Ab 2009: Fingerabdrücke für neuen EU-Pass

Fälschungssicher. Wer einen neuen Pass beantragt, muss künftig die Abdrücke beider Zeigefinger abgeben. Diese Daten werden auf einem Mikrochip gespeichert.

In Belgien sind die neuen Pässe bereits im Einsatz.
In Belgien sind die neuen Pässe bereits im Einsatz.
(c) EPA

Wer einen neuen EU-Pass braucht, wird künftig auch seine Fingerabdrücke abgeben müssen. Ab 2009 sind neben den bisherigen Daten wie Name, Geburtsdatum und Foto auch die Fingerabdrücke vermerkt. EU-Bürger müssen bei der Beantragung eines neuen Reisepasses die Abdrücke beider Zeigefinger abgeben. Diese Daten werden dann auf der Rückseite des Dokuments in einem Mikrochip gespeichert, berichtet das Ö1-Morgenjournal.

Die Daten werden in den jeweiligen EU-Ländern in einer Datenbank gespeichert, sagt der zuständige Sprecher von Justizkommissar Frattini, Friso Roscam Abbing: "Der neue EU- Pass ist der fälschungssicherste Pass der Welt, die jeweiligen EU-Länder werden mit den Fingerabdrücken eine Datenbank anlegen und damit einen Beitrag zur Terrorbekämpfung leisten. Aber es ist derzeit keine Rede davon, dass die Abdrücke a la 'Big Brother' in einer zentralen, europäischen Datenbank landen."

Geplant ist, dass nur Abdrücke von den Zeigefingern gespeichert werden. Bei dieser Technik kommt es aber immer wieder zu Verwechslungen, wie Erfahrungen aus den USA zeigen. An großen US-Flughäfen werden daher ab Herbst alle zehn Finger gescannt. "Freilich müssen wir die letzte Technologie übernehmen. Sollte sich herausstellen, dass zwei Fingerabdrücke im Pass nicht reichen, ist nicht ausgeschlossen, dass wir in Zukunft das US-amerikanische Zehnfingersystem übernehmen", so Abbing.

Vor Hitze und Feuchtigkeit schützen

Weil der neue EU- Pass Elektronik in Miniaturform versteckt, muss er vor Hitze und Feuchtigkeit geschützt werden und darf nicht geknickt werden. Wer sich nicht daran hält, braucht bald einen Neuen. Kosten: 69 Euro. Wartezeit: rund zwei Wochen. (Red.)

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