Zooleben

Neues aus den Tiergärten

Neues aus den Tiergärten: Nachdem das Geschlecht der zweieinhalb Monate alten Leoparden-Zwillinge Wiener Tiergarten Schönbrunn feststeht, haben haben sie nun Namen - und einen Paten.

18. Juni. Nachdem das Geschlecht der zweieinhalb Monate alten Leoparden-Zwillinge Tiergarten Schönbrunn festgestellt worden ist, haben die beiden Jungtiere nun Namen bekommen.

(c) DANIEL ZUPANC

Das Weibchen heißt "Inga", der kleine Kater "Baikal", wie der Zoo mitteilte. Passend zum Herkunftsort der Amurleoparden - den Wäldern der Amur-Region Russlands - hat der russische Botschafter in Österreich, Dmitrij Ljubinskij, die Patenschaft für die Jungtiere übernommen und den Namen für das Männchen ausgesucht.

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12. Juni. Vier im April im Tiergarten Schönbrunn geschlüpfte Habichtskäuze sind in den Lainzer Tiergarten gebracht worden, wo sie in Kürze in die "Wildnis" entlassen werden. "Der Habichtskauz ist in Österreich vor vielen Jahrzehnten ausgestorben", sagt Projektleiter Richard Zink von der Vogelwarte der Vetmeduni, der sich um eine Wiederansiedlung bemüht.

 

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Ursprünglich hat die Art vermutlich auch in der Nähe des Lainzer Tiergartens gelebt. Nachdem sich die Lebensbedingungen für den Habichtskauz verbessert haben, wurde 2009 ein Wiederansiedlungsprojekt ins Leben gerufen, bei dem jedes Jahr junge Vögel aus Zoos und Zuchtstationen ausgewildert werden. Insgesamt waren es bisher 298 Tiere.

Heuer sind es vier junge Vögel. Im Alter von fünf Wochen wurden die Käuze mit einem Ring markiert, um sie später bei Beobachtungen erkennen zu können. Mittels Federproben wurde das Geschlecht bestimmt. Es sind zwei Weibchen und zwei Männchen.

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Mittlerweile sind die Eulen bereits zwei Monate alt und bereit für das große Abenteuer. Die nächsten drei Wochen werden die Käuze in einer Voliere des Forstamts der Stadt Wien mitten im Wald auf die Freilassung vorbereitet, bevor eine Luke geöffnet wird und sie in den Biosphärenpark Wienerwald hinausfliegen. Vorerst verbleiben sie wohl in der Nähe des Freilassungsplatzes und werden noch zugefüttert. Im Laufe des Sommers werden sie dann zu perfekten Mäusejägern und selbstständigen Habichtskäuzen.

Im Bild: Regina Kramer, Kuratorin für Forschung und Artenschutz. 

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7. Juni: Im Wiener Tiergarten Schönbrunn sind Luchs-Zwillinge zur Welt gekommen. Geboren wurden die Jungtiere am 5. Mai, jetzt sind sie für die Besucher zu sehen.

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Die Mutter hat die Zwillinge gut geschützt in einer Hütte großgezogen. Jetzt sind die Kleinen schon aktiv und die Mutter erlaubt es ihnen, das Waldgehege zu erkunden.

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Mit einer Schulterhöhe von bis zu 75 Zentimetern ist der Eurasische Luchs die größte in Europa heimische Katzenart.

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Bis zu dieser Größe wird es bei den beiden Luchsbabys allerdings noch ein bisschen dauern.

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17. Mai. Flauschige, schwarz-weiße Federknäuel sind ab sofort im Wiener Tiergarten Schönbrunn zu sehen: Bei den Felsenpinguinen sind seit Mitte April neun Küken geschlüpft. Sechs davon sind nun in der "Kinderstube" im Polarium zu beobachten, die drei Kleinsten werden noch hinter den Kulissen umsorgt, berichtet der Tiergarten.

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Die Küken werden von ihren Eltern großgezogen bis sie das Nest verlassen möchten. Dann übernimmt das Pflegerteam ihre Versorgung. Drei Mal am Tag werden die Küken mit Fisch gefüttert. Mittels Abwägen wird die Gewichtszunahme kontrolliert.

