Zooleben

Neues aus den Tiergärten

Neues aus den Tiergärten: Vor 15 Jahren gab es das letzte Mal Nachwuchs bei den Asiatischen Zwergottern in Schönbrunn. Nun wurden gleich Drillinge geboren.

12. Juli: Im Wiener Tiergarten Schönbrunn gibt es Nachwuchs bei den Asiatischen Zwergottern. Sie haben Drillinge bekommen.

Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

Die drei Jungtiere sind bereits am 17. Mai zur Welt gekommen, wurden allerdings bis jetzt von ihrer Mutter in einer Höhle großgezogen. Bei der Geburt sind Otter-Junge blind. Erst im Alter von rund 40 Tagen öffnen sich die Augen. Nun hat die kleinen Otter die Neugierde gepackt, und sie verlassen bereits die Höhle.

 

Franz Wunsch

Das Geschlecht der Drillinge ist noch nicht bekannt. In Schönbrunn sind die Zwergotter im Regenwaldhaus zu finden.

Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

Mit einer Länge von maximal 90 Zentimeter ist der Zwergotter die kleinste Otterart. In kleinen Gruppen lebt er an Flüssen, Seen und der Küste Südostasiens. Aufgrund von Lebensraumverlust steht der Asiatische Zwergotter auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten.

 

Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

10. Juli. Zwei Monate waren sie für den Umbau ausquartiert, nun durften die Roten Pandas im Tiergarten Schönbrunn wieder in ihre neu gestaltete Anlage einziehen. Der gepflasterte Besucherweg, der das Gehege umgeben hatte, wurde abgetragen und die Grenzen nach außen verschoben, teilte der Zoo am Dienstag mit.

(c) Norbert Potensky

Die Anlage ist nun mit 166 Quadratmetern um 64 Quadratmeter größer. Durch den Platzgewinn konnte das Klettergerüst erweitert werden. Das Gehege wurde auch neu bepflanzt. "Rote Pandas schätzen vor allem im heißen Sommer schattige Plätze und können sich zwischen den Blättern auch zurückziehen", erklärte Eveline Dungl, die Zoologische Abteilungsleiterin. Denn die Heimat dieser scheuen Tiere sind Berghänge im östlichen Himalaya-Gebiet und Südwesten Chinas.

 

(c) Norbert Potensky

In Schönbrunn lebt ein Pärchen dieser grazilen Tiere. Dungl: "Das Weibchen Mahalia (im Bild; Anm.), das letzte Woche zehn Jahre alt geworden ist, ist unseren Besucherinnen und Besuchern natürlich gut bekannt. Das junge Männchen Manjul hingegen ist kurz vor den Umbauarbeiten zu uns gekommen und direkt in ein Ausweichquartier hinter den Kulissen eingezogen. Manjul können die Besucher somit nun zum ersten Mal sehen."

 

(c) Norbert Potensky

Manjul (im Bild), nepalesisch für "der Hübsche", kam vor etwa drei Monaten auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) aus dem italienischen Zoo Parco Faunistico La Torbiera. Beide hatten im Ausweichquartier Zeit, sich in Ruhe kennenzulernen und verstehen sich gut. Bleibt zu hoffen, dass die beiden auch für Nachwuchs sorgen - da im Freiland nur noch rund 10.000 Rote Pandas leben.

(c) Norbert Potensky

4. Juli. Die Schnee-Eulen im Zoo Schmiding in Krenglbach bei Wels haben flauschigen Nachwuchs bekommen. Und der futtert ordentlich: Frisch geschlüpfte Küken legen beim Gewicht in nur zwei Monaten üblicherweise um das 65-Fache - von 45 auf rund 3000 Gramm - zu und sind dann so schwer wie ihre Eltern. Das berichtete der Zoo in einer Presseaussendung am Mittwoch.

 

Zoo Schmiding

Der Nachwuchs kündigte sich vor 34 Tagen an, als eine Tierpflegerin auf einer Kontrollrunde entdeckte, dass die Schnee-Eulen direkt neben dem Besucherweg ein Nest in einer ausgescharrten Bodenmulde angelegt hatten. Mama Schnee-Eule brütete dort und ließ sich dabei auch von den staunenden Blicken der Vorbeigehenden nicht stören. Am vergangenen Freitag pickte sich der erste Jungvogel aus seinem Ei, mittlerweile sitzen zwei Babys im Nest. Nach etwa drei Wochen werden die Küken zunächst zu Fuß ihre Voliere erkunden, weitere vier Wochen später werden sie flügge.

