Brand bei Glanzstoff: 350 Mitarbeiter in Zwangspause

Nach dem Brand auf dem Gelände der Glanzstoff-Gruppe in St. Pölten ist eine Wiederaufnahme der Produktion noch nicht absehbar. Die Brandursache ist noch unklar.

Die Presse (Michaela Seidler)

Nach dem Brand auf dem Gelände der Glanzstoff-Gruppe in St. Pölten in der Nacht auf Freitag ist eine zunächst verhängte Sperre wieder aufgehoben worden. Die Betriebe im Radius von 80 Metern und das Radwege-Netz konnten wieder benutzt werden, teilte der St. Pöltner Rathaus-Pressesprecher Peter Bylica am Freitagnachmittag mit. Der Produktionsstopp für die von dem Feuer betroffene Firma war vorerst weiter aufrecht.

Ein vom Brand in Mitleidenschaft gezogener Schlot sei nicht einsturzgefährdet. Allerdings sei dieser vorerst aber auch nicht benützbar, so Bylica unter Berufung auf die Ergebnisse der zuständigen Statiker.

Brandursache weiter unklar

Am Donnerstag gegen 22.00 Uhr war eine riesige Abluftanlage samt Anbauten und Rohrsystem in Brand geraten. Den rund 360 Einsatzkräften bot sich nach Angaben der Feuerwehr ein wahres Flammeninferno. Das Feuer wurde nach rund eineinhalb Stunden unter Kontrolle gebracht, die Löscharbeiten dauerten aber bis Freitag früh an. Das Firmengebäude und Hallen waren nicht betroffen. Wie die NÖ Sicherheitsdirektion mitteilte, wurden Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Spezialist für Viskosegarne

Glanzstoff Austria ist auf die Produktion von Viskosegarnen spezialisiert. Jährlich werden etwa 10.500 Tonnen technische rund 1.000 Tonnen textile Garne produziert. Am Standort St. Pölten sind 350 Mitarbeiter beschäftigt, so die Angaben der Firma. Die technischen Viskosegarne würden vor allem im Verstärkungsgewebe von Reifen eingesetzt.

(APA/Red.)

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