"Problemprodukt" Salat: Pestizide in 5 von 7 Proben

In Herbst und Winter ist Salat besonders häufig mit Schadstoffen belastet. Das zeigt eine Untersuchung der Umweltschutz-Organisation Global 2000, die als Ersatz saisonales Gemüse empfiehlt.

Salat
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Die Presse (Michaela Bruckberger)

Salat kann die Gesundheit gefährden, warnt die Umweltschutz- Organisation Global 2000. Bei einer stichprobenartigen Untersuchung fanden sich in fünf von sieben Salaten Pestizidrückstände. Bei einem der geprüften Produkte wurde der gesetzlich erlaubte Höchstwert für das Fungizid Dimethomorph um das Vierfache überschritten. In einem anderen Salat wurde eine Dosis des Fungizids Procymidone entdeckt, die Global 2000 zufolge bei einmaligem Verzehr die Gesundheit von Kleinkindern gefährden könnte.

Für Lisa Kernegger, Pestizid-Expertin von Global 2000, ist Salat in der kalten Jahreszeit in unseren Breiten ein "Problemprodukt": "Das Problem ist, dass die österreichische Gesetzeslage es zulässt, dass Obst und Gemüse verkauft werden darf, obwohl eine akute Gesundheitsgefährdung nicht ausgeschlossen werden kann."

In Herbst und Winter ist der Salat Kernegger zufolge durch die schlechte Witterung besonders anfällig für Krankheiten und wird daher häufiger mit Pestiziden besprüht. Außerdem werden Pestizide zu dieser Jahreszeit langsamer abgebaut, so die Expertin. Global 2000 empfiehlt in Herbst und Winter vor allem auf saisonales Biogemüse wie etwa Chinakohl, Kraut, Endivien, Karotten, Sellerie, Lauch, Pastinaken und Zuckerhut zurückzugreifen.

(APA/Red.)
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