Zooleben: Neues aus den Tiergärten

22. Februar. Ein Vikunja hat im Tiergarten Schönbrunn in Wien das Licht der Welt erblickt. "Vikunjas sind die kleinste Kamelart. Sie leben in den südamerikanischen Anden in Höhen von bis zu 5500 Metern", erklärt Zoodirektorin Dagmar Schratter. Das Jungtier "Sandro" kommt deshalb mit den derzeit vorherrschenden kalten Temperaturen und dem Schnee sehr gut zurecht.

 

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Vikunjas waren im Freiland beinahe ausgerottet. Durch Schutzmaßnahmen gibt es wieder rund 350.000 Tiere. In Zoos werden sie im Rahmen eines Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) gezüchtet.

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15. Februar. Zoo Schmiding in Krenglbach bei Wels freut sich über die Geburt eines Giraffenbabys: Die Entbindung verlief komplikationslos, nach 50 Minuten stand das Kälbchen auf den eigenen vier Beinen. Der Tiergarten war auf das freudige Ereignis gut vorbereitet, da eine Tierpflegerin Vater Noel und Mama Samira beim Zeugungsakt beobachtet hatte und so die Geburt ziemlich genau berechnet werden konnte.

 

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Der Zoo öffnet heuer erstmals schon in den Semesterferien die Pforten seiner Außenbereiche für Besucher. Da das Neugeborene bereits in einigen Tagen fit genug für Freigänge sein dürfte, können Tierfreunde ab dem Wochenende - am ehesten um die Mittagszeit - die komplette Familienidylle der Giraffen, zu der auch das sechs Monate Halbgeschwisterchen Nabo zählt, bestaunen.

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15. Februar. Die Hippos im Wiener Tiergarten Schönbrunn werden besonders verwöhnt. Anlass für die Extraportion Äpfel ...

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... und eine entspannende Mauldusche ist der Welttag der Flusspferde.

 

 

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In der Außenanlage entsteht derzeit ein neues Badebecken, im Frühsommer soll es fertig sein. Es wird mit 390 statt 160 Quadratmetern wesentlich größer als das alte.

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26. Jänner. In der Tierwelt Herberstein in der Oststeiermark ist Anfang der Woche ein Barockesel geboren worden. Weltweit sind nur etwa 250 Exemplare der weißen Esel bekannt, umso erfreulicher sei der seltene Zuchterfolg. Er soll der Grundstein für eine "Herberstein-Linie" sein, erklärte der Zoologische Leiter Reinhard Pichler.

 

Tierwelt Herberstein

Das 18 Kilogramm schwere Eselfohlen, das auf den Namen "Athos" hören soll, bezaubert mit blauen Augen und hellgelbem Fell. In Zeiten der österreichisch-ungarischen Monarchie wurden Barockesel aus Liebhaberei gezüchtet und als Haustier für bessergestellte Herrschaften gehalten, so der Tierpark in einer Aussendung. In den 1980er-Jahren wurden unter dem Bestand in Herberstein weiße Esel ausgemacht.

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23. Jänner. Im Tiergarten Schönbrunn in Wien ist im Aquarien-Terrarienhaus ein neuer Quallenkreisel zu bewundern. "Immer mehr Aquarienhäuser setzen diese besonderen Tiere in Szene“, sagt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Begonnen hat damit Japan, wo noch heute die größten Quallenexperten sitzen.

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Auch der neue Kreisel ist eine Spezialanfertigung aus Japan. Er fasst 1500 Liter, das Wasser fließt kreisförmig, weil Quallen immer in Bewegung gehalten werden müssen - wie in der Meeresströmung, die es mit aufwendiger Technik zu simulieren gilt.

Für Schönbrunn ist dies nun der vierte Quallenkreisel im Schaubereich. Im neuen Kreisel gleiten derzeit Pazifische Kompassquallen auf und ab, deren Schirm bereits über 30 Zentimeter groß ist.

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18. Jänner. Für Faultier-Weibchen Alberta im Tiergarten Schönbrunn hat es sich ausgefaulenzt: Am 22. Dezember hat sie ein Jungtier zur Welt gebracht. Das Kleine liegt auf seiner Mutter wie in einer gemütlichen Hängematte und gab sich bisher etwas fotoscheu, hieß es am Donnerstag aus dem Wiener Zoo. Mindestens 14 Stunden am Tag dösen die Faultiere in Schönbrunn vor sich hin. Um das Jungtier zu sehen, das sich im Fell am Bauch der Mutter festklammert, braucht man noch etwas Geduld. 

 

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Zweifingerfaultiere sind in den Regenwäldern Südamerikas heimisch. Sie verbringen ihr Leben kopfüber in Bäumen hängend. Ihre langen, gebogenen Krallen geben ihnen in den Ästen Halt. Ihr ganzes - auch ihre Entwicklung. Aufgrund des geringen Nährwerts ihrer Nahrung - meist Pflanzenkost wie Blätter - ist ihre Lebensweise auf Energiesparen ausgerichtet. Erst im Alter von etwa einem halben Jahr fangen die Jungtiere an, selbst auf einem Ast zu hängen. 

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Das Jungtier wird derzeit noch gesäugt. Mutter Alberta zeigt ihrem Kleinen aber bereits, wie man Salat knabbert. Fürsorglich kümmert sich die erfahrene Mutter um ihr Baby. Vater Einstein genießt hingegen weiterhin ungestört sein Faultier-Dasein.

 

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15. Jänner. Über den Schnee n Wien haben sich die Panda-Zwillinge im Tiergarten Schönbrunn besonders gefreut. "Große Pandas und Schnee sind eine perfekte Kombination", wird Zoologin Eveline Dungl in einer Aussendung des Tiergartens zitiert. "Wenn Schnee liegt, spielen sie ausgelassen, wälzen sich in der weißen Pracht und klettern neugierig auf den tiefwinterlichen Baumstämmen herum."

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Die eineinhalb Jahre alten Zwillinge sind noch sehr verspielt, aber nicht nur die beiden. Auch Panda-Mutter Yang Yang tollte im Schnee. "Obwohl Yang Yang heuer schon 18 Jahre alt wird, ist sie bei Schnee sehr aktiv, natürlich gefördert durch die Jungtiere. Sie wirkt dann fast noch jugendlich". Vom gemächlichen Panda-Dasein mit Fressen und Schlafen war am verschneiten Wintertag keine Spur. "Der Schnee zwirbelt sie so richtig auf."

 

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Große Pandas leben in den Bergwäldern im Südosten Chinas. An Kälte und Schnee sind sie sehr gut angepasst. "Pandas haben ein dichtes Fell, das sie warm hält. Ihre Pfoten sind sogar auf der Sohle mit Fell bedeckt. Das verhindert auch ein Ausrutschen auf Schnee und Eis", sagte Dungl. Der Anblick der Panda-Mutter, die mit ihren Zwillingen im Schnee spielte, erfreute auch die Zoobesucher.

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9. Jänner. Die Elefantenherde im Tiergarten Schönbrunn hat am Dienstag ein besonderes Frühstück serviert bekommen. Die Dickhäuter verspeisten den Christbaum, der zuvor vor dem Schloss gefällt worden war.

