Eisenbahner-Kurzentrum wird um 25 Millionen in der Steiermark neu errichtet

Das Reha- und Therapiezentrum der Versicherungsanstalt der Eisenbahner und des Bergbaus (VAEB) zieht von Breitenstein am Semmering nach Mürzzuschlag. Statt einer Generalsanierung wird die Sonderkrankenanstalt neu errichtet.

VAEB

Eine Sonderkrankenanstalt der Versicherungsanstalt der Eisenbahner und des Bergbaus (VAEB) wandert von Niederösterreich in die Steiermark. Wie Gesundheitslandesrat Christopher Drexler (ÖVP) am Donnerstag schilderte, wird in Mürzzuschlag die Sonderkrankenanstalt für Stoffwechselerkrankungen neu errichtet und soll im Jahr 2022 in Betrieb gehen. Die Kosten wurden mit rund 25 Millionen Euro beziffert.

Das Reha- und Therapiezentrum soll direkt am Gelände des obersteirischen LKH Mürzzuschlag und damit auch in unmittelbarer Nähe zum Landespflegezentrum gebaut werden. Die Sonderkrankenanstalt ist zurzeit im niederösterreichischen Breitenstein am Semmering als Zentrum für Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten, Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates sowie zur Vorbeugung von Stress angesiedelt. Hier hatte man in den vergangenen Jahren jedoch zunehmend Auslastungsprobleme aufgrund der für ältere Patienten ungünstigen Geländelage. Zudem sei das aus den 1980er-Jahren stammende Gebäude "in die Jahre gekommen", schilderte Gottfried Winkler, Obmann der VAEB im Grazer Pressegespräch.

Neubau statt Generalsanierung

Statt einer Generalsanierung um geschätzte elf Millionen Euro habe man sich "nach genauer Abwägung der Kosten und Nutzen" nun zu einem Neubau in der benachbarten Steiermark entschieden. Da das mit 80 Zimmern geplante Zentrum direkt am Areal des LKH Mürzzuschlag errichtet wird, seien mehrere Synergien zu erzielen. So werde die Küche gemeinsam genutzt werden. Die Kooperation sieht auch eine medizinische und pflegerische Nachtdienstbereitschaft durch das LKH Mürzzuschlag, bei Laborleistungen und den Sicherheitsfachkräften vor, wie KAGes-Vorstand Ernst Fartek ergänzte.

Für den steirischen Gesundheitslandesrat Christopher Drexler ist die Neuansiedlung der VAEB ein "Paradebeispiel, wie sich ein Krankenhausstandort positiv entwickelt". In Mürzzuschlag wurde die Chirurgie mit Ende 2012 geschlossen und seither lediglich eine chirurgische Ambulanz angeboten: "Für Mürzzuschlag war es ein Jahrzehnt der Veränderung", mit dem internistischen Schwerpunkt und der Medizin für ältere Menschen seien jedoch "die richtigen Weichen gestellt worden", betonte der Landesrat. Durch die Zusammenarbeit zwischen dem Landeskrankenhaus, die räumliche Nähe des im Vorjahr eröffneten Landespflegeheimes und der künftigen Reha-Einrichtung der VAEB entstehe insgesamt ein "Plus an Versorgung in der Steiermark und eine weitere Aufwertung des Standortes Mürzzuschlag".

Im Hinblick auf den Widerstand und eine Volksbefragung über ein neues Leitspital im obersteirischen Bezirk Liezen, welches die bisherigen Standorte Schladming, Rottenmann und Bad Aussee konzentrieren soll, zeigte sich Drexler optimistisch: Dort werde 2025 ähnliches zu erleben sein, wie bereits 2022 in Mürzzuschlag.

(APA)

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