 

Zoo Schmiding

Schnee-Eulen jagen nicht wie andere Eulen nur bei Nacht, sondern auch bei Tag. Denn in ihrer Heimat, der Arktis, herrscht jeweils ein halbes Jahr Polartag und Polarnacht. Da lohnt sich das Anpassen, wenn man nicht ein halbes Jahr Hunger leiden möchte. Und auch ein wirksamer Kälteschutz muss aufgebaut werden: Bis zu 800 Gramm Fett können die Vögel speichern und ein mit Flaum verdichtetes Federkleid bilden. Auch ihre Beine und Zehen sind dicht mit kurzen Federn besetzt. Diese dienen dort auch als "Schneeschuhe" - mit ausgespreizten Krallen kann die Schnee-Eule sogar auf Pulverschnee laufen, ohne einzusinken.

Zoo Schmiding

2. Juli. Im "Weißen Zoo" in Kernhof bei St. Aegyd am Neuwalde in Niederösterreich sind vor kurzem erneut weiße Tiger-Drillinge geboren worden. Die Babys mit den Namen Emma, Elsa und Elvira "wiegen derzeit circa drei Kilogramm, sind kerngesund und beanspruchen ihre Mama Thalie rund um die Uhr", hieß es vom "Weißen Zoo". Dort sind bereits einige Male Mehrlinge zur Welt gekommen, 2014 sogar Fünflinge.

APA/KAMELTHEATER/WEISSER ZOO

26. Juni. Neues Badebecken für die Flusspferde im Tiergarten Schönbrunn. Dort leben drei Flusspferde: das Weibchen Arca, das 2003 hier geborene Jungtier Kimbuku sowie das Männchen Ali. Ali, von den Tierpflegern liebevoll „Bärli“ genannt, lebt seit 1967 im Tiergarten und ist mit über 50 Jahren das älteste Flusspferd Europas.

(c) DANIEL ZUPANC

Fun-Fact:
Obwohl Flusspferde gut an das Leben im Wasser angepasst sind, sind sie eigentlich Nicht-Schwimmer. Statt zu schwimmen, laufen sie auf dem Gewässergrund.

(c) DANIEL ZUPANC

22. Juni. Ein besonderes "Geburtstagskind" feiert im Wiener Tiergarten Schönbrunn seinen 25er. Giraffenbulle "Kimbar" ist mittlerweile der älteste Giraffenbulle Europas. Es gibt nur eine Handvoll Giraffen, die über 20 Jahre alt sind, berichtet der Zoo.

 

(c) Norbert Potensky

An seinem Geburtstag gab es für "Kimbar" eine kleine Überraschung: sein altersgerechtes Spezialfutter mit hübscher Geburtstagsdekoration. Auch wenn "Kimbar" mittlerweile sehr ruhig geworden sei, beim Futter kenne er kein Pardon, wurde aus dem Tiergarten berichtet. Nur Giraffendame "Rita" durfte von seiner Überraschung mitnaschen. "Carla", das zweite Weibchen, sah lieber aus der Ferne zu.

(c) Norbert Potensky

18. Juni. Nachdem das Geschlecht der zweieinhalb Monate alten Leoparden-Zwillinge Tiergarten Schönbrunn festgestellt worden ist, haben die beiden Jungtiere nun Namen bekommen.

(c) DANIEL ZUPANC

Das Weibchen heißt "Inga", der kleine Kater "Baikal", wie der Zoo mitteilte. Passend zum Herkunftsort der Amurleoparden - den Wäldern der Amur-Region Russlands - hat der russische Botschafter in Österreich, Dmitrij Ljubinskij, die Patenschaft für die Jungtiere übernommen und den Namen für das Männchen ausgesucht.

(c) Herbert Dechant

12. Juni. Vier im April im Tiergarten Schönbrunn geschlüpfte Habichtskäuze sind in den Lainzer Tiergarten gebracht worden, wo sie in Kürze in die "Wildnis" entlassen werden. "Der Habichtskauz ist in Österreich vor vielen Jahrzehnten ausgestorben", sagt Projektleiter Richard Zink von der Vogelwarte der Vetmeduni, der sich um eine Wiederansiedlung bemüht.