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"Natürlich schmecken ihnen die frischen Nadeln und die dünnen Äste am besten. Aber sie werden den Baum bis auf den dicken Stamm noch restlos verputzen", sagte Direktorin Dagmar Schratter.

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8. Jänner. Die Anakondas im Wiener Haus des Meeres sind in ihr neues Großraumterrarium übersiedelt. Besucher können dabei durch eine um 45 Grad geneigte, pultartige Sichtscheibe auch in den rund 7000 Liter umfassenden Unterwasserteil sehen. "Man fühlt sich mitten drin durch diesen sagenhaften Einblickwinkel", hieß es in einer Aussendung. Die Schlangen wurden zum Übersiedeln in große Stoffsäcke gepackt. Dies ist laut den Betreibern für die Tiere wesentlich stressfreier, als wenn sie händisch getragen worden wären.

 

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Anakondas zählen zu den schwersten und längsten Schlangen. Sie kommen in Südamerika vor und können fast neun Meter lang und 200 Kilogramm schwer werden. Das größere Exemplar im Haus des Meeres wiegt derzeit bei einer Länge von fünf Metern 80 Kilogramm. "Unsere zwei haben jetzt Platz, sich auszuwachsen", so die Aussendung.

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5. Jänner. Trillern, quietschen, pfeifen: Die Weißkopf-Sakis im Wiener Haus des Meeres verständigen sich mit Hilfe von verschiedenen Lauten. Nicht selten kommt es bei den zwei Brüdern dabei zu unüberhörbaren Diskussionen. Untersuchungen von Biologiestudenten der Uni Wien haben nun gezeigt, dass offenbar gilt: Wer am lautesten schreit, hat Recht.

Haus des Meeres

Weißkopf-Sakis sind mittelgroße Affen, die im nördlichen Teil Südamerikas vorkommen. Zwei dieser Tiere leben im Tropenhaus im Haus des Meeres und sind Teil eines europaweiten Nachzuchtprojekts. Den Mitarbeitern fiel auf, dass sich die beiden Brüder recht angeregt mit Lauten verständigten. Untersuchungen dazu waren bis dato nicht bekannt, deshalb wurde die Erforschung der Lautäußerungen an eine Gruppe von Biologiestudenten der Universität Wien übertragen.

 

Haus des Meeres

Erste Ergebnisse liegen nun vor. Es können tatsächlich zumindest drei verschiedene Typen von Lauten unterschieden werden, die man grob in ein Trillern, ein Quietschen und in ein Pfeifen durch die Nase einteilen kann. Teilweise können die Laute sogar typischen Verhaltensweisen zugeordnet werden, aber nicht immer, meinte die Studentin Michelle Pelz. Hier sind noch weiterführende Untersuchungen in unterschiedlichen Frequenzbereichen notwendig, um mögliche Auffälligkeiten zu entdecken.

Eines ist klar: Getrillert wird am meisten, und da ist es mit Abstand der dominantere der beiden Brüder, der sich hervortut. Damit dürfte auch bei den Sakis gelten, was für Menschen immer wieder behauptet wird: Wer am lautesten schreit, hat Recht - und schafft an.

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4. Jänner. Mit zwei Westlichen Gabunvipern sind vor dem Jahreswechsel spannende neue Bewohner im Tiergarten Schönbrunn in Wien eingezogen. "Die Westliche Gabunviper ist die schwerste Giftschlange. Ihr muskulöser Körper bringt bei einer Länge von zwei Metern über zehn Kilogramm auf die Waage. Außerdem ist sie die Giftschlange mit den längsten Giftzähnen", berichtete Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

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"Die Giftzähne können rund fünf Zentimeter lang werden", erklärt Schratter. Auf dem Speiseplan der Gabunviper stehen Ratten, Mäuse und andere Nagetiere. Mit über 85 km/h schießt die Gabunviper auf ihre Beute zu und schlägt ihre Giftzähne in sie.

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Nicht gefährlich werden die Gabunvipern ihren Mitbewohnern, den Grünen Baumeidechsen, die in den Bäumen des Terrariums leben. Auch sie sind erstmals im Tiergarten zu sehen.

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14. Dezember: Howie und Rocky sind mit dem Flugzeug nach Wien gebracht worden. Nach 40 Tagen im Quarantäne-Bereich sind die beiden Felsenpinguine nun ins Polarium im Tiergaren Schönbrunn eingezogen. 

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7. November. Im Freiland ist der Vietnam-Sikahirsch vermutlich ausgerottet. Im Tiergarten Schönbrunn hingegen ist diese bedrohte Tierart nun im Nashornpark zu sehen. "Antilopen kannten sie schon, Nashörner waren ihnen neu. Anfangs haben sie sich sicher etwas über die großen wandelnden Steine gewundert", wird Tiergartendirektorin Dagmar Schratter in einer Aussendung zitiert.

 

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"Die Wälder in Vietnam, ihr ursprünglicher Lebensraum, sind für die Landwirtschaft gerodet worden. Außerdem wurden die Vietnam-Sikahirsche wegen ihres Fleisches gejagt. Diese Tiere sind heute nur noch in geschützten Wildgehegen in drei Nationalparks in Vietnam und in wenigen Zoos in Europa und Nordamerika zu finden", sagte Schratter. Ihr hübsch gepunktetes Fell, das sowohl Jungtiere als auch erwachsene Tiere haben, dient den Vietnam-Sikahirschen als Tarnzeichnung im Wald. Die neue Adresse der vier Sikahirsche in Schönbrunn ist der Nashornpark. Ihre Mitbewohner in der tierischen WG sind Nashörner, Hirschziegenantilopen und Nilgauantilopen.

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Das Zusammenleben hat von Anfang an problemlos geklappt. Mit den Antilopen verstehen sie sich so gut, dass sie sogar gemeinsam an einem Futterplatz fressen. Auch die Tierpfleger haben ihre neuen Schützlinge sofort ins Herz geschlossen, vor allem auch wegen interessanten Eigenheiten. "Wenn sich Vietnam-Sikahirsche gegenseitig warnen, stoßen sie schrille Pfiffe aus, die wie ein Vogelrufe klingen. Außerdem haben sie bei Aufregung einen fast roboterähnlichen, staksigen Gang", erklärt Schratter.

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27. Oktober. Halloween kommt zwar erst, in so manchem Tierpark wurde das Fest aber kuzerhand vorverlegt: So etwa im Erlebnis-Zoo in Hannover (Niedersachsen, Bild).  Im Schönbrunner Tierpark hingegen müssen sich Elefanten, Nasenbären, Tiger und Co. noch bis zum 31. Oktober gedulden. Dann aber werde auch sie geschnitzte Kürbisse zum Fressen und Spielen bekommen.

Erstmals mitfeiern dürfen dort heuer die beiden Netzgiraffen Fleur und Sofie. Ihre Kürbisse werden Pellets und Weidenblätter enthalten, im Ostafrikahaus enthalten sie dagegen Mehlwürmer und Schwarzkäferlarve - ein Service für die neugierigen Zwergmangusten.

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19. Oktober. Einen "Kindergarten" der besonderen Art gibt es derzeit im Haus des Meeres in Wien zu sehen. Seit kurzem bewohnen mehrere kleine Goldmakrelen das sechs Meter tiefe Hai-Aquarium. Die gelb-schwarzen Fische schwimmen stets im Schwarm und suchen ganz unerschrocken die Nähe zu größeren Tieren wie Schildkröten oder Haien.

