Zooleben

Neues aus den Tiergärten

Neues aus den Tiergärten: Auf ganz natürlichem Weg - also ohne künstliche Inkubation - sind im Wiener Haus des Meers zwei Grüne Mambas geschlüpft.

Sie sind noch ganz jung, aber schon hochgiftig: Die Grünen Mambas im Wiener Haus des Meeres haben für Nachwuchs gesorgt. Die rund 40 Zentimeter langen Babys seien kürzlich "völlig natürlich, ohne künstliche Inkubation, aus abgelegten Eiern geschlüpft", berichtet der Zoo.

 

Günther Hulla / Haus des Meeres

Die Grünen Mambas gehören wegen ihre Giftigkeit, ihrer Schnelligkeit und der daraus resultierenden Gefährlichkeit zu den Publikumsmagneten. Die Elterntiere sind über zwei Meter lang und bewohnen ein großräumiges Terrarium. Die beiden Jungen sind noch so dünn wie ein Bleistift. Sie wurden für die Aufzucht in ein kleines Spezialterrarium übersiedelt.

Günther Hulla / Haus des Meeres

18. September. Das Koalamännchen Wirri Wirri im Wiener Tiergarten Schönbrunn macht sich bestimmt keine Gedanken über seinen "ökologischen Fußabdruck", der Zoo aber schon: Koalas fressen ausschließlich Eukalyptus, der derzeit aufwendig zweimal wöchentlich aus England angeliefert wird. Künftig soll zusätzlich Eukalyptus "made in Vienna" auf dem Speiseplan stehen.

 

(c) DANIEL ZUPANC

"Wir hatten früher schon eine kleine Menge an Eukalyptus in einem Glashaus in Wien als eiserne Reserve, aber jetzt haben unsere Gärtner mit dem Anbau im größeren Stil begonnen", wird Tiergartendirektorin Dagmar Schratter in einer AUssendung zitiert. In einem gemieteten Glashaus in Alt-Simmering entsteht auf 600 Quadratmetern eine Plantage mit zehn Eukalyptus-Arten.

(c) DANIEL ZUPANC

"Wir können bereits die ersten Triebe ernten", so Zoo-Gärtner Konrad Käfer. Bis der Wiener Eukalyptus mehr als nur ein Snack für zwischendurch ist, wird es noch dauern. Das Projekt ist laut Schratter mit hohen Anfangsinvestitionen verbunden. Um 15 Euro kann man deshalb unter www.herzenspatenschaft.at Wirri Wirri ein symbolisches Frühstück spendieren. Das sechs Jahre alte Männchen ist seit dem Tod des Weibchens Mirra Li im hohen Koala-Alter von 18 Jahren im Mai der einzige seiner Art in Schönbrunn. Das soll sich ändern, "bald" werde Wirri Wirri eine junge Partnerin bekommen.

(c) DANIEL ZUPANC

11. September: Die Decken-Tokos Zazu und Uzuri haben im Tiergarten Schönbrunn erstmals Nachwuchs bekommen - und zwar gleich fünffachen. Geschlüpft sind die Küken schon Ende Juni. Zu sehen sind sie aber erst seit Kurzem. Denn das Weibchen mauert sich während der Brutzeit ein und wird nur durch einen schmalen Spalt, den sie offen lässt, von dem Männchen mit Futter versorgt. 

Die Jungtiere sind an ihren leuchtend blauen Augen erkennbar. Heimat der Decken-Tokos, die nach dem Afrika-Forscher Baron Karl Klaus von der Decken benannt sind, sind die Savannen Ostafrikas. Dort setzen sie auf Teamarbeit mit den Südlichen Zwergmangusten, mit denen sie auch im Tiergarten eine Wohngemeinschaft bilden.

 

APA/NORBERT POTENSKY

27. August. Das Panda-Weibchen "Yang Yang" im Tiergarten Schönbrunn betätigt sich jetzt als Malerin. Die mit einem Bambus-Pinsel angefertigten "Kunstwerke" sind Teil eines Crowdfunding-Buchprojekts über die Geschichte der Großen Pandas im Wiener Zoo.

Gemalt wird an einem Gitter hinter den Kulissen, an das "Yang Yang" komme, sobald sie Lust dazu habe. Als Belohnung gibt es Karotten und Süßkartoffeln. So wird "Yang Yang" exakt 100 Bilder gestalten, erhältlich um jeweils 490 Euro mit Echtheitszertifikat.