 

(c) DANIEL ZUPANC

Ursprünglich hat die Art vermutlich auch in der Nähe des Lainzer Tiergartens gelebt. Nachdem sich die Lebensbedingungen für den Habichtskauz verbessert haben, wurde 2009 ein Wiederansiedlungsprojekt ins Leben gerufen, bei dem jedes Jahr junge Vögel aus Zoos und Zuchtstationen ausgewildert werden. Insgesamt waren es bisher 298 Tiere.

Heuer sind es vier junge Vögel. Im Alter von fünf Wochen wurden die Käuze mit einem Ring markiert, um sie später bei Beobachtungen erkennen zu können. Mittels Federproben wurde das Geschlecht bestimmt. Es sind zwei Weibchen und zwei Männchen.

(c) DANIEL ZUPANC

Mittlerweile sind die Eulen bereits zwei Monate alt und bereit für das große Abenteuer. Die nächsten drei Wochen werden die Käuze in einer Voliere des Forstamts der Stadt Wien mitten im Wald auf die Freilassung vorbereitet, bevor eine Luke geöffnet wird und sie in den Biosphärenpark Wienerwald hinausfliegen. Vorerst verbleiben sie wohl in der Nähe des Freilassungsplatzes und werden noch zugefüttert. Im Laufe des Sommers werden sie dann zu perfekten Mäusejägern und selbstständigen Habichtskäuzen.

Im Bild: Regina Kramer, Kuratorin für Forschung und Artenschutz. 

(c) DANIEL ZUPANC

7. Juni: Im Wiener Tiergarten Schönbrunn sind Luchs-Zwillinge zur Welt gekommen. Geboren wurden die Jungtiere am 5. Mai, jetzt sind sie für die Besucher zu sehen.

(c) Norbert Potensky

Die Mutter hat die Zwillinge gut geschützt in einer Hütte großgezogen. Jetzt sind die Kleinen schon aktiv und die Mutter erlaubt es ihnen, das Waldgehege zu erkunden.

(c) DANIEL ZUPANC

Mit einer Schulterhöhe von bis zu 75 Zentimetern ist der Eurasische Luchs die größte in Europa heimische Katzenart.

(c) Norbert Potensky

Bis zu dieser Größe wird es bei den beiden Luchsbabys allerdings noch ein bisschen dauern.

(c) Norbert Potensky

17. Mai. Flauschige, schwarz-weiße Federknäuel sind ab sofort im Wiener Tiergarten Schönbrunn zu sehen: Bei den Felsenpinguinen sind seit Mitte April neun Küken geschlüpft. Sechs davon sind nun in der "Kinderstube" im Polarium zu beobachten, die drei Kleinsten werden noch hinter den Kulissen umsorgt, berichtet der Tiergarten.

(c) DANIEL ZUPANC

Die Küken werden von ihren Eltern großgezogen bis sie das Nest verlassen möchten. Dann übernimmt das Pflegerteam ihre Versorgung. Drei Mal am Tag werden die Küken mit Fisch gefüttert. Mittels Abwägen wird die Gewichtszunahme kontrolliert.

(c) DANIEL ZUPANC

Noch tragen die kleinen Pinguine ein Dunenkleid, das nicht wasserabweisend ist. Deshalb bewohnen sie einen Bereich ohne Zugang zum Wasserbecken. Erst wenn sie die erste Mauser hinter sich haben, unternehmen sie ihre ersten Schwimmversuche, so der Zoo.

(c) DANIEL ZUPANC

2. Mai. Die Amurleoparden Ida und Piotr im Tiergarten Schönbrunn haben zum ersten Mal Nachwuchs bekommen. Für den Tiergarten ist es der erste Nachwuchs überhaupt bei dieser bedrohten Tierart. Die beiden Jungtiere sind bereits am 27. März zur Welt gekommen. Aber erst jetzt unternehmen sie ihre ersten Ausflüge in die Innenanlage, berichtete der Tiergarten in einer Aussendung.

 

 

(c) DANIEL ZUPANC

Bei der Geburt waren die Jungtiere blind und hilflos. Im Alter von etwa zwei Wochen haben sie die Augen geöffnet. Nun hat sie die Neugierde gepackt und sie tapsen immer wieder kurz in die Innenanlage.

(c) DANIEL ZUPANC

2016 ist das Weibchen Ida aus dem Zoo Olmütz nach Schönbrunn übersiedelt, im Vorjahr kam das Männchen Piotr aus dem Moskauer Zoo.