Günther Hulla / Haus des Meeres

Was im Kinderfilm "Findet Nemo" Herr Rochen für die kleinen Kinder ist, dürfte im Haus des Meeres unter anderem Puppi, die uralte Schildkröte, für die Goldmakrelen sein. Bereits wenige Minuten nach dem Umzug zeigten die Jungfische im großen Becken ihr natürliches Verhalten und wählten das direkte Umfeld der Haie beziehungsweise von Puppi als Lebensraum.

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Es ist genetisch vorprogrammiert, dass junge Goldmakrelen die Nähe zu großen, im Meer schwimmenden oder treibenden Objekten suchen. Schildkröten, Haie, Riesenzackenbarsche oder Treibgut sind ihr bevorzugter Lebensraum, von dem aus sie kurze Fress-Expeditionen ins weite Blau des tropischen Indopazifiks unternehmen, um dort Planktonkrebse oder andere Fische zu jagen, hieß es in einer Aussendung des Haus des Meeres. Das Motto dürfte sein, den Großen nicht direkt vors Maul zu schwimmen und doch einen gewissen Schutz durch sie zu genießen.

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12. Oktober. Der Blinde Höhlensalmler ist ein wahrer Überlebenskünstler. Der Süßwasserfisch, der in den Gewässern Mexikos vorkommt, hat sich seinem Leben in den Höhlen angepasst. Die Tiere besitzen nach unzähligen Generationen im absoluten Dunkel weder Augen noch die bunte Färbung ihrer Vorfahren. Der ungewöhnliche Fisch ist im Haus des Meeres in Wien zu sehen.

HAUS DES MEERES/GÜNTHER HULLA

12. Oktober. Im Tiergarten Schönbrunn hat es ungewöhnlich spät Nachwuchs bei den Rosa Flamingos gegeben. Normalerweise schlüpfen die Küken im Zoo im Mai. "Heuer gab es aber ein schweres Unwetter im Frühjahr und die ersten Eier wurden zerstört", erklärte Tiergarten-Direktorin Dagmar Schratter am Donnerstag. "Erfreulicherweise haben einige Paare noch einmal Eier gelegt."

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So sind Mitte September fünf Küken geschlüpft. Sie haben mittlerweile die Nester verlassen und sind gut dabei zu beobachten, wie sie von den erwachsenen Vögeln gemeinsam in einer Art Kindergarten betreut werden, durchs Wasser waten und alles erkunden.

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Noch sind die Küken mausgrau statt rosa. Das prächtige rosafarbene Gefieder lässt auch noch eine Zeit lang auf sich warten. Schratter: "Das unscheinbare graue Dunenkleid ist in der schlammigen Uferlandschaft eine gute Tarnung. Erst im Alter von drei Jahren bekommen sie ihre rosarote Farbe." Dafür sorgen im Freiland Farbstoffe in den Krebsen, die den Flamingos als Nahrung dienen. Im Zoo ist ein spezielles Futter für das strahlende Federkleid verantwortlich.

 

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5. Oktober. Schon seit einiger Zeit hat der Quarantäne-Bereich im Wiener Haus des Meeres einen hübschen, eher nachtaktiven Zeitgenossen beherbergt: Ein Tunesischer Nachtskink war vom Zoo wegen Haltungsproblemen aus Privathand übernommen worden. Jetzt ist der Scincopus in ein neues Terrarium im siebenten Stock umgezogen und darf dort endlich Besuch empfangen - auch wenn er tagsüber etwas "schläfrig" wirkt.

 

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Die Kleinechse kommt in den Wüstengebieten Nordafrikas vor. Um im extremen Lebensraum der Sahara zu überleben, verlassen viele Wüstenbewohner erst nach Einbruch der Nacht ihre Verstecke. Nach Sonnenuntergang durchstreift der Scincopus sein Revier auf der Suche nach Insekten und anderen Wirbellosen, dabei macht er auch vor Skorpionen nicht Halt. Seine Jungen bringt der bis zu 20 Zentimeter lange Nachtskink fertig entwickelt zur Welt. Eine passende Partnerin für das Männchen wird noch gesucht, berichtete der Zoo am Donnerstag.

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28. September. Nachwuchs bei den Vikunjas im Tiergarten Schönbrunn: Passend zum Herbstwetter ist Männchen "Lino" am 16. September gleich mit einem "flauschigen Wollpulli" zur Welt gekommen, berichtete der Zoo. Vikunjas sind mit einer Schulterhöhe von nur etwa einem Meter die kleinste Kamelart und in den südamerikanischen Anden heimisch.

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Bereits am Tag der Geburt konnte sich der kleine "Lino" auf seinen zierlichen Beinchen halten. Mittlerweile düst er aufgeweckt durch den ganzen Südamerikapark im Tiergarten und hält seine Mutter "Violet" auf Trab, berichtete Zoo-Direktorin Dagmar Schratter. "Für sie ist es der erste Nachwuchs und sie macht ihre Sache sehr gut. Sie ist aufmerksam und lässt 'Lino' nicht aus den Augen." Die ersten vier bis sechs Monate wird das Jungtier gesäugt.

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Vikunjas zählten bis vor vier Jahrzehnten zu den am meist bedrohten Tierarten Südamerikas. Wilderei brachte sie an den Rand der Ausrottung. Durch Schutzmaßnahmen konnte sich der Bestand erholen. Heute geht man von rund 350.000 Tieren im Freiland aus. Ihr außerordentlich dichtes Fell schützt die kleinen Kamele gegen die raue Witterung. "Die zimtfarbene Wolle der Vikunjas ist besonders fein und gilt als die teuerste der Welt", sagte Schratter.

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27. September. Im Zoo Schmiding in Krenglbach bei Wels freut man sich über Nachwuchs bei den stark vom Aussterben bedrohten Gold-Löwenkopfäffchen. Die kommenden drei Monate wird das Kleine, dessen Geschlecht noch Gegenstand von Spekulationen ist, auf dem Rücken seines Papas verbringen und von dort aus die Welt erkunden. Der frisch gebackene Vater präsentiert den Besuchern bereits stolz seinen "Babyrucksack".

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25. September. Im Polarium im Tiergarten Schönbrunn zieht derzeit ein kugelrunder brauner Federball alle Blicke auf sich: Schon am 21. Juli ist ein Küken bei den Königspinguinen geschlüpft.

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 Die erste Zeit war es in der wärmenden Bauchfalte der Eltern versteckt. Mittlerweile passt das Kleine dort nicht mehr hinein, sondern steht neben seinen Eltern mitten in der Pinguingruppe und sorgt dort für Verwunderung.

 

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"Das Küken sieht etwas witzig und gar nicht wie seine Eltern aus, weil es noch das flauschige Daunenkleid hat. Erst mit der ersten Mauser im Alter von rund zehn Monaten bekommt es das vollentwickelte Gefieder. Deshalb kann es jetzt auch noch nicht schwimmen, weil das Gefieder noch nicht wasserabweisend ist", wird  Tiergartendirektorin Dagmar Schratter in einer AUssendung zitiert.

