Medikamente: Ärzte gegen Apotheker

Vorstoß der Apotheker für Aut-idem-Regelung wird von Ärztekammer zurückgewiesen.

Die Apothekerkammer plädiert für eine sogenannte Aut-idem-Regelung.
Die Apothekerkammer plädiert für eine sogenannte Aut-idem-Regelung.
Die Apothekerkammer plädiert für eine sogenannte Aut-idem-Regelung. – (c) Die Presse (Clemens Fabry)

Wien. „Scheinheilig.“ So bezeichnete die Österreichische Ärztekammer die Forderung der Apothekerkammer und des Patientenanwalts Gerald Bachinger, auf Arztrezepten künftig nur noch Wirkstoffe statt der Präparatnamen anzuführen.

Thomas Szekeres, Präsident der Ärztekammer, vermutete am Dienstag im Ö1-„Morgenjournal“ Eigennutzen als Motiv für die Forderung der Apotheker. Diese würden viel Geld sparen, wenn nicht alle Medikamente lagernd sein müssten.

„Der Wirkstoff von Originalpräparat und Generika ist zwar völlig ident, Unterschiede gibt es aber in der Füllstärke und den Zusätzen“, hieß es dazu von der Ärztekammer. Würde ein teureres Originalpräparat verschrieben, geschehe dies „nicht ohne medizinischen Grund“, betonte der Ärztekammer-Präsident.

Die Apotheken hingegen argumentieren bei vielen im Ausland produzierten Medikamenten mit Lieferengpässen, die seit Monaten immer wieder auftreten. Deshalb plädiert die Apothekerkammer für eine sogenannte Aut-idem-Regelung. Dabei dürften die verschriebenen Medikamente ausgetauscht werden, der Wirkstoff allerdings bliebe derselbe. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.08.2019)

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