(c) DANIEL ZUPANC

Der Amurleopard ist vom Aussterben bedroht. In den Wäldern der Amur-Region Russlands leben nur noch etwa 100 Tiere. Der Tiergarten Schönbrunn beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP).

(c) Norbert Potensky

19. April. Das Uracoan-Klapperschlangenpärchen hat im Wiener Haus des Meeres in der Vorwoche mit Nachwuchs überrascht. Nachdem diese aus einem kleinen Gebiet in Venezuela stammende Spezies fertig entwickelte Jungtiere zur Welt bringt, ist diese Aussage durchaus wörtlich zu nehmen, berichtete der Indoor-Zoo weiter.

Bei den Uracoans handelt es sich um eine hochgiftige Klapperschlange. Ein Biss kann unter anderem zu Lähmungen, Muskelauflösung und akutem Nierenversagen führen. In ihrer natürlichen Umgebung benutzt die Schlange ihr Gift, das sie bei einem blitzschnellen Biss über mächtige Giftzähne injiziert, zum Töten ihrer Beute, die hauptsächlich aus kleinen Säugetieren besteht.

Günther Hulla / Haus des Meeres

Ihr Gift ist aber auch eine wirksame Verteidigungswaffe. Damit es aber gar nicht erst zu einer Konfrontation kommen muss, besitzen fast alle Klapperschlangen am Schwanzende die berühmte Rassel, mit der sie ein lautes rasselndes, klapperndes Geräusch erzeugen können um auf sich aufmerksam zu machen und potenzielle Feinde abzuschrecken. Diese Rassel besteht aus Kapseln verhornter Haut, die bei jeder Häutung an der Schwanzspitze zurückbleiben und so Stück für Stück länger wird.

Günther Hulla / Haus des Meeres

Das in Wien-Mariahilf angesiedelte Uracoan-Pärchen (im Bild die Mutter) stammt übrigens aus einer Beschlagnahmung. Im ersten Stock im Haus des Meeres können die Jungtiere in einem kleinen Babybecken innerhalb des Terrariums ihrer Eltern bewundert werden.

Günther Hulla / Haus des Meeres

12. April. Der Elefantenbulle Shaka aus dem Tiergarten Schönbrunn hat in einem Container die Reise nach England angetreten. Der vier Tonnen schwere "Passagier" wird künftig in der Noah's Ark Zoo Farm in der Nähe von Bristol leben. Die Chemie zwischen ihm und seinen Wiener Artgenossinnen habe nicht gestimmt, teilt der Tiergarten mit.

(c) DANIEL ZUPANC

"Shaka kam im Juli 2016 aus dem Zoo Duisburg zu uns, weil dort die Zucht nicht geklappt hat. Der Zuchtbuchführer hoffte damals, dass er vielleicht bei uns bessere Chancen hätte. Aber leider harmonierte Shaka mit unseren Weibchen nicht. Die Chemie hat einfach nicht gestimmt. Deshalb hat der Zuchtbuchführer für ihn einen neuen guten Platz gefunden", sagt Harald Schwammer, der zoologische Leiter des Tiergartens Schönbrunn.

(c) Norbert Potensky

11. April. Die Hundshaie "Pimperl" und "Gauckerl" bewohnen seit kurzem das Atlantiktunnel-Aquarium des Wiener Haus des Meeres.

Mario Schmid / Haus des Meeres

Die beiden Tiere sind etwa einen Meter lang, sie sind portugiesischen Fischern als Makrelenbeifang ins Netz gegangen, bevor sie im Laderaum eines Flugzeuges nach Wien gebracht wurden.

Mario Schmid / Haus des Meeres

Die Haie sind laut Haus des Meeres übrigens nach zwei berühmten Wiener Hunden benannt: "Pimperl" und "Gauckerl" hießen demnach Wolfgang Amadeus Mozarts Schoßhunde.

Die Fische sind beinahe weltweit in allen subtropischen Meeren verbreitet, werden bis zu zwei Meter groß, fressen hauptsächlich Fische und Tintenfische und sind für Menschen ungefährlich. Vor allem in Großbritannien werden die Tiere in großer Zahl zu "Fish and Chips" verarbeitet.

Mario Schmid / Haus des Meeres

3. April. Über Katta-Zwillinge freut man sich im Wiener Tiergarten Schönbrunn. Die aufgeweckten Lemuren zählen jedes Jahr im Frühling zu den ersten Tieren, die für Nachwuchs sorgen. Diesmal kamen die beiden Jungen am 18. März auf die Welt, nun zeigten sie sich erstmals vor der Linse der Tierpark-Fotografen.

