Sport-Club: Mit Ötscherloipenblick auf der Ötscherblickloipe

Darf man angesichts der abnormalen Schneemengen, wie sie zurzeit an der Nordseite der Alpen zusammenkommen, Wintersport empfehlen?

Mittlerweile liegt noch mehr Schnee, ja sogar zu viel.
Mittlerweile liegt noch mehr Schnee, ja sogar zu viel.
Mittlerweile liegt noch mehr Schnee, ja sogar zu viel. – (c) Benedikt Kommenda

Ja welchen denn sonst!, möchte man im Winter sagen, nicht ohne jedoch zugleich zu empfehlen, auf einen geeigneten Zeitpunkt zu warten, dem Tipp zu folgen.

Der führt diesmal zum Langlaufen in Lackenhof am Ötscher. Der niederösterreichische Ort in den Ybbstaler Alpen liegt innerhalb jenes Gebietes, wo der Schnee schon meterhoch gefallen ist und weiter fällt. Am Hochkar, einem Nachbarn des Ötscher, hat sich die Lage schon vor Tagen bis zur Evakuierung zugespitzt. Nachdem gestern auch in Lackenhof die höchste Lawinenwarnstufe (5) ausgerufen worden ist, sind sowohl die Skipisten als auch die Loipen bis auf Weiteres gesperrt.

Ich hatte das Glück, noch davor die Langlaufmöglichkeiten zu erkunden. Bei idealen Bedingungen, ausgenommen vielleicht die Sicht: Die Ötscherblickloipe verdiente in meinem Fall ihren Namen nicht, war doch von ihr aus vom Gebirge nicht mehr als – zum Teil hinter Wolken verborgen – der Kleine Ötscher zu erblicken. Und: Neben viel Wald ganz viel Schnee, so viel, dass auf den Wiesen im diffusen Licht die Streckenführung nicht mehr ganz leicht zu erkennen war. Aber dafür entwickelt man einfach einen geschärften Ötscherloipenblick.

Die Loipen sind, wenn es das Wetter zulässt, sowohl für den klassischen Stil als auch für Skating präpariert. Das Netz ist mit rund 30 Kilometern Gesamtlänge klein, aber fein. Und gut beschildert: Ich habe problemlos auch die Gmoa- und die Mandelbodenloipe gefunden sowie den „Eselweg“, den Zubringer vom Liftparkplatz (man kann mit dem Auto auch noch näher zu den Loipen fahren). So steil wie dort am Beginn ist es dann kein zweites Mal, aber es geht schon ordentlich rauf und runter (400 Höhenmeter auf meinen 20 Kilometern). Zuvor aber unbedingt: zuhause den Loipenbericht googeln – und mit Rücksicht auf die kritische Lage in den Bergen zumindest ein paar Tage abwarten.

E-Mails an: benedikt.kommenda@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.01.2019)

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