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Noch tragen die kleinen Pinguine ein Dunenkleid, das nicht wasserabweisend ist. Deshalb bewohnen sie einen Bereich ohne Zugang zum Wasserbecken. Erst wenn sie die erste Mauser hinter sich haben, unternehmen sie ihre ersten Schwimmversuche, so der Zoo.

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2. Mai. Die Amurleoparden Ida und Piotr im Tiergarten Schönbrunn haben zum ersten Mal Nachwuchs bekommen. Für den Tiergarten ist es der erste Nachwuchs überhaupt bei dieser bedrohten Tierart. Die beiden Jungtiere sind bereits am 27. März zur Welt gekommen. Aber erst jetzt unternehmen sie ihre ersten Ausflüge in die Innenanlage, berichtete der Tiergarten in einer Aussendung.

 

 

(c) DANIEL ZUPANC

Bei der Geburt waren die Jungtiere blind und hilflos. Im Alter von etwa zwei Wochen haben sie die Augen geöffnet. Nun hat sie die Neugierde gepackt und sie tapsen immer wieder kurz in die Innenanlage.

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2016 ist das Weibchen Ida aus dem Zoo Olmütz nach Schönbrunn übersiedelt, im Vorjahr kam das Männchen Piotr aus dem Moskauer Zoo.

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Der Amurleopard ist vom Aussterben bedroht. In den Wäldern der Amur-Region Russlands leben nur noch etwa 100 Tiere. Der Tiergarten Schönbrunn beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP).

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19. April. Das Uracoan-Klapperschlangenpärchen hat im Wiener Haus des Meeres in der Vorwoche mit Nachwuchs überrascht. Nachdem diese aus einem kleinen Gebiet in Venezuela stammende Spezies fertig entwickelte Jungtiere zur Welt bringt, ist diese Aussage durchaus wörtlich zu nehmen, berichtete der Indoor-Zoo weiter.

Bei den Uracoans handelt es sich um eine hochgiftige Klapperschlange. Ein Biss kann unter anderem zu Lähmungen, Muskelauflösung und akutem Nierenversagen führen. In ihrer natürlichen Umgebung benutzt die Schlange ihr Gift, das sie bei einem blitzschnellen Biss über mächtige Giftzähne injiziert, zum Töten ihrer Beute, die hauptsächlich aus kleinen Säugetieren besteht.

Günther Hulla / Haus des Meeres

Ihr Gift ist aber auch eine wirksame Verteidigungswaffe. Damit es aber gar nicht erst zu einer Konfrontation kommen muss, besitzen fast alle Klapperschlangen am Schwanzende die berühmte Rassel, mit der sie ein lautes rasselndes, klapperndes Geräusch erzeugen können um auf sich aufmerksam zu machen und potenzielle Feinde abzuschrecken. Diese Rassel besteht aus Kapseln verhornter Haut, die bei jeder Häutung an der Schwanzspitze zurückbleiben und so Stück für Stück länger wird.

Günther Hulla / Haus des Meeres

Das in Wien-Mariahilf angesiedelte Uracoan-Pärchen (im Bild die Mutter) stammt übrigens aus einer Beschlagnahmung. Im ersten Stock im Haus des Meeres können die Jungtiere in einem kleinen Babybecken innerhalb des Terrariums ihrer Eltern bewundert werden.

Günther Hulla / Haus des Meeres

12. April. Der Elefantenbulle Shaka aus dem Tiergarten Schönbrunn hat in einem Container die Reise nach England angetreten. Der vier Tonnen schwere "Passagier" wird künftig in der Noah's Ark Zoo Farm in der Nähe von Bristol leben. Die Chemie zwischen ihm und seinen Wiener Artgenossinnen habe nicht gestimmt, teilt der Tiergarten mit.

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"Shaka kam im Juli 2016 aus dem Zoo Duisburg zu uns, weil dort die Zucht nicht geklappt hat. Der Zuchtbuchführer hoffte damals, dass er vielleicht bei uns bessere Chancen hätte. Aber leider harmonierte Shaka mit unseren Weibchen nicht. Die Chemie hat einfach nicht gestimmt. Deshalb hat der Zuchtbuchführer für ihn einen neuen guten Platz gefunden", sagt Harald Schwammer, der zoologische Leiter des Tiergartens Schönbrunn.

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11. April. Die Hundshaie "Pimperl" und "Gauckerl" bewohnen seit kurzem das Atlantiktunnel-Aquarium des Wiener Haus des Meeres.