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7. September. Vor weniger als zwei Wochen hat ein Weißhandgibbon im Wiener Tiergarten Schönbrunn das Licht der Welt erblickt. Mutter "Sipura" kümmert sich fürsorglich um ihren Nachwuchs, noch ist das Kleine schwer im Fell am Bauch der Mutter auszumachen. Vater "Rao" wird später ein gefragter Spielgefährte sein, wenn das Jungtier zu klettern beginnt, berichtet der Zoo.

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30. August. Offenbar Liebe auf den ersten Blick im Luchsgehege im steirischen Tierpark Herberstein: Männchen George hat Gesellschaft von Dame Elsa erhalten. Die Überraschung beim Personal war groß, als sofort freundliches Schnurren ertönte. "Üblich ist eine dominante Haltung der Weibchen. Es war nicht zu erwarten, dass die beiden sofort Freundschaft schließen", sagte der zoologische Leiter Reinhard Pichler.

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Die etwa einjährige Elsa wurde im Bayerwald-Tierpark Lohberg in der Nähe der deutsch-tschechischen Grenze geboren und wiegt knapp 15 Kilogramm. Damit war sie alt und groß genug, um die Reise in ihre neue Heimat, den oststeirischen Tierpark Herberstein im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld anzutreten

Tierwelt Herberstein

17. August. Tennis-Star Dominic Thiem hat im Wiener Haus des Meeres die Patenschaft für die dortigen Spatenkopf-Hammerhaie übernommen.

Im Bild: Hans Köppen, (Geschäftsführer Haus des Meeres), Dominic Thiem, Brigitte Thill (Patenschaften Haus des Meeres)

Nicole Schiller / Haus des Meeres

Die in der Karibik vorkommenden Spatenkopf-Hammerhaie werden etwa 1,5 Meter lang. Mit Thiem als Paten erhofft sich das Haus des Meeres, die Wichtigkeit des Schutzes der Haie für die Weltmeere auch an ein junges Publikum zu kommunizieren.

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10. August. Bei den Erdmännchen im Tiergarten Schönbrunn hat sich überraschend Nachwuchs eingestellt. Obwohl niemand damit gerechnet hat, wurde am 27. Juni ein Jungtier geboren. Bei der Geburt sind Erdmännchen nur rund 30 Gramm schwer, blind, nackt und völlig hilflos. Mittlerweile ist das Mini-Erdmännchen aber schon an der Seite seiner Eltern in der Anlage unterwegs.

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In den ersten Wochen wurde das Jungtier, dessen Geschlecht noch nicht bekannt ist, ausschließlich gesäugt. Mittlerweile frisst es auch schon Gemüse und Insekten.

Heimisch sind Erdmännchen in den Savannen und Halbwüsten im Süden Afrikas. Die geselligen kleinen Raubtiere zählen zur Familie der Mangusten. Bekannt sind Erdmännchen dafür, dass sie aufrecht auf ihren Hinterbeinen stehen, um nach Gefahren Ausschau zu halten. Und selbst das Kleine mit seinen sechs Wochen kann das schon wie ein Großer.

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7. August. Die Schönbrunner Panda-Zwillinge haben ihren ersten Geburtstag gefeiert. Von den Pflegern vorbereitete rosafarbene und blaue Geschenkpäckchen erwarteten die Geschwister. Die Packerl waren mit Süßkartoffeln und Karotten gefüllt.

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Die Panda-Zwillinge kamen am 7. August 2016 zur Welt. Von 100 Gramm zarten Babys bei der Geburt haben sich die Kleinen zu 18 bzw. 22 Kilogramm schweren Jungtieren entwickelt. Die Geschichte ihrer Aufzucht ist weltweit einmalig: Yang Yang ist das erste Panda-Weibchen in Menschenobhut, das Zwillinge ganz ohne menschliche Hilfe großzieht.

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3. August. Während ganz Österreich unter der Hitze stöhnt, fühlen sich die Gottesanbeterinnen im Wiener Haus des Meeres offenbar besonders wohl. Die anhaltend hohen Temperaturen im Juni nutzten die Tiere, um Nachwuchs zu bekommen. Die Pfleger staunten nicht schlecht, als sie vor kurzem einem morgendlichen Gewusel von Dutzenden Mini-Fangschrecken gegenüberstanden.

 

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"Zum Glück muss man diesen Zwergen von knapp drei Millimetern weder Jausenpakete machen, noch ist man gezwungen, ihnen Windeln zu wechseln", scherzte das Haus des Meeres in einer Aussendung vom Donnerstag. Trotzdem müsse für das leibliche Wohl der Insekten gesorgt werden.

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Gottesanbeterinnen (in diesem Bild ein erwachsenes Exemplar) verlangen nach Lebendfutter, deshalb mussten die Mitarbeiter des Haus des Meeres in kürzester Zeit Unmengen an Obstfliegen beschaffen. Ansonsten kann es geschehen, dass sich die Neugeborenen kannibalisieren. Als schwierig stellt sich auch die tägliche Versorgung mit Wasser heraus, da sich die "Insektenkinder" so schnell bewegen. "Einen Sack Flöhe zu hüten, könnte nicht schwieriger sein", so das Haus des Meeres.

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1. August.Wie man sich die Hitzetage in dieser Woche erträglicher macht, zeigen die Elefanten im Tiergarten Schönbrunn. Die Dickhäuter genießen ihr neues Badebecken in vollen Zügen, allen voran der Bulle Shaka. 

Elefanten halten sich auch in freier Wildbahn oft in der Nähe von Wasserstellen auf. "Heiße Temperaturen sind Elefanten natürlich gewöhnt. Das Baden ist eine willkommene Abkühlung und dient genauso wie das Duschen oder Schlammbaden auch der Pflege ihrer sensiblen Haut", wird Harald Schwammer, der zoologische Leiter des Wiener Zoos, in einer Aussendung zitiert.

 

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An eine wichtige Baderegel halten sich die Dickhäuter vorbildlich: Vor dem Baden duschen. "Bei den Elefanten ist es wie bei uns. Am Anfang kostet das Reingehen etwas Überwindung. Wenn sie abgeduscht sind, gehen sie viel lieber hinein", so Tierpfleger Andreas Buberl, der die Dickhäuter mit einem Feuerwehrschlauch von einer Plattform herab nass spritzt.

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11. Juli. Ein vor sechs Wochen geborenes Schneeleoparden-Baby gedeiht offensichtlich prächtig bei sommerlichen Temperaturen im Zoo Salzburg. Seit einigen Tagen macht sich das Tier selbstbewusst auf Entdeckungstouren in seinem Gehege. Mutter Geeta und Vater Sayan lassen ihren neugierigen Nachwuchs aber nicht aus den Augen.

 

 

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Wenn der Schneeleoparden-Mutter die Ausflüge ins Grüne ihres wohlbehüteten Sprösslings zu gewagt erscheinen, trägt sie ihn wieder in die Wurfbox zurück. Das Zoo-Team sucht noch nach einem passenden Namen für das Jungtier.

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6. Juli. Eine kleine Rothschildgiraffe ist am Dienstag im Zoo Schmiding im oberösterreichischen Krenglbach aus zwei Metern Höhe auf die Welt geglitten. Das ist bei einer für Giraffen üblichen Stehendgeburt ganz normal. Deshalb waren wohl Pfleger, Tierarzt und Zoologin aufgeregter als die Mutter, verrieten sie in einer Presseaussendung am Mittwoch.

