GB: Kinderbuch als Klima-Horrorgeschichte

Verdurstende Häschen und ertrinkende Hunde: Die neue Kampagne der offiziellen Klima-Aktion "Act on CO2" zeichnet ein düsteres Bild. Die Werbebehörde kritisiert das Video als irreführend und zu gespenstig.

Screenshot aus dem Video
Screenshot aus dem Video
(c) Act on CO2

Das kürzlich vorgestellte Video der britischen Regierungsaktion "Act on CO2" beginnt idyllisch, um dann ein düsteres Bild von den Folgen des Klimawandels zu zeichnen. Ein Vater liest seiner Tochter eine Gute-Nacht-Geschichte vor, in der er von den Folgen des Klimawandels erzählt. In Kinderbuch-Optik ertrinken Hunde und verdursten Häschen, ein spitzzähniges Monster schwebt über der Stadt. Die Eltern müssten diese Gefahr von den Kinder abhalten, heißt es in dem Video. Nun wird die 6-Millionen-Pfund-Kampagne der Regierung kritisiert: Sie sei irreführend und zu gespenstig für Kinder, sagt die Werbebehörde.

357 Beschwerden sind bis Mittwoch bei der Behörde eingegangen, berichtet die BBC. Die Werbung darf mittlerweile nicht mehr im Kinderprogramm ausgestrahlt werden. Möglicherweise könnte die Ausstrahlung der Werbung ganz verboten werden.

Kritik gibt es nämlich auch an den wissenschaftlichen Behauptungen, die der Werbespot aufstellt. Demnach würden 40 Prozent der CO2-Emissionen würden durch Private verursacht - etwa durch Autos oder durch Heizen.

Die zuständige Ministerin Joan Ruddock verteidigte die Kampagne: "Die Werbung richtet sich an Erwachsene. Klimawandel ist nicht nur das Problem von Menschen in einer fernen Zukunft, er betrifft uns und unsere Kinder."

Das Video auf Youtube

(Red.)

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