 

REUTERS

Der geplante Bildband von Zoo-Fotograf Daniel Zupanc soll im Dezember zweisprachig auf Deutsch/Englisch erscheinen und die Geschichte der Pandas in Schönbrunn erzählen: von den ersten Verhandlungen mit China über die Ankunft 2003 in Wien bis hin zu den aktuellen Zwillingen. Für die Finanzierung braucht er 25.000 Euro. Die Gemälde sind auf einer Crowdfunding-Plattform unter www.startnext.com/pandas erhältlich. Zudem gibt es erstmals eine Backstage-Führung zu den Pandas sowie gerahmte Bambus-Stäbe mit Bissspuren.

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23. August. In den Tiergarten Schönbrunn sind wieder Krauskopfpelikane eingezogen. Im März 2017 musste der Wiener Zoo seine Pelikan-Gruppe wegen der Erkrankung an Vogelgrippe einschläfern. In Abstimmung mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) sind nun vier Tiere in den Tiergarten übersiedelt, teilte der Tiergarten am Donnerstag in einer Aussendung mit.

APA/DANIEL ZUPANC

20. August. Seit kurzer Zeit können Besucher des Haus des Meeres in Wien ein Baumskink-Pärchen betrachten. Die olivfarbenen Echsen leben laut einer Aussendung des Aqua Terra Zoos ausschließlich auf den Bäumen Südostasiens und kommen nur auf den Boden, um ihre Eier abzulegen oder wenn sich ihnen keine andere Möglichkeit bietet, den Baum zu wechseln.

Die Neuzugänge teilen sich ihr Gehege im 7. Stock mit einer grünen Baumpyhton. Fürchten müssen sie sich aber nicht vor ihr - sie stehen nicht auf dem Speiseplan der Schlange. Somit kann sich das Baumskink-Pärchen in Ruhe um die Fortpflanzung kümmern. Miteinander "turteln" würden sie bereits, berichtete das Haus des Meeres.

HAUS DES MEERES/GÜNTHER HULLA

8. August. Grüne Schlangensterne sind die neuesten Bewohner im Wiener Haus des Meeres. Die nahen Verwandten der Seesterne, Seeigel und Seegurken zählen zu der Tiergruppe der Stachelhäuter. Die kopflosen Räuber verfügen über fünf biegsame, mit Stacheln besetzte Arme, die in einer fünfeckigen Körperscheibe zusammenlaufen. An deren Unterseite befindet sich ein sternförmiger Mund mit Stachelzähnen.

Günther Hulla / Haus des Meeres

Bei der nächtlichen Jagd auf kleine Fische, Würmer und Krebse verlassen sich die augenlosen Tiere auf ihren Tast- und Geruchssinn. Sollten sie einen ihrer Arme verlieren, wächst dieser in wenigen Tagen wieder nach. Meeresbiologen konnten bereits mehrere tausend Arten von Schlangensternen zählen. Damit sind sie die größte Gruppe innerhalb der Stachelhäuter.

Daniel Abed / Haus des Meeres

7. August.  Die Panda-Zwillinge Fu Feng und Fu Ban haben heute, Dienstag, im Wiener Tiergarten Schönbrunn ihren zweiten Geburtstag gefeiert. Ihre Pfleger überraschten sie mit etwa zwei Dutzend aufwendig verzierten blauen und rosa Geschenkpäckchen. Darin fanden sich Süßkartoffeln, Karotten und Paprika, aber auch spezielle Bambussprossen.

REUTERS

24. Juli: Im Wiener Haus des Meeres gibt es Nachwuchs bei den Sakishima Langschwanzeidechsen. Bisher schlüpften Jungtiere nur im Brutapparat. Diesmal kamen die kleinen Echsen im Terrarium der Elterntiere zur Welt - auch wenn nicht direkt vor den Augen der Besucher, sondern wohl eher unbemerkt im Schutz der Pflanzen. 

Günther Hulla

Die Echsen sind winzig, nur einige Zentimeter groß. Mittlerweile haben sie ihr Geburtsgewicht bereits um ein Vielfaches gesteigert und können ab sofort im Terrarium ihrer Eltern im siebenten Stock beobachtet werden.

Günther Hulla

Die Sakishima Langschwanzeidechsen wohnen normalerweise im Grasland auf den Inseln des japanischen Okinawa-Archipels.

