162 neue Windräder: Burgenland wird stromautark

Spätestens 2014 hat das Burgenland ein "historisches Ziel" erreicht. Erstmalig können mehr als 100 Prozent des heimischen Strombedarfs aus erneuerbarer Energie abgedeckt werden.

neue Windraeder Burgenland wird
neue Windraeder Burgenland wird
(c) APA (ROBERT JAEGER)

"Das Burgenland wird stromautark" verkündete Landeshauptmann Hans Niessl (S) am Mittwoch. Den Weg zur Energie-Unabhängigkeit bereiten nach Angaben des SP-Landeschefs 162 neue Windkraftanlagen. 69 Windräder wurden bereits Ende Oktober genehmigt, nun wurde der UVP-Genehmigungsbescheid für weitere 93 Anlagen ausgestellt. Nach Umsetzung aller genehmigten Projekte könne der aktuelle Strombedarf des Burgenlandes zu 114 Prozent abgedeckt werden, teilte die Landesregierung mit. Die Fertigstellung der 162 neuen Windräder soll Ende 2013, Anfang 2014 erfolgen.

Mit der am Mittwoch erfolgten Genehmigung sei laut Niessl ein "historisches Ziel" erreicht: "Wir können erstmalig mehr als 100 Prozent des heimischen Strombedarfs aus erneuerbarer Energie abdecken. Damit ist das Burgenland eine ökologische Modellregion in Österreich und in Europa", hieß es vom Landeshauptmann.

Neben der gewünschten Stromautarkie schaffe man durch den Ausbau der Windkraftanlagen außerdem auch sogenannte Green Jobs, sagte Niessl. Zusätzlich spare das Burgenland bereits jetzt jährlich 550.000 Tonnen CO2 ein.

Die 93 Windräder mit einer Leistung von je 3 Megawatt werden im Windpark Andau-Halbturn im Bezirk Neusiedl am See von der BEWAG-Tochter Austrian Wind Power GmbH errichtet. Insgesamt stehen im Burgenland derzeit 206 Windkraftanlagen mit einer Leistung von 370 MW.

(APA)

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