"Katzen-Euthanasie": Tierschützer zeigen Bauern an

"Euthanasie" ist laut Tierschützern nicht zulässig. Der Fall hatte Aufsehen erregt, da sich der Bauer beim Versuch seine Katze zu töten selbst verletzte.

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Symbolbild – (c) EPA (Tomasz Gzell)

Der Dachverband der Oberösterreichischen Tierschutzorganisationen hat gegen einen 81-jährigen Altbauern im Bezirk Steyr-Land, der seine kranke Katze mit einem Schlachtschussapparat töten wollte, zwei Anzeigen erstattet. Ihm wird einerseits unerlaubte Euthanasie vorgeworfen und andererseits, dass er seine freilaufenden Katzen nicht kastriert habe. Der Fall des Bauers war schon vor ein paar Wochen publik geworden, weil er sich beim Versuch, seine Katze zu töten, selbst verletzte. 

Der Landwirt, auf dessen Hof um die 30 Katzen leben, packte am 19. Juli das Tier mit der linken Hand, hob es hoch und drückte es etwa in Beckenhöhe fest an sich. Mit der rechten Hand wollte er den Schussapparat betätigen. Kurz bevor er abdrückte, kratzte ihn die Katze aber und er rutschte ab. Ein Schuss löste sich und der Bolzen verletzte den Mann schwer. Er wurde vom Gemeindearzt erstversorgt und dann mit der Rettung ins Landeskrankenhaus Steyr eingeliefert. Dem Vierbeiner gelang die Flucht, das weitere Schicksal des Tieres war unklar.

Das brachte ihm anfangs nur Kritik der Tierschützer ein. Am Mittwoch machten diese aber den nächsten Schritt und erstatteten Anzeige. Denn Tiere ohne vernünftigen Grund zu töten sei gesetzlich verboten, argumentierte der Obmann des Dachverbandes Oberösterreichischer Tierschutzorganisationen Harald Hofner. Falls die Katze wirklich krank wäre, dürfe über eine Euthanasie einzig und allein ein Tierarzt entscheiden. "Wie so oft in ländlichen Gebieten bin ich mir außerdem sicher, dass die 30 auf dem Hof lebenden Katzen nicht kastriert sind. Ansonsten wäre eine so große Anzahl an Tieren ziemlich unwahrscheinlich", erklärte Hofner weiter. Katzen mit Freilauf nicht zu kastrieren widerspreche jedoch dem Gesetz. Auch deswegen sei Anzeige erstattet worden.

(APA)

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