Günther Hulla

12. Juli: Im Wiener Tiergarten Schönbrunn gibt es Nachwuchs bei den Asiatischen Zwergottern. Sie haben Drillinge bekommen.

Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

Die drei Jungtiere sind bereits am 17. Mai zur Welt gekommen, wurden allerdings bis jetzt von ihrer Mutter in einer Höhle großgezogen. Bei der Geburt sind Otter-Junge blind. Erst im Alter von rund 40 Tagen öffnen sich die Augen. Nun hat die kleinen Otter die Neugierde gepackt, und sie verlassen bereits die Höhle.

 

Franz Wunsch

Das Geschlecht der Drillinge ist noch nicht bekannt. In Schönbrunn sind die Zwergotter im Regenwaldhaus zu finden.

Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

Mit einer Länge von maximal 90 Zentimeter ist der Zwergotter die kleinste Otterart. In kleinen Gruppen lebt er an Flüssen, Seen und der Küste Südostasiens. Aufgrund von Lebensraumverlust steht der Asiatische Zwergotter auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten.

 

Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

10. Juli. Zwei Monate waren sie für den Umbau ausquartiert, nun durften die Roten Pandas im Tiergarten Schönbrunn wieder in ihre neu gestaltete Anlage einziehen. Der gepflasterte Besucherweg, der das Gehege umgeben hatte, wurde abgetragen und die Grenzen nach außen verschoben, teilte der Zoo am Dienstag mit.

(c) Norbert Potensky

Die Anlage ist nun mit 166 Quadratmetern um 64 Quadratmeter größer. Durch den Platzgewinn konnte das Klettergerüst erweitert werden. Das Gehege wurde auch neu bepflanzt. "Rote Pandas schätzen vor allem im heißen Sommer schattige Plätze und können sich zwischen den Blättern auch zurückziehen", erklärte Eveline Dungl, die Zoologische Abteilungsleiterin. Denn die Heimat dieser scheuen Tiere sind Berghänge im östlichen Himalaya-Gebiet und Südwesten Chinas.

 

(c) Norbert Potensky

In Schönbrunn lebt ein Pärchen dieser grazilen Tiere. Dungl: "Das Weibchen Mahalia (im Bild; Anm.), das letzte Woche zehn Jahre alt geworden ist, ist unseren Besucherinnen und Besuchern natürlich gut bekannt. Das junge Männchen Manjul hingegen ist kurz vor den Umbauarbeiten zu uns gekommen und direkt in ein Ausweichquartier hinter den Kulissen eingezogen. Manjul können die Besucher somit nun zum ersten Mal sehen."

 

(c) Norbert Potensky

Manjul (im Bild), nepalesisch für "der Hübsche", kam vor etwa drei Monaten auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) aus dem italienischen Zoo Parco Faunistico La Torbiera. Beide hatten im Ausweichquartier Zeit, sich in Ruhe kennenzulernen und verstehen sich gut. Bleibt zu hoffen, dass die beiden auch für Nachwuchs sorgen - da im Freiland nur noch rund 10.000 Rote Pandas leben.

(c) Norbert Potensky

4. Juli. Die Schnee-Eulen im Zoo Schmiding in Krenglbach bei Wels haben flauschigen Nachwuchs bekommen. Und der futtert ordentlich: Frisch geschlüpfte Küken legen beim Gewicht in nur zwei Monaten üblicherweise um das 65-Fache - von 45 auf rund 3000 Gramm - zu und sind dann so schwer wie ihre Eltern. Das berichtete der Zoo in einer Presseaussendung am Mittwoch.

 

Zoo Schmiding

Der Nachwuchs kündigte sich vor 34 Tagen an, als eine Tierpflegerin auf einer Kontrollrunde entdeckte, dass die Schnee-Eulen direkt neben dem Besucherweg ein Nest in einer ausgescharrten Bodenmulde angelegt hatten. Mama Schnee-Eule brütete dort und ließ sich dabei auch von den staunenden Blicken der Vorbeigehenden nicht stören. Am vergangenen Freitag pickte sich der erste Jungvogel aus seinem Ei, mittlerweile sitzen zwei Babys im Nest. Nach etwa drei Wochen werden die Küken zunächst zu Fuß ihre Voliere erkunden, weitere vier Wochen später werden sie flügge.

