Saliera-Dieb wird vorzeitig aus der Haft entlassen

Am 20. Oktober wird der zu fünf Jahren Gefängnis verurteile Saliera-Dieb vorzeitig bedingt entlassen. Ihm wurde eine "ausgezeichnete Führung" bescheinigt.

(c) EPA (Herbert Pfarrhofer)

WIEN (m.s./APA.). Als „Gentleman-Dieb“ ging Robert Mang in die Kriminalgeschichte ein. Er stahl am 11. Mai 2003 eine der berühmtesten Renaissance-Skulpturen der Welt, ein vergoldetes Salzfass von Benvenuto Cellini aus dem Kunsthistorischen Museum (KHM) in Wien. Der 52-jährige Spezialist für Sicherheitstechnik wollte nach eigenen Angaben aufzeigen, wie einfach es damals gewesen sei, in das KHM einzudringen. Seine fünfjährige Haftstrafe wegen schweren Diebstahls und versuchter Erpressung muss Mang nur zum Teil absitzen. Am 20. Oktober, nach zwei Jahren und neun Monaten Gefängnis wird Mang vorzeitig bedingt entlassen.

„Es stehen der vorzeitigen Entlassung weder spezial- noch generalpräventive Gründe entgegen“, bestätigte das für Mang zuständige Vollzugsgericht, das Landesgericht Steyr, am Mittwoch. Zudem wird dem Häftling „ausgezeichnete Führung“ bescheinigt. Er verfüge auch über ein sozial abgesichertes „Entlassungs-Umfeld“.

Nach dem Diebstahl hatte der Täter versucht, von der Uniqa-Versicherung zuerst fünf und dann zehn Millionen Euro für die Rückgabe des Salzfasses zu kassieren. Am 21. Jänner 2006 wurde der Sicherheitstechniker festgenommen. Seine Beute, deren Wert auf 36 Mio. € geschätzt wurde, hatte er zunächst unter seinem Bett versteckt, später war die Saliera in einem Wald vergraben gewesen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.08.2008)

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