(c) Norbert Potensky

Zwillinge sind bei Kattas keine Seltenheit, für Mutter Ava ist es schon die vierte Zwillingsgeburt in Folge, wie der Tiergarten berichtet.

(c) Norbert Potensky

In den ersten Tagen hängen die Zwillinge am Bauch ihrer Mutter, danach klettern sie auf ihren Rücken. "In zwei bis drei Wochen fangen sie an, die nähere Umgebung rund um die Mama zu erkunden und zu schauen, was es da Neues gibt", sagt Revierleiter Fredi Maier. 

(c) Norbert Potensky

29. März. Tennis-Star Dominic Thiem hat seine Verletzungspause für einen Besuch im Wiener Tiergarten Schönbrunn genutzt. Dort ist er seit 2016 Pate von Ameisenbärin "Ilse". Der 24-Jährige fütterte sein Patentier mit Mehlwürmern und einem Joghurt-Eidotter-Gemisch.

(c) DANIEL ZUPANC

Dann verabreichte er Panzernashorn-Weibchen "Sundari" eine Extraportion Bananen. Thiem hat sich Mitte März in Indian Wells eine Verletzung des rechten Knöchels zugezogen und kann derzeit nicht trainieren.

(c) DANIEL ZUPANC

Im Wiener Tiergarten Schönbrunn hat es Nachwuchs bei den Bärenstummelaffen gegeben. Anfang März kam das Männchen Togo zur Welt, mittlerweile ist es 400 Gramm schwer.

(c) Norbert Potensky

Im Freiland sind Bärenstummelaffen bedroht, in Zoos werden sie selten gehalten. Umso größer ist die Freude über das Jungtier in Schönbrunn.

 

(c) Norbert Potensky

Der kleine Togo blickt noch etwas skeptisch in die Welt und klammert sich fest an seine Mutter. Erhascht man einen Blick auf ihn, wundert man sich wahrscheinlich über sein Äußeres. "Bei der Geburt sind Bärenstummelaffen weiß und haben eine maskenhaft schwarze Partie um die Augen. Erst im Alter von drei Monaten färben sich die Jungtiere auf das glänzend schwarze Fell um", erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter in einer Aussendung.

(c) Norbert Potensky

11. März. Die Krokodile im Wiener Haus des Meeres mögen auf Beobachter so träge wirken, wie es für ihre Art nun einmal typisch ist. Wenn es darauf ankommt - und ums Futtern geht -, können sie aber auch anders: "Unsere Gaviale kommen auf Zuruf und machen 'Sitz'", schilderte Direktor Michael Mitic die Früchte der "Krokodilschule" in seinem Haus, die den Reptilien Abwechslung im Zoo-Alltag bringen soll.

Im Vergleich zu Schlangen oder Schildkröten seien Krokodile nicht nur besonders klug, sondern auch äußerst lernbereit - "quasi die Hunde unter den Reptilien", meint Mitic. Sie erlernen relativ schnell Kommandos, die den Umgang mit ihnen vereinfachen und auch zur Arbeitssicherheit beitragen.

APA/HAUS DES MEERES/MARIO SCHMID

Die beiden Sunda-Gaviale Adam und Eva werden mehrmals wöchentlich trainiert. Zum Einsatz kommen ein farblich markierter Stab, der die Richtung vorgibt, und ein Clicker, wie beim Hundetraining. Wenn der Gavial kommt und mit der Nase den Stab berührt, gibt's ein Leckerli. Adam und Eva könnten so stressfrei an jeden Ort ihrer Anlage manövriert werden, sagte Mitic. Die beiden können auch zwischen ihren Namen unterscheiden. "Wenn seine Pflegerin ihn ruft, begibt sich Adam aus jedem beliebigen Eck der Anlage mit seinen gut 300 Kilogramm auf direktem Weg zu ihr." Wer Adam und Eva in Aktion sehen möchte, sollte sich die wöchentliche Fütterung am Samstag (9.30 Uhr) nicht entgehen lassen.

Haus des Meeres

10. März. Im Wiener Tiergarten Schönbrunn gibt es eine neue Affenart. Seit vergangenem Freitag leben Weißgesichtssakis im historischen Affenhaus. Die drei Brüder stammen aus dem Tierpark Hagenbeck in Hamburg.