Mario Schmid / Haus des Meeres

Die beiden Tiere sind etwa einen Meter lang, sie sind portugiesischen Fischern als Makrelenbeifang ins Netz gegangen, bevor sie im Laderaum eines Flugzeuges nach Wien gebracht wurden.

Mario Schmid / Haus des Meeres

Die Haie sind laut Haus des Meeres übrigens nach zwei berühmten Wiener Hunden benannt: "Pimperl" und "Gauckerl" hießen demnach Wolfgang Amadeus Mozarts Schoßhunde.

Die Fische sind beinahe weltweit in allen subtropischen Meeren verbreitet, werden bis zu zwei Meter groß, fressen hauptsächlich Fische und Tintenfische und sind für Menschen ungefährlich. Vor allem in Großbritannien werden die Tiere in großer Zahl zu "Fish and Chips" verarbeitet.

Mario Schmid / Haus des Meeres

3. April. Über Katta-Zwillinge freut man sich im Wiener Tiergarten Schönbrunn. Die aufgeweckten Lemuren zählen jedes Jahr im Frühling zu den ersten Tieren, die für Nachwuchs sorgen. Diesmal kamen die beiden Jungen am 18. März auf die Welt, nun zeigten sie sich erstmals vor der Linse der Tierpark-Fotografen.

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Zwillinge sind bei Kattas keine Seltenheit, für Mutter Ava ist es schon die vierte Zwillingsgeburt in Folge, wie der Tiergarten berichtet.

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In den ersten Tagen hängen die Zwillinge am Bauch ihrer Mutter, danach klettern sie auf ihren Rücken. "In zwei bis drei Wochen fangen sie an, die nähere Umgebung rund um die Mama zu erkunden und zu schauen, was es da Neues gibt", sagt Revierleiter Fredi Maier. 

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29. März. Tennis-Star Dominic Thiem hat seine Verletzungspause für einen Besuch im Wiener Tiergarten Schönbrunn genutzt. Dort ist er seit 2016 Pate von Ameisenbärin "Ilse". Der 24-Jährige fütterte sein Patentier mit Mehlwürmern und einem Joghurt-Eidotter-Gemisch.

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Dann verabreichte er Panzernashorn-Weibchen "Sundari" eine Extraportion Bananen. Thiem hat sich Mitte März in Indian Wells eine Verletzung des rechten Knöchels zugezogen und kann derzeit nicht trainieren.

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Im Wiener Tiergarten Schönbrunn hat es Nachwuchs bei den Bärenstummelaffen gegeben. Anfang März kam das Männchen Togo zur Welt, mittlerweile ist es 400 Gramm schwer.

(c) Norbert Potensky

Im Freiland sind Bärenstummelaffen bedroht, in Zoos werden sie selten gehalten. Umso größer ist die Freude über das Jungtier in Schönbrunn.

 

(c) Norbert Potensky

Der kleine Togo blickt noch etwas skeptisch in die Welt und klammert sich fest an seine Mutter. Erhascht man einen Blick auf ihn, wundert man sich wahrscheinlich über sein Äußeres. "Bei der Geburt sind Bärenstummelaffen weiß und haben eine maskenhaft schwarze Partie um die Augen. Erst im Alter von drei Monaten färben sich die Jungtiere auf das glänzend schwarze Fell um", erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter in einer Aussendung.

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11. März. Die Krokodile im Wiener Haus des Meeres mögen auf Beobachter so träge wirken, wie es für ihre Art nun einmal typisch ist. Wenn es darauf ankommt - und ums Futtern geht -, können sie aber auch anders: "Unsere Gaviale kommen auf Zuruf und machen 'Sitz'", schilderte Direktor Michael Mitic die Früchte der "Krokodilschule" in seinem Haus, die den Reptilien Abwechslung im Zoo-Alltag bringen soll.

Im Vergleich zu Schlangen oder Schildkröten seien Krokodile nicht nur besonders klug, sondern auch äußerst lernbereit - "quasi die Hunde unter den Reptilien", meint Mitic. Sie erlernen relativ schnell Kommandos, die den Umgang mit ihnen vereinfachen und auch zur Arbeitssicherheit beitragen.

