Wo die echten Mountains (auch) zum Biken stehen

Ein Besuch beim Europäischen Forum Alpbach lässt sich gut mit einer Radtour verbinden.

Schatzberg, Tirol
Schatzberg, Tirol
Schatzberg, Tirol – (c) Benedikt Kommenda

In Tirol verdient Mountainbiken seinen Namen wie in kaum einem anderen Bundesland. Je nachdem, auf welcher Höhe man startet, und ob man nur aus eigener Kraft oder mit einem E-Bike fährt, kann man hier in ein bis zwei Stunden so hoch oben sein, dass man weit und rundum nichts als Gebirge sieht. In meinem Fall ging die Fahrt anlässlich des Europäischen Forums Alpbach diesmal auf den Schatzberg (1898m), von dem aus nahe Gipfel wie der Gratlspitz und – in der entgegengesetzten Richtung – ferne wie der Großglockner zu sehen sind.

Von der Ortsmitte führt die Tour bergauf am Congress Centrum vorbei. Am oberen Ortsende hält man sich direkt vor der Brücke über den Dorferbach links und folgt dem Pfeil Richtung Zottahof. Ohne Motorunterstützung sollte man jedenfalls eine gute Übersetzung an der Kette haben, mit einem möglichst kleinen Zahnrad vorn und einem deutlich größeren hinten. Das braucht man jetzt eine Zeitlang, denn bis zum Gipfel des Schatzbergs geht es knapp acht Kilometer lang und rund 900 Höhenmeter ununterbrochen bergauf.

Beim Parkplatz am Ende der Asphaltstraße halten Sie sich rechts in Richtung Schatzberg (nicht: Marienweg). Bald kommt auch ein Pfeil „Gipfö Hitt“ – eine etwas ältere Bezeichnung, die erkennen lässt, die die heutige – „Gipfö Hit“ – kein englisches Grundwort hat, sondern ein tirolerisches (wie Hütte). Vom Gipfel geht es dann weiter zu einem See, der zu Beschneiungszwecken vor wenigen Jahren malerisch in den Berg gegraben worden ist. Von hier an rollt man fast nur noch bergab Richtung Inneralpbach. Ich habe den so genannten mittleren Höhenweg nach Alpbach gewählt, weil der über eine technisch – nun ja, etwas schwierige – Passage abwärts führt. Das Gleiche muss man dann aber wieder bergauf strampeln – auf der jedem Alpbach-Besucher wohl bekannten steilen Ortseinfahrt im Süden.

E-Mails an: benedikt.kommenda@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.08.2019)

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