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"Es war ein einzigartiges Erlebnis, die Geburt live mitzuerleben und zuzusehen wie sich das eben geborene Giraffenbaby nach wenigen Minuten schon aufrappelte, seine Muskeln trainierte und nicht mal eine Stunde nach seiner Geburt auf den eigenen Beinen stand", erzählte Zootierarzt Andreas Artman. Schließlich machte sich das Tierbaby entlang des Bauchs seiner Mutter auf die Suche nach Milch. Ein Name für den rund 60 Kilo schweren und etwa 1,70 Meter großen Neuankömmling wird noch gesucht, das Geschlecht ließ sich auch noch nicht erkennen.

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5. Juli. Tannenzapfenechsen sind sehr eigen- und einzigartige Geschöpfe. Im Haus des Meeres können nun zwei Paare beobachtet werden. Für diese wurde extra ein neues Großraumterrarium errichtet, das dem australischen Outback nachempfunden ist.

Die Echsen gehören zu den Blauzungen-Skinken. Durch den Panzer sind sie sehr gut vor Feinden geschützt, während sie gemächlich ihren Lebensraum, die australische Wüste, auf der Suche nach Fressbarem durchstreifen. Dabei machen die in erster Linie von Früchten und Pflanzen lebenden Tiere auch vor Insekten oder Schnecken nicht halt, berichtet das Haus des Meeres.

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Ihre kuriose Körperform trägt auch dazu bei, einen Angreifer zu verwirren - sieht das Tier doch durch den dicken, kurzen Schwanz vorne und hinten beinahe gleich aus. Muss sich die bis 40 Zentimeter groß werdende Tannenzapfenechse doch mal verteidigen, so reißt sie das große Maul weit auf und präsentiert zur Abschreckung die blaue Zunge.

 

(c) Günther Hulla / Haus des Meeres

Haben sich erst einmal zwei Exemplare gefunden, die sich mögen, bleiben sie ein ganzes Echsenleben, durchaus mehrere Jahrzehnte, treu beisammen und sorgen alle zwei bis drei Jahre für Nachwuchs. Diese Treue geht oft über das Leben hinaus. Nur zu häufig kommt es vor, dass eines der langsamen Tiere von einem Auto getötet wird. Das verbliebene Tier wacht meist solange über den Körper des Partners, bis ihn dasselbe Schicksal ereilt.

 

(c) Günther Hulla / Haus des Meeres

3. Juli. Thambi, ein junges Tigermännchen aus dem Zoo Straubing, ist der neue Hahn im Korb bei den Tigerinnen des Tiergartens Schmiding in Krenglbach bei Wels: Nach dreiwöchiger Eingewöhnungszeit in einem Einzelgehege durfte er nun Natascha und Anastasia persönlich kennenlernen. Die Damen waren begeistert, teilte der Zoo mit.

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29. Juni. Ein Zebra-Fohlen ist in der Nacht vorletzte Nacht im Wiener Tiergarten Schönbrunn zur Welt gekommen. Ob Stute oder Hengst, wurde noch nicht eruiert. Die Freude im Zoo ist jedenfalls groß, denn die letzte erfolgreiche Nachzucht bei den Zebras lag schon 13 Jahre zurück.

TIERGARTEN SCHÖNBRUNN/JUTTA KIRCHNER

Die Tragzeit bei Zebras beträgt rund ein Jahr. Ein Neugeborenes wiegt etwa 25 Kilogramm. In ihrem Verbreitungsgebiet, den afrikanischen Savannenlandschaften südlich der Sahara, ernähren sich Zebras von nährstoffarmen Gräsern und Kräutern.

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Das Jungtier wird rund acht Monate gesäugt. Ihr auffälliges Streifenmuster macht die Tiere in der heißen, flimmernden Luft ihrer Heimat für Fressfeinde schwer erkennbar. Jedes hat eine individuelle Zeichnung und die Mitglieder einer Familie erkennen sich am jeweiligen Muster. In Schönbrunn lebt seit fast 80 Jahren die Unterart der Burchell-Zebras. Ihr typisches Merkmal sind braune "Schattenstreifen" zusätzlich zur charakteristischen schwarzen Musterung.

28. Juni In der von Vier Pfoten geführten Eulen- und Greifvogelstation (EGS) Haringsee freut man sich über "flauschigen" Nachwuchs: Vier kleine Turmfalken seien vor kurzem im stationseigenen Brutschrank geschlüpft.

Die Eier kamen am 6. Juni in die Einrichtung der Tierschutzorganisation - sie waren wegen Renovierungsarbeiten an einer Hausfassade in NÖ aus ihrem Nest in einer Nische entfernt worden.

(c) Vier Pfoten

26. Juni. Im Tiergarten Schönbrunn sind im Mai Luchs-Zwillinge zur Welt gekommen. Unter den wachsamen Augen ihrer Mutter haben sie jetzt begonnen, neugierig ihr Gehege zu erkunden. Ein bisschen Geduld und Augen wie ein Luchs sind für Zoo-Besucher nötig. Denn das dunkel getupfte Fell bietet den Tieren im Dickicht des Waldgeheges eine gute Tarnung.

(c) DANIEL ZUPANC

Mit einer Schulterhöhe von bis zu 75 Zentimetern ist der Eurasische Luchs die größte in Europa heimische Katzenart. In Österreich galt er im Jahr 1892 als ausgerottet. Durch die Auswilderung von Tieren ist diese prächtige Wildkatze heute wieder in unseren Wäldern anzutreffen. Der Eurasische Luchs zählt aber nach wie vor zu den seltensten Säugetieren des Landes. In Zoos werden Luchse im Rahmen eines Europäischen Zuchtbuches (ESB) gezüchtet. Für das Luchs-Pärchen im Tiergarten Schönbrunn, das 2015 eingezogen ist, ist es nun der dritte Nachwuchs.

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21. Juni. Die Badesaison ist auch im Waldviertler Bärenschutzzentrum von Vier Pfoten angebrochen. Die große Hitze lockt die Bären im Bärenwald in Arbesbach derzeit ins Wasser. "Erich hat die Gelegenheit auch gleich genutzt, um ein bisschen Aqua-Gymnastik zu machen. Und Emma hält nach dem Baden ihren nassen Bauch gerne in die Sonne", schildert Tierpflegerin Gerlinde Mairhofer.

APA/VIER PFOTEN

13. Juni. Jeden Juni kommt es zu einer nicht ganz ungefährlichen Paarung im Haus des Meeres in Wien. Der Bräutigam der Gottesanbeterin muss seinen ganzen Charme spielen lassen, um die Hochzeitszeremonie lebend zu überstehen. Denn Fangschrecken-Weibchen, denen der besondere Ruf anhaftet, ihre Männchen zu töten, wollen lange bezirzt und richtig überredet werden.

 

(c) Günther Hulla / Haus des Meeres

Hier müssen die Männchen den Weibchen tatsächlich lange zu verstehen geben, dass sie es ernst meinen. Erst dann, und auch nur, wenn die Fangschrecken-Braut ihm seine ernsten Absichten auch wirklich abnimmt, kommt es zur Hochzeit. Was aber nicht heißt, dass der Bräutigam dabei nicht doch noch buchstäblich seinen Kopf verlieren kann, denn Fangschrecken-Weibchen sind immer hungrig, berichtete das Haus des Meeres.