APA/HAUS DES MEERES/MARIO SCHMID

Die beiden Sunda-Gaviale Adam und Eva werden mehrmals wöchentlich trainiert. Zum Einsatz kommen ein farblich markierter Stab, der die Richtung vorgibt, und ein Clicker, wie beim Hundetraining. Wenn der Gavial kommt und mit der Nase den Stab berührt, gibt's ein Leckerli. Adam und Eva könnten so stressfrei an jeden Ort ihrer Anlage manövriert werden, sagte Mitic. Die beiden können auch zwischen ihren Namen unterscheiden. "Wenn seine Pflegerin ihn ruft, begibt sich Adam aus jedem beliebigen Eck der Anlage mit seinen gut 300 Kilogramm auf direktem Weg zu ihr." Wer Adam und Eva in Aktion sehen möchte, sollte sich die wöchentliche Fütterung am Samstag (9.30 Uhr) nicht entgehen lassen.

Haus des Meeres

10. März. Im Wiener Tiergarten Schönbrunn gibt es eine neue Affenart. Seit vergangenem Freitag leben Weißgesichtssakis im historischen Affenhaus. Die drei Brüder stammen aus dem Tierpark Hagenbeck in Hamburg.

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Weißgesichtssakis können bis zu zehn Meter weit springen. Deshalb werden sie in ihrer Heimat auch "fliegende Affen" genannt.

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22. Februar. Ein Vikunja hat im Tiergarten Schönbrunn in Wien das Licht der Welt erblickt. "Vikunjas sind die kleinste Kamelart. Sie leben in den südamerikanischen Anden in Höhen von bis zu 5500 Metern", erklärt Zoodirektorin Dagmar Schratter. Das Jungtier "Sandro" kommt deshalb mit den derzeit vorherrschenden kalten Temperaturen und dem Schnee sehr gut zurecht.

 

APA/NORBERT POTENSKY

Vikunjas waren im Freiland beinahe ausgerottet. Durch Schutzmaßnahmen gibt es wieder rund 350.000 Tiere. In Zoos werden sie im Rahmen eines Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) gezüchtet.

APA/NORBERT POTENSKY

15. Februar. Zoo Schmiding in Krenglbach bei Wels freut sich über die Geburt eines Giraffenbabys: Die Entbindung verlief komplikationslos, nach 50 Minuten stand das Kälbchen auf den eigenen vier Beinen. Der Tiergarten war auf das freudige Ereignis gut vorbereitet, da eine Tierpflegerin Vater Noel und Mama Samira beim Zeugungsakt beobachtet hatte und so die Geburt ziemlich genau berechnet werden konnte.

 

APA/ZOO SCHMIDING

Der Zoo öffnet heuer erstmals schon in den Semesterferien die Pforten seiner Außenbereiche für Besucher. Da das Neugeborene bereits in einigen Tagen fit genug für Freigänge sein dürfte, können Tierfreunde ab dem Wochenende - am ehesten um die Mittagszeit - die komplette Familienidylle der Giraffen, zu der auch das sechs Monate Halbgeschwisterchen Nabo zählt, bestaunen.

APA/ZOO SCHMIDING

15. Februar. Die Hippos im Wiener Tiergarten Schönbrunn werden besonders verwöhnt. Anlass für die Extraportion Äpfel ...

(c) DANIEL ZUPANC

... und eine entspannende Mauldusche ist der Welttag der Flusspferde.

 

 

(c) DANIEL ZUPANC

In der Außenanlage entsteht derzeit ein neues Badebecken, im Frühsommer soll es fertig sein. Es wird mit 390 statt 160 Quadratmetern wesentlich größer als das alte.

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26. Jänner. In der Tierwelt Herberstein in der Oststeiermark ist Anfang der Woche ein Barockesel geboren worden. Weltweit sind nur etwa 250 Exemplare der weißen Esel bekannt, umso erfreulicher sei der seltene Zuchterfolg. Er soll der Grundstein für eine "Herberstein-Linie" sein, erklärte der Zoologische Leiter Reinhard Pichler.

 

Tierwelt Herberstein

Das 18 Kilogramm schwere Eselfohlen, das auf den Namen "Athos" hören soll, bezaubert mit blauen Augen und hellgelbem Fell. In Zeiten der österreichisch-ungarischen Monarchie wurden Barockesel aus Liebhaberei gezüchtet und als Haustier für bessergestellte Herrschaften gehalten, so der Tierpark in einer Aussendung. In den 1980er-Jahren wurden unter dem Bestand in Herberstein weiße Esel ausgemacht.

