ermöglicht einen ECO-Fahrmodus mit ökonomischer Motorkalibrierung. Der Einstiegspreis liegt für den 100PS Eco Boost bei 13.700 Euro (exklusive aller Abgaben).

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.02.2019)

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