Das passiert aber nur wirklich in Ausnahmefällen, denn in der Regel überstehen beide die Trauung gut und nur wenige Stunden danach sieht man schon, dass zahlreicher Nachwuchs in großen Nestern, sogenannten Ootheken, heranwächst. Besucher des Haus des Meeres können jetzt im Juni mit etwas Glück die Tiere bei der Paarung beobachten und auch die Ootheken bewundern. Die Jungtiere schlüpfen erst in ein paar Wochen.

(c) Günther Hulla / Haus des Meeres

8. Juni. "Fidget Spinner" haben sich zuletzt zum Trend-Spielzeug entwickelt - und sind mittlerweile auch im Wiener Tiergarten Schönbrunn angekommen. Dort ist man nämlich stets auf der Suche nach herausfordernden Trainingsgeräten für die Orang-Utans, wie der Zoo in einer Aussendung berichtet. Vor allem Orang-Utan-Dame Nonja hat sich bei der ersten Trainingseinheit interessiert gezeigt und "innerhalb von wenigen Minuten" den Sinn verstanden (im Bild wohl die Phase davor).

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Richtig gut soll das kluge Menschenaffen-Weibchen den Figdet Spinner allerdings erst gefunden haben, als man ihn ihr auf einen Stock aufgefädelt präsentierte und sie ihn damit selbst gut drehen konnte. Das wurde dann mit Futter belohnt.

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8. Juni. Ein tierischer Schauspieler wohnt seit Kurzem im Wiener Haus des Meeres: Das Korallenaquarium im dritten Stock beherbergt einen sogenannten Mimik-Oktopus. Das wirbellose Tier ist in der Lage, Formen, Musterungen und Schwimmstile von giftigen Tieren nachzuahmen, teilte der Zoo am Donnerstag, dem Welttag der Ozeane, mit.

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Selbst für erfahrene Meeresbiologen war die Entdeckung des Mimik-Oktopusses vor einigen Jahren im Korallendreieck des tropischen Westpazifiks eine große Überraschung. Rotfeuerfische mit gebänderten Flossenstrahlen, schwebende weiße Quallen, lange gebänderte Seeschlangen und flache Seezungen gehören in das Repertoire dieses Schauspielers. Im Haus des Meeres lernt das Tier - auch Karnevalstintenfisch genannt - nun aus seiner Umgebung und ahmt bereits mit Begeisterung seine Betreuer nach.

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Über die Lebensweise ist noch nicht viel bekannt. Lediglich, dass Mimik-Oktopusse auf Sandgrund leben, sich dort als Gifttiere tarnen, um geschützt zu sein, und nach kleinen Fischen und Krebsen jagen.

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23. Mai. Über doppelten Nachwuchs bei den Schwarzschwanz-Präriehunden freut man sich derzeit im Wiener Tiergarten Schönbrunn - die beiden Jungtiere strecken ihre Nasen aus dem Bau, knabbern an Kräutern und tollen miteinander herum. Zur Welt sind sie bereits am 1. April gekommen, aber erst jetzt unternehmen sie die ersten Ausflüge ins Freie.

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11.Mai:  Die beiden zweijährigen Netzgiraffen sind derzeit etwa 3,5 Meter groß und bewohnen den eben eröffneten neuen Giraffenpark.  

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Der Giraffenpark wurde zweieinhalb Jahre lang umgebaut. Die Giraffen haben nun mehr Platz zur Verfügung, unter anderem einen 440 Quadrameter großen Wintergarten.

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2. Mai. Bei den Felsenpinguinen im Wiener Tiergarten Schönbrunn hat es Mitte April Nachwuchs gegeben. Nach rund 33 Tagen Brutzeit sind elf Küken geschlüpft.

 

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Die Pinguin-Eltern teilen sich im Polarium die Aufzucht. Abwechselnd wärmen sie die Kleinen und füttern sie mit vorverdauter Nahrung.

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26. April. Weiße Tiger-Vierlinge sind im "Weißen Zoo" im Kameltheater Kernhof bei St. Aegyd am Neuwalde (Bezirk Lilienfeld) geboren worden. Zoo-Direktor Herbert Eder präsentierte die "kerngesunden, strammen" Babys mit den Namen Falco, Toto, Mia und Mautzi am Mittwoch. Bereits Ende 2012 waren im Zoo weiße Tiger-Vierlinge zur Welt gekommen, im April 2015 sogar Fünflinge.

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 Bei der Geburt am 22. März lag das Gewicht der Tiere zwischen 940 und 1.200 Gramm, seitdem haben sie bereits fünf Kilo zugelegt. Ab Samstag können Besucher den Nachwuchs, der sich bei einem Pressetermin sehr fotogen zeigte, bewundern. Vierlinge seien bei weißen Tigern "weltweit sehr, sehr selten", erklärte Eder, der zusammen mit seinem Sohn Rainer Zöchling den Zoo leitet.

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20. April: Im Bild sind die Giraffen Fleur und Sofie noch in ihrem Gehege im Zoo Rotterdam, mittlerweile bewohnen sie den Tiergarten Schönbrunn. Die Halbschwestern hätten "anfangs ganz zaghaft, aber sehr neugierig ihr neues Zuhause betreten", sagte Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Derzeit sind die Giraffen im historischen Teil der Anlage, am 10. Mai wird dann der neue Giraffenpark eröffnet. Die alten Giraffen Kimbar, Carla und Rita werden übrigens nicht mehr vom Außengehege am Rand des Geländes zurückkehren. Man wolle der ältesten Giraffe nicht den Strapazen eines Umzugs aussetzen und ihn auch nicht von den Artgenossen trennen.

24. März. Seltenen Nachwuchs für eine seltene Tierart gibt es im oberösterreichischen Zoo Schmiding. Ein Wollaffenbaby kam dort auf die Welt. Noch befindet sich das Neugeborene mit seiner Mutter im geschützten Innenbereich. Ein Jahr lang wird das Jungtier gesäugt. Derzeit krallt es sich noch ins Fell der Mutter an deren Bauch, später wird es auf dem Rücken der Mama Platz nehmen, bevor es mit fünf Monaten selbstständig wird.

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23. März. Die Tierwelt Herberstein in der Steiermark hat mit Junglöwe Caesar einen neuen Gefährten für "Hausherrn" Simba bekommen. Die Raubkatze ist am Donnerstag aus dem Schweizer Plättli Zoo in die Oststeiermark gebracht worden und lebt sich nun in seinem neuen Zuhause ein, teilte der Tierpark am Donnerstag mit. Im Vorjahr hatte der mähnenlose Löwe Brutus unerwartet eingeschläfert werden müssen.

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22. März. Bei den Kattas im Tiergarten Schönbrunn in Wien hat sich wieder Nachwuchs eingestellt - und zwar im Doppelpack. Zwillinge sind bei diesen Lemuren keine Seltenheit.  "Jedes Jahr im Frühling zählen die Kattas zu den Tierarten, die als erste für Nachwuchs sorgen. Weitere Weibchen sind noch trächtig, es könnte also bald rund gehen im Katta-Gehege", wird Tiergartendirektorin Dagmar Schratter in der Aussendung zitiert. Bei der Geburt sind Kattas etwa 70 Gramm schwer. Die ersten Tage werden sie am Bauch getragen. Nach ein paar Tagen klettern die Jungtiere auf den Rücken ihrer Mutter und entdecken huckepack die Welt.