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23. Jänner. Im Tiergarten Schönbrunn in Wien ist im Aquarien-Terrarienhaus ein neuer Quallenkreisel zu bewundern. "Immer mehr Aquarienhäuser setzen diese besonderen Tiere in Szene“, sagt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Begonnen hat damit Japan, wo noch heute die größten Quallenexperten sitzen.

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Auch der neue Kreisel ist eine Spezialanfertigung aus Japan. Er fasst 1500 Liter, das Wasser fließt kreisförmig, weil Quallen immer in Bewegung gehalten werden müssen - wie in der Meeresströmung, die es mit aufwendiger Technik zu simulieren gilt.

Für Schönbrunn ist dies nun der vierte Quallenkreisel im Schaubereich. Im neuen Kreisel gleiten derzeit Pazifische Kompassquallen auf und ab, deren Schirm bereits über 30 Zentimeter groß ist.

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18. Jänner. Für Faultier-Weibchen Alberta im Tiergarten Schönbrunn hat es sich ausgefaulenzt: Am 22. Dezember hat sie ein Jungtier zur Welt gebracht. Das Kleine liegt auf seiner Mutter wie in einer gemütlichen Hängematte und gab sich bisher etwas fotoscheu, hieß es am Donnerstag aus dem Wiener Zoo. Mindestens 14 Stunden am Tag dösen die Faultiere in Schönbrunn vor sich hin. Um das Jungtier zu sehen, das sich im Fell am Bauch der Mutter festklammert, braucht man noch etwas Geduld. 

 

(c) Tiergarten Schönbrunn / Daniel Zupanc

Zweifingerfaultiere sind in den Regenwäldern Südamerikas heimisch. Sie verbringen ihr Leben kopfüber in Bäumen hängend. Ihre langen, gebogenen Krallen geben ihnen in den Ästen Halt. Ihr ganzes - auch ihre Entwicklung. Aufgrund des geringen Nährwerts ihrer Nahrung - meist Pflanzenkost wie Blätter - ist ihre Lebensweise auf Energiesparen ausgerichtet. Erst im Alter von etwa einem halben Jahr fangen die Jungtiere an, selbst auf einem Ast zu hängen. 

(c) Tiergarten Schönbrunn / Daniel Zupanc

Das Jungtier wird derzeit noch gesäugt. Mutter Alberta zeigt ihrem Kleinen aber bereits, wie man Salat knabbert. Fürsorglich kümmert sich die erfahrene Mutter um ihr Baby. Vater Einstein genießt hingegen weiterhin ungestört sein Faultier-Dasein.

 

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15. Jänner. Über den Schnee n Wien haben sich die Panda-Zwillinge im Tiergarten Schönbrunn besonders gefreut. "Große Pandas und Schnee sind eine perfekte Kombination", wird Zoologin Eveline Dungl in einer Aussendung des Tiergartens zitiert. "Wenn Schnee liegt, spielen sie ausgelassen, wälzen sich in der weißen Pracht und klettern neugierig auf den tiefwinterlichen Baumstämmen herum."

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Die eineinhalb Jahre alten Zwillinge sind noch sehr verspielt, aber nicht nur die beiden. Auch Panda-Mutter Yang Yang tollte im Schnee. "Obwohl Yang Yang heuer schon 18 Jahre alt wird, ist sie bei Schnee sehr aktiv, natürlich gefördert durch die Jungtiere. Sie wirkt dann fast noch jugendlich". Vom gemächlichen Panda-Dasein mit Fressen und Schlafen war am verschneiten Wintertag keine Spur. "Der Schnee zwirbelt sie so richtig auf."

 

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Große Pandas leben in den Bergwäldern im Südosten Chinas. An Kälte und Schnee sind sie sehr gut angepasst. "Pandas haben ein dichtes Fell, das sie warm hält. Ihre Pfoten sind sogar auf der Sohle mit Fell bedeckt. Das verhindert auch ein Ausrutschen auf Schnee und Eis", sagte Dungl. Der Anblick der Panda-Mutter, die mit ihren Zwillingen im Schnee spielte, erfreute auch die Zoobesucher.

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9. Jänner. Die Elefantenherde im Tiergarten Schönbrunn hat am Dienstag ein besonderes Frühstück serviert bekommen. Die Dickhäuter verspeisten den Christbaum, der zuvor vor dem Schloss gefällt worden war.