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Weißgesichtssakis können bis zu zehn Meter weit springen. Deshalb werden sie in ihrer Heimat auch "fliegende Affen" genannt.

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22. Februar. Ein Vikunja hat im Tiergarten Schönbrunn in Wien das Licht der Welt erblickt. "Vikunjas sind die kleinste Kamelart. Sie leben in den südamerikanischen Anden in Höhen von bis zu 5500 Metern", erklärt Zoodirektorin Dagmar Schratter. Das Jungtier "Sandro" kommt deshalb mit den derzeit vorherrschenden kalten Temperaturen und dem Schnee sehr gut zurecht.

 

APA/NORBERT POTENSKY

Vikunjas waren im Freiland beinahe ausgerottet. Durch Schutzmaßnahmen gibt es wieder rund 350.000 Tiere. In Zoos werden sie im Rahmen eines Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) gezüchtet.

APA/NORBERT POTENSKY

15. Februar. Zoo Schmiding in Krenglbach bei Wels freut sich über die Geburt eines Giraffenbabys: Die Entbindung verlief komplikationslos, nach 50 Minuten stand das Kälbchen auf den eigenen vier Beinen. Der Tiergarten war auf das freudige Ereignis gut vorbereitet, da eine Tierpflegerin Vater Noel und Mama Samira beim Zeugungsakt beobachtet hatte und so die Geburt ziemlich genau berechnet werden konnte.

 

APA/ZOO SCHMIDING

Der Zoo öffnet heuer erstmals schon in den Semesterferien die Pforten seiner Außenbereiche für Besucher. Da das Neugeborene bereits in einigen Tagen fit genug für Freigänge sein dürfte, können Tierfreunde ab dem Wochenende - am ehesten um die Mittagszeit - die komplette Familienidylle der Giraffen, zu der auch das sechs Monate Halbgeschwisterchen Nabo zählt, bestaunen.

APA/ZOO SCHMIDING

15. Februar. Die Hippos im Wiener Tiergarten Schönbrunn werden besonders verwöhnt. Anlass für die Extraportion Äpfel ...

(c) DANIEL ZUPANC

... und eine entspannende Mauldusche ist der Welttag der Flusspferde.

 

 

(c) DANIEL ZUPANC

In der Außenanlage entsteht derzeit ein neues Badebecken, im Frühsommer soll es fertig sein. Es wird mit 390 statt 160 Quadratmetern wesentlich größer als das alte.

(c) DANIEL ZUPANC

26. Jänner. In der Tierwelt Herberstein in der Oststeiermark ist Anfang der Woche ein Barockesel geboren worden. Weltweit sind nur etwa 250 Exemplare der weißen Esel bekannt, umso erfreulicher sei der seltene Zuchterfolg. Er soll der Grundstein für eine "Herberstein-Linie" sein, erklärte der Zoologische Leiter Reinhard Pichler.

 

Tierwelt Herberstein

Das 18 Kilogramm schwere Eselfohlen, das auf den Namen "Athos" hören soll, bezaubert mit blauen Augen und hellgelbem Fell. In Zeiten der österreichisch-ungarischen Monarchie wurden Barockesel aus Liebhaberei gezüchtet und als Haustier für bessergestellte Herrschaften gehalten, so der Tierpark in einer Aussendung. In den 1980er-Jahren wurden unter dem Bestand in Herberstein weiße Esel ausgemacht.

APA/CHRISTA BUCHBERGER

23. Jänner. Im Tiergarten Schönbrunn in Wien ist im Aquarien-Terrarienhaus ein neuer Quallenkreisel zu bewundern. "Immer mehr Aquarienhäuser setzen diese besonderen Tiere in Szene“, sagt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Begonnen hat damit Japan, wo noch heute die größten Quallenexperten sitzen.

(c) DANIEL ZUPANC

Auch der neue Kreisel ist eine Spezialanfertigung aus Japan. Er fasst 1500 Liter, das Wasser fließt kreisförmig, weil Quallen immer in Bewegung gehalten werden müssen - wie in der Meeresströmung, die es mit aufwendiger Technik zu simulieren gilt.

Für Schönbrunn ist dies nun der vierte Quallenkreisel im Schaubereich. Im neuen Kreisel gleiten derzeit Pazifische Kompassquallen auf und ab, deren Schirm bereits über 30 Zentimeter groß ist.

(c) DANIEL ZUPANC