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Heimisch sind Kattas ausschließlich auf der Insel Madagaskar. Vielen sind sie aus dem gleichnamigen Animationsfilm bekannt. Ganz und gar nicht lustig sieht allerdings die Situation der Kattas im Freiland aus, berichtet der Zoo. Ihr Bestand ist in den vergangenen 25 Jahren um ein Viertel geschrumpft.

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28. Februar. Die Panda-Zwillinge im Wiener Tiergarten Schönbrunn werden immer mutiger: Nun durften sie erstmals die Außenanlage erkunden. "Die beiden sind jetzt fast sieben Monate alt und haben in der Innenanlage gezeigt, dass sie beim Klettern schon sehr geschickt sind. Deshalb dürfen sie nun auch ins Freie, wann immer das Wetter passt und sie Lust dazu haben", sagte Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

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16. Februar. Die drei Wasserschweine Maxi, Midi und Santos, geboren am 1. Dezember vergangenen Jahres im Wiener Tiergarten Schönbrunn, sind über den Berg. Nachdem Muttertier Nancy Komplikationen bei der Geburt nicht überlebt hatte, war unklar, ob der Nachwuchs durchkommt. Am Donnerstag gab der Zoo Entwarnung: Die drei Jungtiere seien gesund und munter.

 

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"Glücklicherweise sind neugeborene Wasserschweine weit entwickelt und fressen vom ersten Tag an Heu und knabbern Gemüse. Die Tierpfleger haben ihnen außerdem mit der Flasche Ersatznahrung für die Muttermilch gefüttert", sagte Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Mittlerweile wiegen die mit dem Meerschweinchen verwandten Tiere fünf Kilo und baden schon gerne und halten ihren Vater Sam auf Trab. "Mit einer Schulterhöhe von bis zu 50 Zentimetern sind Wasserschweine die größten Nagetiere", erklärte Schratter. Mit Schweinen seien sie nicht näher verwandt. Die Tiere sind in Südamerika heimisch, reine Pflanzenfresser und gute Schwimmer.

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15. Februar. Die Krokodilschwanzechse ist bei der Welt-Artenschutzkonferenz (Cites) Anfang Jänner auf die höchste Schutzstufe gestellt worden. Damit gehört das Reptil zu den am meisten vom Aussterben bedrohten Tierarten der Erde, so das Wiener Haus des Meeres in einer Aussendung.

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Einige Exemplare gibt es bereits seit längerem im ehemaligen Flakturm im achten Stock zu bestaunen. "Wir haben das drohende Verschwinden der Krokodilschwanzechse befürchtet und uns schon vor Jahren dem Erhalt dieser faszinierenden Art verschrieben", hieß es vom Haus des Meeres. Normalerweise lebt die Krokodilschwanzechse, lateinisch Shinisaurus crocodilurus, versteckt in den Regenwäldern Chinas und Vietnams. Dort ist sie durch Wilderei und die Zerstörung ihres Lebensraumes extrem vom Aussterben bedroht. Neuesten Untersuchungen zufolge existieren in freier Wildbahn nur noch knapp 1.000 Exemplare.

HAUS DES MEERES/GÜNTHER HULLA

8. Februar. Im Haus des Meeres in Wien gibt es jetzt einen jungen Steinfisch zu entdecken. Das gab der Aqua-Zoo bekannt und wies zugleich darauf hin, dass "Entdecken" wörtlich zu verstehen sei: Steinfische sind nämlich Meister der Tarnung und außerdem die giftigsten Fische der Welt.

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 Das Äußere der Steinfische ähnelt einem Stück Fels, so dass sie vom Untergrund praktisch nicht zu unterscheiden sind. Auf diese Weise lauern sie auf Fische, die sie nicht bemerken, und schnappen plötzlich zu. Der bis zu 50 Zentimeter groß werdende Steinfisch kommt im gesamten indopazifischen Raum vor, wie z. B. im Roten Meer und vor den Malediven. Seine stabilen Rückenflossenstacheln sind mit Giftdrüsen ausgestattet und durchdringen mühelos dünne Badeschuhe.

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10. Jänner. Die Elefanten im Tiergarten Schönbrunn bekommen eine besondere Delikatesse zum Frühstück: Am Vormittag ist der Christbaum vor dem Schloss Schönbrunn gefällt, zerlegt und anschließend den Dickhäutern serviert worden.

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19. Dezember. Im Jahr 2012 sind die Bärenstummelaffen in das wiedereröffnete Historische Affenhaus im Wiener Tiergarten Schönbrunn eingezogen. Nun gibt es dort erstmals Nachwuchs, wie der Tiergarten berichtet. "Das Jungtier ist etwa 400 Gramm schwer und klammert sich an seiner Mutter Kwaku fest. Kwaku kümmert sich fürsorglich und das Kleine trinkt brav. Derzeit schaut alles gut aus", wurde Tiergartendirektorin Dagmar Schratter in der Aussendung zitiert. Mit dabei sind noch der Vater Harper und das Weibchen Pam, die Tante des Affenbabys.

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Bärenstummelaffen haben ein glänzendes schwarzes Fell. Nur an den Schultern und rund um das Gesicht sind die Haare grau. Der lange Schwanz, der ihnen beim Springen durch die Bäume als Steuerungselement dient, ist weiß gefärbt. Ganz anders sieht das Jungtier aus. Schratter: "Bei der Geburt ist das Fell der Bärenstummelaffen weiß. Erst im Alter von etwa drei Monaten bekommen sie ein schwarzes Fell wie die erwachsenen Tiere." Das Verbreitungsgebiet der Bärenstummelaffen ist recht klein. Sie bewohnen die Regenwälder Westafrikas von Gambia bis zur Elfenbeinküste. Diese tagaktiven Affen verbringen ihr Leben in den Wipfeln der Bäume und sind auf Blattnahrung spezialisiert. Bärenstummelaffen stehen als "bedroht" auf der Roten Liste. Hauptgrund dafür ist, dass die Wälder zunehmend vom Menschen genutzt werden und ihr Lebensraum dadurch verloren geht. Ein großes Problem stellt aber auch die Jagd dar.

Daniel Zupanc

Bärenstummelaffen werden nur in wenigen Zoos gehalten. Zuchterfolge gelangen bisher sehr selten. Der Tiergarten Schönbrunn beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Welches Geschlecht das Jungtier hat, konnten die Tierpfleger noch nicht erkennen. Wenn es ein Weibchen ist, soll es den Namen "Marie" bekommen. Er soll ein Andenken sein, denn genau einen Tag vor der Geburt des Kleinen ist das 20-jährige Bärenstummelaffen-Weibchen Marie altersbedingt gestorben.

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14. Dezember. Der Wiener Tiergarten Schönbrunn zeigt erstmals ein kleines ein Zweifingerfaultier, das bereits am 18. November zur Welt gekommen ist. Ob es ein Männchen oder Weibchen ist, lässt sich vorläufig nicht erkennen. Das Jungtier benutzt nämlich den Bauch von Mutter "Alberta" als Hängematte und klammert sich am Fell fest. Das ist auch der Grund, dass es erst jetzt auf Fotos gut zu sehen ist.