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"Natürlich schmecken ihnen die frischen Nadeln und die dünnen Äste am besten. Aber sie werden den Baum bis auf den dicken Stamm noch restlos verputzen", sagte Direktorin Dagmar Schratter.

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8. Jänner. Die Anakondas im Wiener Haus des Meeres sind in ihr neues Großraumterrarium übersiedelt. Besucher können dabei durch eine um 45 Grad geneigte, pultartige Sichtscheibe auch in den rund 7000 Liter umfassenden Unterwasserteil sehen. "Man fühlt sich mitten drin durch diesen sagenhaften Einblickwinkel", hieß es in einer Aussendung. Die Schlangen wurden zum Übersiedeln in große Stoffsäcke gepackt. Dies ist laut den Betreibern für die Tiere wesentlich stressfreier, als wenn sie händisch getragen worden wären.

 

(c) Günther Hulla / Haus des Meeres

Anakondas zählen zu den schwersten und längsten Schlangen. Sie kommen in Südamerika vor und können fast neun Meter lang und 200 Kilogramm schwer werden. Das größere Exemplar im Haus des Meeres wiegt derzeit bei einer Länge von fünf Metern 80 Kilogramm. "Unsere zwei haben jetzt Platz, sich auszuwachsen", so die Aussendung.

(c) Günther Hulla / Haus des Meeres

5. Jänner. Trillern, quietschen, pfeifen: Die Weißkopf-Sakis im Wiener Haus des Meeres verständigen sich mit Hilfe von verschiedenen Lauten. Nicht selten kommt es bei den zwei Brüdern dabei zu unüberhörbaren Diskussionen. Untersuchungen von Biologiestudenten der Uni Wien haben nun gezeigt, dass offenbar gilt: Wer am lautesten schreit, hat Recht.

Haus des Meeres

Weißkopf-Sakis sind mittelgroße Affen, die im nördlichen Teil Südamerikas vorkommen. Zwei dieser Tiere leben im Tropenhaus im Haus des Meeres und sind Teil eines europaweiten Nachzuchtprojekts. Den Mitarbeitern fiel auf, dass sich die beiden Brüder recht angeregt mit Lauten verständigten. Untersuchungen dazu waren bis dato nicht bekannt, deshalb wurde die Erforschung der Lautäußerungen an eine Gruppe von Biologiestudenten der Universität Wien übertragen.

 

Haus des Meeres

Erste Ergebnisse liegen nun vor. Es können tatsächlich zumindest drei verschiedene Typen von Lauten unterschieden werden, die man grob in ein Trillern, ein Quietschen und in ein Pfeifen durch die Nase einteilen kann. Teilweise können die Laute sogar typischen Verhaltensweisen zugeordnet werden, aber nicht immer, meinte die Studentin Michelle Pelz. Hier sind noch weiterführende Untersuchungen in unterschiedlichen Frequenzbereichen notwendig, um mögliche Auffälligkeiten zu entdecken.

Eines ist klar: Getrillert wird am meisten, und da ist es mit Abstand der dominantere der beiden Brüder, der sich hervortut. Damit dürfte auch bei den Sakis gelten, was für Menschen immer wieder behauptet wird: Wer am lautesten schreit, hat Recht - und schafft an.

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4. Jänner. Mit zwei Westlichen Gabunvipern sind vor dem Jahreswechsel spannende neue Bewohner im Tiergarten Schönbrunn in Wien eingezogen. "Die Westliche Gabunviper ist die schwerste Giftschlange. Ihr muskulöser Körper bringt bei einer Länge von zwei Metern über zehn Kilogramm auf die Waage. Außerdem ist sie die Giftschlange mit den längsten Giftzähnen", berichtete Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

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"Die Giftzähne können rund fünf Zentimeter lang werden", erklärt Schratter. Auf dem Speiseplan der Gabunviper stehen Ratten, Mäuse und andere Nagetiere. Mit über 85 km/h schießt die Gabunviper auf ihre Beute zu und schlägt ihre Giftzähne in sie.

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Nicht gefährlich werden die Gabunvipern ihren Mitbewohnern, den Grünen Baumeidechsen, die in den Bäumen des Terrariums leben. Auch sie sind erstmals im Tiergarten zu sehen.

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