Weltnaturerbe: Galapagos von Roter Liste gestrichen

Die Unesco würdigt die Anstrengungen Ecuadors, die Galapagos-Inseln zu bewahren, und streicht sie von der Liste der gefährdeten Kultur- und Naturdenkmäler.

GIANT TURTLES
GIANT TURTLES
(c) AP (Dolores Ochoa)

Das Welterbekomitee der UNESCO hat die zu Ecuador gehörenden Galapagos-Inseln im Pazifik von der Roten Liste der gefährdeten Kultur- und Naturdenkmäler gestrichen. Das habe das Gremium bei seiner 34. Jahrestagung am Mittwoch (Ortszeit) in der brasilianischen Hauptstadt Brasilia beschlossen, teilte die Organisation mit. Die ecuadorianische Ministerin für Umweltschutz, Marcela Aguiñaga, begrüßte die Entscheidung, die sie als "Anerkennung der Anstrengungen Ecuadors bei der Bewahrung der Galapagos" wertete.

Die Unesco hatte die Galapagos mit der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt, darunter die weltberühmten Riesenschildkröten, 2007 für gefährdet erklärt. Grund war vor allem die Beeinträchtigung der Umwelt durch den ständig wachsenden Strom an Touristen sowie illegale Siedler vom Festland. Für die immer größere Zahl an Menschen auf den Inseln mussten auch mehr Versorgungsgüter zu den Inseln gebracht werden. Dies vergrößerte die Gefahr, dass fremde Tier- und Pflanzenarten eingeschleppt werden.

Rücksiedlung und alternative Energiequellen 

Die Regierung in Quito hatte als Gegenmaßnahmen unter anderem die zwangsweise Rücksiedlung von illegalen Bewohnern der Inseln zum Festland angeordnet. Auch soll der Tourismus besser kontrolliert und die Fähigkeit der Inseln zur Selbstversorgung mit Lebensmitteln und Energie aus Sonnen- und Windkraft verbessert werden.

Die aus Vulkanen entstandenen Galapagos-Inseln liegen etwa 1000 Kilometer westlich vor der Küste des südamerikanischen Landes im Pazifik. Es gibt 14 größere und mehr als 100 kleine bis winzige Inseln. Nur fünf davon werden von insgesamt etwa 20.000 Menschen besiedelt. Die Inseln sind auch Lebensraum für den Blaufußtölpel, für Pelikane und Seelöwen.

Das Welterbekomitee will bei der am Sonntag eröffneten Jahrestagung noch bis kommenden Dienstag auch über 39 Anträge auf Neuaufnahme von Kultur- und Naturdenkmälern entscheiden.

(Ag.)

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