Grazer Ordnungswache ab morgen im Einsatz

Für "Sauberkeit und Ordnung" sollen die 20 Beamten der Grazer Ordnungswache sorgen, so ÖVP-Bürgermeister Nagl. SPÖ und ÖVP streiten darum, von wem die Idee stammt.

Ordnungswache
Ordnungswache
APA / Stadt Graz / Fischer

Mit 1. Dezember nimmt die Ordnungswache ihren Dienst in der Grazer Innenstadt auf, rechtzeitig zur punschseligen Adventzeit. 20 Magistratsbeamte - 13 Männer und sieben Frauen - sollen besonders bei Anstandsverletzungen und aggressiver Bettelei den Kollegen von der Polizei Arbeit abnehmen, so der Grazer Polizeidirektor Helmut Westermayer am Freitag.

Verwarnen, Belehren, Strafzettel Schreiben

ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl will mit Hilfe der Beamten für "mehr Sauberkeit und mehr Ordnung in der Stadt sorgen". In den Aufgabenbereich der Beamten fallen die Überprüfung und Überwachung der Verordnungen, die von der Gemeinde erlassen wurden. Hauptsächlich sollen Verwaltungsübertretungen, "für die die Polizei keine Zeit mehr hatte", geahndet werden, so Andreas Köhler, Leiter der Ordnungswache.

Die Beamten dürfen verwarnen, hinweisen, belehren oder auch Organstrafmandate mit 10 bis 35 Euro verhängen bzw. Strafanzeige erstatten. Laut Westermayer werde die Polizei "Hand in Hand" mit der Ordnungswache arbeiten.

Urheberstreit für Ordnungswache

Um die Einführung der Ordnungswache hatte sich zuletzt ein Streit um die Urheberschaft zwischen ÖVP und SPÖ entwickelt. Dies mündete darin, dass Nagl und Vizebürgermeister Walter Ferk (SPÖ) das Projekt am Freitag in getrennten Pressekonferenzen vorstellten.

Ressortmäßig ist zwar der amtierende Bürgermeister Nagl zuständig, doch Ferk fühlt sich als Vater der Idee und warf der VP vor, deren Umsetzung zunächst blockiert und dann kopiert zu haben. Allein schon um den Bezeichnung für den Sicherheitskörper war heftig gefeilscht worden: Von der SPÖ als "Ordnungsamt" aufs Tapet gebracht, favorisierte die ÖVP eine "Stadtwache" - geworden ist es schließlich die "Ordnungswache".

(APA/Red.)

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