 

Zoo Schmiding

Schnee-Eulen jagen nicht wie andere Eulen nur bei Nacht, sondern auch bei Tag. Denn in ihrer Heimat, der Arktis, herrscht jeweils ein halbes Jahr Polartag und Polarnacht. Da lohnt sich das Anpassen, wenn man nicht ein halbes Jahr Hunger leiden möchte. Und auch ein wirksamer Kälteschutz muss aufgebaut werden: Bis zu 800 Gramm Fett können die Vögel speichern und ein mit Flaum verdichtetes Federkleid bilden. Auch ihre Beine und Zehen sind dicht mit kurzen Federn besetzt. Diese dienen dort auch als "Schneeschuhe" - mit ausgespreizten Krallen kann die Schnee-Eule sogar auf Pulverschnee laufen, ohne einzusinken.

Zoo Schmiding

2. Juli. Im "Weißen Zoo" in Kernhof bei St. Aegyd am Neuwalde in Niederösterreich sind vor kurzem erneut weiße Tiger-Drillinge geboren worden. Die Babys mit den Namen Emma, Elsa und Elvira "wiegen derzeit circa drei Kilogramm, sind kerngesund und beanspruchen ihre Mama Thalie rund um die Uhr", hieß es vom "Weißen Zoo". Dort sind bereits einige Male Mehrlinge zur Welt gekommen, 2014 sogar Fünflinge.

APA/KAMELTHEATER/WEISSER ZOO

26. Juni. Neues Badebecken für die Flusspferde im Tiergarten Schönbrunn. Dort leben drei Flusspferde: das Weibchen Arca, das 2003 hier geborene Jungtier Kimbuku sowie das Männchen Ali. Ali, von den Tierpflegern liebevoll „Bärli“ genannt, lebt seit 1967 im Tiergarten und ist mit über 50 Jahren das älteste Flusspferd Europas.

(c) DANIEL ZUPANC

Fun-Fact:
Obwohl Flusspferde gut an das Leben im Wasser angepasst sind, sind sie eigentlich Nicht-Schwimmer. Statt zu schwimmen, laufen sie auf dem Gewässergrund.

(c) DANIEL ZUPANC

22. Juni. Ein besonderes "Geburtstagskind" feiert im Wiener Tiergarten Schönbrunn seinen 25er. Giraffenbulle "Kimbar" ist mittlerweile der älteste Giraffenbulle Europas. Es gibt nur eine Handvoll Giraffen, die über 20 Jahre alt sind, berichtet der Zoo.

 

(c) Norbert Potensky

An seinem Geburtstag gab es für "Kimbar" eine kleine Überraschung: sein altersgerechtes Spezialfutter mit hübscher Geburtstagsdekoration. Auch wenn "Kimbar" mittlerweile sehr ruhig geworden sei, beim Futter kenne er kein Pardon, wurde aus dem Tiergarten berichtet. Nur Giraffendame "Rita" durfte von seiner Überraschung mitnaschen. "Carla", das zweite Weibchen, sah lieber aus der Ferne zu.

(c) Norbert Potensky

18. Juni. Nachdem das Geschlecht der zweieinhalb Monate alten Leoparden-Zwillinge Tiergarten Schönbrunn festgestellt worden ist, haben die beiden Jungtiere nun Namen bekommen.

(c) DANIEL ZUPANC

Das Weibchen heißt "Inga", der kleine Kater "Baikal", wie der Zoo mitteilte. Passend zum Herkunftsort der Amurleoparden - den Wäldern der Amur-Region Russlands - hat der russische Botschafter in Österreich, Dmitrij Ljubinskij, die Patenschaft für die Jungtiere übernommen und den Namen für das Männchen ausgesucht.

(c) Herbert Dechant

12. Juni. Vier im April im Tiergarten Schönbrunn geschlüpfte Habichtskäuze sind in den Lainzer Tiergarten gebracht worden, wo sie in Kürze in die "Wildnis" entlassen werden. "Der Habichtskauz ist in Österreich vor vielen Jahrzehnten ausgestorben", sagt Projektleiter Richard Zink von der Vogelwarte der Vetmeduni, der sich um eine Wiederansiedlung bemüht.

 

(c) DANIEL ZUPANC

Ursprünglich hat die Art vermutlich auch in der Nähe des Lainzer Tiergartens gelebt. Nachdem sich die Lebensbedingungen für den Habichtskauz verbessert haben, wurde 2009 ein Wiederansiedlungsprojekt ins Leben gerufen, bei dem jedes Jahr junge Vögel aus Zoos und Zuchtstationen ausgewildert werden. Insgesamt waren es bisher 298 Tiere.

