Stmk: Niklasdorf-Tunnel wegen Riss gesperrt

Im Tunnel auf der Semmering-Schnellstraße trat ein meterlanger Riss auf. Beide Röhren wurden gesperrt: Die Gefahr herabfallender Teile ist zu groß. Die Arbeiten werden etwa zwei Wochen dauern.

(c) AP (Frank Augstein)

Der Niklasdorf-Tunnel auf der obersteirischen Semmeringschnellstraße (S6) musste am Donnerstagabend gegen 19.30 Uhr in Fahrtrichtung St. Michael für den Verkehr gesperrt werden. Laut Asfinag und ÖAMTC war ein Riss in der Tunneldecke der Röhre Richtung Süden aufgetreten, der bereits einmal saniert worden war. Bereits seit der Eröffnung des Tunnels im Jahr 1986 sind Stabilitätsprobleme im Hang bekannt, so die Asfinag.

Erste Rissbildungen 1992

1992 sei es zu ersten Rissbildungen in der Tunnelschale gekommen. Daraufhin wurde ein permanentes Messprogramm installiert. 2004 wurde eine Sanierung durchgeführt. Im Herbst 2007 stellte man jedoch fest, dass dies nicht den gewünschten Effekt erzielt habe. "Daher wurden im November 2007 Sofortmaßnahmen in Angriff genommen, die bis dato noch nicht abgeschlossen sind", hieß es am Abend seitens der Asfinag. Beide Röhren wurden gesperrt.

Im Zuge der verstärkten Tunnelüberwachung wurde bei einem bestehenden Riss eine Vergrößerung festgestellt. Die Aufrechterhaltung des Verkehrs sei durch die Gefahr herabfallender Teile "entsprechend den hohen Sicherheitsstandards der Asfinag" bis zur Sicherung des Risses nicht mehr möglich. ÖAMTC-Verkehrs-Experte Willy Matzke: "Der darüberliegende Hang hat auf die beiden Tunnelröhren gedrückt". Eine akute Einsturzgefahr bestehe nicht. Aufgrund des eher geringen Abendverkehrs war es zu keinen Staus gekommen.

Arbeiten werden etwa zwei Wochen dauern

Der Schaden in der Tunnelschale werde in den nächsten Tagen saniert. Die Arbeiten begannen unmittelbar und dürften ungefähr zwei Wochen in Anspruch nehmen. Die Umleitungsstrecke zwischen den Anschlussstellen Niklasdorf und Leoben Ost führt über die Leobener Bundesstraße (B116).

(APA)

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