 

Daniel Zupanc

"Alberta" sei eine erfahrene Mutter, heißt es in einer Aussendung des Tiergartens. Sie habe in den vergangenen Jahren jährlich ein Jungtier bekommen. Der jüngste Nachwuchs ist geschätzte 20 Zentimeter groß und hebt immer wieder seinen kleinen Kopf. Man brauche noch etwas Geduld, um ihn zu sehen, erklärte Tiergarten-Direktorin Dagmar Schratter.

 

Daniel Zupanc

Während Vater "Einstein" sein Faultier-Dasein genießt, säugt "Alberta" ihr Jungtier, putzt es und zeigt ihm, wie man Salatblätter knabbert, schilderte der Tiergarten. Mindestens 14 Stunden am Tag döst die Faultierfamilie vor sich hin. Im Alter von etwa einem halben Jahr wird das Jungtier anfangen, allein auf einem Ast zu hängen. Erst dann haben die Tierpfleger die Möglichkeit zu erkennen, ob der Nachwuchs ein Männchen oder ein Weibchen ist.

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23. November. Die am 7. August in Schönbrunn geborenen Pandazwillinge sind nun etwas mehr als 100 Tage alt. Nun wurden den kleinen Bären im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Tiergarten Schönbrunn in Wien offiziell ihre chinesischen Namen "Fu Feng" und "Fu Ban" verliehen. "Die Kleinen sind wach und haben heute bereits miteinander gespielt", berichtete Zoodirektorin Dagmar Schratter gleich zu Beginn des Festaktes die Neuigkeiten zum tierischen Nachwuchs. Auch die bereits erfahrene Panda-Mutter "Yang Yang" sei wohlauf und mittlerweile ein wenig entspannter. Die Bärenkinder verbringen seit Mitte Oktober ihre Zeit in einer Baumhöhle in der Innenanlage des Geheges.

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Die österreichisch-chinesischen Feierlichkeiten zur Namensgebung der momentan wohl beliebtesten Bewohner des Wiener Zoos fanden in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste in der Orangerie statt. Als Paten der Jungtiere fungierten Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) sowie der Botschafter der Volksrepublik China in Österreich, Li Xiaosi. Nach Schönbrunner Tradition beginnen die Namen der Pandakinder mit "Fu", was "glücklich" bedeutet. Der Name des Weibchens, "Fu Feng", wurde vom Zoo ausgesucht und heißt "Glücklicher Phönix". "Feng ist ein in China sehr beliebter und Glück verheißender Name", erläuterte der Botschafter. Über den Namen des Männchens wurde mittels Online-Voting abgestimmt: "Fu Ban" heißt es nun, "Glücklicher Gefährte". "Vielleicht wünschen sich die Fans, dass die beiden zusammen bleiben", interpretierte Li Xiaosi die Auswahl.

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16. November. Strumpfbandnattern sind über weite Teile Nordamerikas verbreitet, wo sie meist, ähnlich unserer Ringelnatter, an Ufern von Bächen und Flüssen leben. Die San Francisco Strumpfbandnatter ist ein ganz besonderer Vertreter ihrer Gattung - und künftig im Wiener Haus des Meeres zu sehen. "Unsere halbstarken Exemplare haben nun endlich eine Größe erreicht, in der wir sie unseren Besuchern präsentieren können", freut sich der Aqua Terra Zoo und Tiergarten in einer Aussendung. Die Tiere seien mit ihrer Farbenpracht von Rot, Schwarz und Türkis ein wahres Juwel, zählen aber auch zu den bedrohtesten Lebewesen überhaupt. Schätzungen zufolge existieren im Verbreitungsgebiet nur noch wenige hundert Exemplare. 

HAUS DES MEERES/GÜNTHER HULLA

10. November. Das Aquariumhaus des Tiergartens Schönbrunn hat nun auch leuchtende Bewohner: Als zweitem Zoo weltweit ist es in Wien geglückt, Meerwalnüsse zu züchten. Die Tiere erinnern an Quallen und beginnen beim Schwimmen, in allen Regenbogenfarben zu leuchten, berichtete Zoo am Donnerstag in einer Aussendung.

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18. Oktober. Fu Lin, Fu Ban oder Fu Xiong - wie soll der Panda-Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn in Wien heißen? Diese drei Namensvorschläge für das Männchen hat der Zoo aus mehr als 2.000 Einsendungen ausgewählt. Die drei Namen stehen seit Dienstag auf www.zoovienna.at zur Auswahl. Entsprechend der Schönbrunner Tradition war ein chinesischer Name mit "Fu" für "glücklich" gesucht, passend zu den ersten drei Jungtieren Fu Long, Fu Hu und Fu Bao. Der erste mögliche Name ist "Fu Lin". Lin ist die Kurzform für das chinesische Fabelwesen Quilin, das an ein Einhorn erinnert und wie der Drache (Long) zu den vier Tieren mit gutem Omen zählt. Der zweite Name bezieht sich auf die Tatsache, dass es erstmals Zwillinge sind. "Fu Ban" bedeutet nämlich "Glückliche Hälfte". Der dritte Name, der zur Wahl steht, ist "Fu Xiong" (Aussprache: "Fu Schiong") und heißt "Glücklicher Bär".

 

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28. September. Vor fast zwei Monaten kamen die Panda-Zwillinge im Wiener Tiergarten Schönbrunn blind und nur mit einem dünnen Flaum zur Welt. Mittlerweile sind die Jungtiere kleine schwarz-weiße Fellknäuel und haben ihre Augen geöffnet, berichtet der Tiergarten.

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Mittlerweile verlässt die Panda-Mutter mehrmals täglich die Wurfbox, um Bambus zu fressen und zu trinken. So einen Moment haben die Tierpfleger nun genutzt, um die ersten Fotos der - schlafenden - Zwillinge zu machen.

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22. September. Nach etwas mehr als drei Wochen wagt sich im Wiener Tiergarten Schönbrunn ein Königspinguin-Küken an die Öffentlichkeit. Geschlüpft ist es bereits am 30. August geschlüpft ist, bisher hat es sich aber in einer Bauchfalte seiner Eltern gut versteckt. Nun schon so stark gewachsen, dass es auf den Füßen seiner Eltern keinen Platz mehr hat.

Daniel Zupanc

"Königspinguine sind in der Subantarktis verbreitet. Die Pinguineltern bauen keine Nester, sondern tragen das Ei abwechselnd auf ihren Füßen und bebrüten es in ihrer Bauchfalte. Da das Küken nach dem Schlüpfen nur ein spärliches Federkleid hat, wird auch das Küken in der Hautfalte gewärmt", wird Tiergartendirektorin Dagmar Schratter in einer Aussendung zitiert. In Zoos gelingt ihre Zucht eher selten. Im Tiergarten Schönbrunn gab es vor zwei Jahren den letzten Nachwuchs. 

Daniel Zupanc

15. September. Im Wiener Tiergarten Schönbrunn gibt es Nachwuchs bei einer in der freien Natur bedrohten Tierart. Die Kleinen Antillen-Leguane haben vier Jungtiere bekommen. Die Reptilien sind vor allem wegen der Zerstörung der Regen- und Mangrovenwälder in der östlichen Karibik gefährdet.

Daniel Zupanc