Heuer sind es vier junge Vögel. Im Alter von fünf Wochen wurden die Käuze mit einem Ring markiert, um sie später bei Beobachtungen erkennen zu können. Mittels Federproben wurde das Geschlecht bestimmt. Es sind zwei Weibchen und zwei Männchen.

(c) DANIEL ZUPANC

Mittlerweile sind die Eulen bereits zwei Monate alt und bereit für das große Abenteuer. Die nächsten drei Wochen werden die Käuze in einer Voliere des Forstamts der Stadt Wien mitten im Wald auf die Freilassung vorbereitet, bevor eine Luke geöffnet wird und sie in den Biosphärenpark Wienerwald hinausfliegen. Vorerst verbleiben sie wohl in der Nähe des Freilassungsplatzes und werden noch zugefüttert. Im Laufe des Sommers werden sie dann zu perfekten Mäusejägern und selbstständigen Habichtskäuzen.

Im Bild: Regina Kramer, Kuratorin für Forschung und Artenschutz. 

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7. Juni: Im Wiener Tiergarten Schönbrunn sind Luchs-Zwillinge zur Welt gekommen. Geboren wurden die Jungtiere am 5. Mai, jetzt sind sie für die Besucher zu sehen.

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Die Mutter hat die Zwillinge gut geschützt in einer Hütte großgezogen. Jetzt sind die Kleinen schon aktiv und die Mutter erlaubt es ihnen, das Waldgehege zu erkunden.

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Mit einer Schulterhöhe von bis zu 75 Zentimetern ist der Eurasische Luchs die größte in Europa heimische Katzenart.

(c) Norbert Potensky

Bis zu dieser Größe wird es bei den beiden Luchsbabys allerdings noch ein bisschen dauern.

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17. Mai. Flauschige, schwarz-weiße Federknäuel sind ab sofort im Wiener Tiergarten Schönbrunn zu sehen: Bei den Felsenpinguinen sind seit Mitte April neun Küken geschlüpft. Sechs davon sind nun in der "Kinderstube" im Polarium zu beobachten, die drei Kleinsten werden noch hinter den Kulissen umsorgt, berichtet der Tiergarten.

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Die Küken werden von ihren Eltern großgezogen bis sie das Nest verlassen möchten. Dann übernimmt das Pflegerteam ihre Versorgung. Drei Mal am Tag werden die Küken mit Fisch gefüttert. Mittels Abwägen wird die Gewichtszunahme kontrolliert.

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Noch tragen die kleinen Pinguine ein Dunenkleid, das nicht wasserabweisend ist. Deshalb bewohnen sie einen Bereich ohne Zugang zum Wasserbecken. Erst wenn sie die erste Mauser hinter sich haben, unternehmen sie ihre ersten Schwimmversuche, so der Zoo.

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2. Mai. Die Amurleoparden Ida und Piotr im Tiergarten Schönbrunn haben zum ersten Mal Nachwuchs bekommen. Für den Tiergarten ist es der erste Nachwuchs überhaupt bei dieser bedrohten Tierart. Die beiden Jungtiere sind bereits am 27. März zur Welt gekommen. Aber erst jetzt unternehmen sie ihre ersten Ausflüge in die Innenanlage, berichtete der Tiergarten in einer Aussendung.

 

 

(c) DANIEL ZUPANC

Bei der Geburt waren die Jungtiere blind und hilflos. Im Alter von etwa zwei Wochen haben sie die Augen geöffnet. Nun hat sie die Neugierde gepackt und sie tapsen immer wieder kurz in die Innenanlage.

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2016 ist das Weibchen Ida aus dem Zoo Olmütz nach Schönbrunn übersiedelt, im Vorjahr kam das Männchen Piotr aus dem Moskauer Zoo.

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Der Amurleopard ist vom Aussterben bedroht. In den Wäldern der Amur-Region Russlands leben nur noch etwa 100 Tiere. Der Tiergarten Schönbrunn beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP).

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19. April. Das Uracoan-Klapperschlangenpärchen hat im Wiener Haus des Meeres in der Vorwoche mit Nachwuchs überrascht. Nachdem diese aus einem kleinen Gebiet in Venezuela stammende Spezies fertig entwickelte Jungtiere zur Welt bringt, ist diese Aussage durchaus wörtlich zu nehmen, berichtete der Indoor-Zoo weiter.

