Albinismus: Zu hell, um unsichtbar zu sein

Sie „tarnen“ sich, um nicht als „Sonderlinge“ gemieden zu werden. Die helle Haut wird bedeckt, das weiße Haar gefärbt, die Augen hinter dunklen Brillen verborgen. Einen Umstand ändert das nicht: Rund 400 Österreicher leben mit Albinismus.

Fünf Schüler in Indien, die mit Albinismus geboren wurden. Das Bild ist Teil einer Sammlung von Arbeiten mit dem Titel „State of Blindness“.
Fünf Schüler in Indien, die mit Albinismus geboren wurden. Das Bild ist Teil einer Sammlung von Arbeiten mit dem Titel „State of Blindness“.
Fünf Schüler in Indien, die mit Albinismus geboren wurden. Das Bild ist Teil einer Sammlung von Arbeiten mit dem Titel „State of Blindness“. – (c) Reuters (HANDOUT)

Albino? Wie der Hase?“ „Du siehst aus wie ein Opa.“ „Hallo Gespenst.“ Menschen, die an Albinismus erkrankt sind, fallen durch ihre körperliche Andersartigkeit auf. Durch ihre helle Haut, ihre weißen Haare und Augenbrauen und ihre Augen, die stets leicht zittern. „Das Wort sonderbar höre ich oft von Erwachsenen“, sagt Mathilde, „seltsam, sagen Kinder“. Gemeint ist nicht die 35-Jährige, sondern ihre Tochter Sophia. Das Baby leidet an einer Störung der Melaninsynthese. Das bedeutet: Jene Gene, die für die Produktion des Farbstoffs Melanin verantwortlich sind, funktionieren nicht richtig. In anderen Worten: Sie hat Albinismus.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.10.2018)

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