Mittelmeertief lässt halb Europa im Schnee versinken

Der Mailänder Flughafen musste bereits gesperrt werden. Schnee fällt bis nach Mittelitalien, am meisten aber in Kärnten und Osttirol. In Venedig steigt die Hochwasser-Gefahr.

Symbolbild: Schnee
Symbolbild: Schnee
(c) EPA (Patrick Seeger)

Das Mittelmeertief "Tine" schaufelt Schnee nach Europa: Kaltluft und eine weiße Decke werden bis nach Mittelitalien erwartet, berichtete die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Mittwoch. Neben Italien sind gleich mehrere Mittelmeerländer von den Schneefällen betroffen. Am meisten Schnee wird allerdings in Kärnten erwartet.

Für Osttirol und Kärnten galt am Mittwoch weiterhin die orange Schneewarnung. Schäden und Unfälle gelten demnach als wahrscheinlich. In Teilen des südlichen Bundeslandes wurde sogar die rote Stufe ausgegeben. Betroffen sind das Lesachtal, die Karnischen Alpen sowie höhere Regionen in den Hohen Tauern, wie ZAMG-Meteorologe Paul Rainer erklärte. Bis Freitag wurden in den Tälern bis zu ein Meter, in den Karnischen Alpen bis zu zwei Meter Neuschnee erwartet. "In tiefen Lagen ist der Schnee nass und schwer, Behinderungen durch umgestürzte Bäume sind somit vorprogrammiert", so Roland Reiter von der meteomedia-Unwetterzentrale.

Schneewarnungen im Mittelmeerraum

Die staatlichen Europäischen Wetterdienste warnten auf ihrer Plattform www.meteoalarm.eu in mehreren Ländern vor Schneefall, Straßenglätte und Lawinen. In Italien wurden vor allem in Oberitalien von Ligurien bis Venedig ungewöhnlich starke Schneefällen prognostiziert, allein bis zu 50 Zentimeter in der Region Venedig Friaul. