Akademikerball: Sperrzone und Demo-Touristen

Am 1. Februar findet erstmals der Akademikerball der Wiener FPÖ statt. Die Polizei riegelt die Hofburg großräumig ab. Gegendemonstranten kommen zum Teil mit Bussen aus Deutschland und den Ländern.

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Archivbild – (c) APA HERBERT P OCZERET (HERBERT P OCZERET)

Wien/awe. Der ehemalige Burschenschafterball des Wiener Korporationsrings (WKR) findet am 1. Februar erstmals als Akademikerball der Wiener FPÖ statt. Trotz des geänderten Namens blieb die Aufregung die gleiche.

Neben mehreren NGOs und Vertretern von im Parlament vertretenen Parteien mobilisiert vor allem die linksextreme Szene gegen die Veranstaltung. Seit Wochen rufen Aktivisten im Internet via Twitter und YouTube dazu auf, aktiv an Demonstrationen teilzunehmen und den Ball so zu verhindern. Aus Deutschland werden mehrere Busse mit zum Teil gewaltbereiten Personen („Schwarzer Block“) erwartet. Die extreme Linke hat auch Demonstranten aus den österreichischen Bundesländern angekündigt.

Die erste Auseinandersetzung zwischen Demonstranten und Polizei fand verbal statt. Die Behörde kürzte die Route einer Demonstration, die vom Westbahnhof über Mariahilfer Straße, Ring, Kärntner Straße und City zur Hofburg führen sollte, ab. Begründung: Die zu erwartenden Verkehrsbehinderungen seien unverhältnismäßig. Rund um die Hofburg gilt Freitagabend ein großräumiges Platzverbot.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.01.2013)

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