Baubeginn verschoben

Donaucity: Perraults Türme lassen auf sich warten.

wien. Die weltweite Finanzkrise hat auch Auswirkungen auf die Wiener Donaucity. In diesem neuen Stadtzentrum zwischen UNO-City und Donauinsel, wo schon jetzt die Hochhäuser dominieren, sollen die neuen Türme nach den Plänen von Dominique Perrault entstehen.

Ursprünglich war der Baubeginn für Sommer 2008 vorgesehen, dann wurde er verschoben. „Wir warten jetzt noch fünf, sechs Monate, wie sich die Lage entwickelt“, sagt Thomas Jakoubek, Chef der privaten Entwicklungsgesellschaft WED, zur „Presse“. „Wir wollen noch sehen, wie es mit dem Markt weitergeht.“ Die beiden Perrault-Türme, mit 220 und 170 Metern für Wien äußerst spektakulär, sollen jedenfalls die Donaucity nach vorne in Richtung Donau und Stadt abschließen. Nach dem Masterplan Perraults für dieses Areal soll eine Terrasse den Übergang von der Donaucity zur Neuen Donau bilden. Ob diese kommt, ist laut Jakoubek aber noch offen: „Das letzte Wort ist da noch nicht gesprochen. Es gibt noch einige andere Ideen.“

Viel Platz ist ohnehin nicht mehr auf der Donauplatte. Möglich ist noch ein drittes Hochhaus, gleich neben der Reichsbrücke. „Das kann kommen, muss aber nicht“, sagt Jakoubek. Viele Ideen gibt es auch noch für ein Kulturprojekt gleich neben den Perrault-Türmen. Stichwort: Mumok, Haus der Geschichte, Musikhaus.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.11.2008)

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