Bei den Uracoans handelt es sich um eine hochgiftige Klapperschlange. Ein Biss kann unter anderem zu Lähmungen, Muskelauflösung und akutem Nierenversagen führen. In ihrer natürlichen Umgebung benutzt die Schlange ihr Gift, das sie bei einem blitzschnellen Biss über mächtige Giftzähne injiziert, zum Töten ihrer Beute, die hauptsächlich aus kleinen Säugetieren besteht.

Günther Hulla / Haus des Meeres

Ihr Gift ist aber auch eine wirksame Verteidigungswaffe. Damit es aber gar nicht erst zu einer Konfrontation kommen muss, besitzen fast alle Klapperschlangen am Schwanzende die berühmte Rassel, mit der sie ein lautes rasselndes, klapperndes Geräusch erzeugen können um auf sich aufmerksam zu machen und potenzielle Feinde abzuschrecken. Diese Rassel besteht aus Kapseln verhornter Haut, die bei jeder Häutung an der Schwanzspitze zurückbleiben und so Stück für Stück länger wird.

Günther Hulla / Haus des Meeres

Das in Wien-Mariahilf angesiedelte Uracoan-Pärchen (im Bild die Mutter) stammt übrigens aus einer Beschlagnahmung. Im ersten Stock im Haus des Meeres können die Jungtiere in einem kleinen Babybecken innerhalb des Terrariums ihrer Eltern bewundert werden.

Günther Hulla / Haus des Meeres

12. April. Der Elefantenbulle Shaka aus dem Tiergarten Schönbrunn hat in einem Container die Reise nach England angetreten. Der vier Tonnen schwere "Passagier" wird künftig in der Noah's Ark Zoo Farm in der Nähe von Bristol leben. Die Chemie zwischen ihm und seinen Wiener Artgenossinnen habe nicht gestimmt, teilt der Tiergarten mit.

(c) DANIEL ZUPANC

"Shaka kam im Juli 2016 aus dem Zoo Duisburg zu uns, weil dort die Zucht nicht geklappt hat. Der Zuchtbuchführer hoffte damals, dass er vielleicht bei uns bessere Chancen hätte. Aber leider harmonierte Shaka mit unseren Weibchen nicht. Die Chemie hat einfach nicht gestimmt. Deshalb hat der Zuchtbuchführer für ihn einen neuen guten Platz gefunden", sagt Harald Schwammer, der zoologische Leiter des Tiergartens Schönbrunn.

(c) Norbert Potensky

11. April. Die Hundshaie "Pimperl" und "Gauckerl" bewohnen seit kurzem das Atlantiktunnel-Aquarium des Wiener Haus des Meeres.

Mario Schmid / Haus des Meeres

Die beiden Tiere sind etwa einen Meter lang, sie sind portugiesischen Fischern als Makrelenbeifang ins Netz gegangen, bevor sie im Laderaum eines Flugzeuges nach Wien gebracht wurden.

Mario Schmid / Haus des Meeres

Die Haie sind laut Haus des Meeres übrigens nach zwei berühmten Wiener Hunden benannt: "Pimperl" und "Gauckerl" hießen demnach Wolfgang Amadeus Mozarts Schoßhunde.

Die Fische sind beinahe weltweit in allen subtropischen Meeren verbreitet, werden bis zu zwei Meter groß, fressen hauptsächlich Fische und Tintenfische und sind für Menschen ungefährlich. Vor allem in Großbritannien werden die Tiere in großer Zahl zu "Fish and Chips" verarbeitet.

Mario Schmid / Haus des Meeres

3. April. Über Katta-Zwillinge freut man sich im Wiener Tiergarten Schönbrunn. Die aufgeweckten Lemuren zählen jedes Jahr im Frühling zu den ersten Tieren, die für Nachwuchs sorgen. Diesmal kamen die beiden Jungen am 18. März auf die Welt, nun zeigten sie sich erstmals vor der Linse der Tierpark-Fotografen.

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Zwillinge sind bei Kattas keine Seltenheit, für Mutter Ava ist es schon die vierte Zwillingsgeburt in Folge, wie der Tiergarten berichtet.

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In den ersten Tagen hängen die Zwillinge am Bauch ihrer Mutter, danach klettern sie auf ihren Rücken. "In zwei bis drei Wochen fangen sie an, die nähere Umgebung rund um die Mama zu erkunden und zu schauen, was es da Neues gibt", sagt Revierleiter Fredi Maier. 

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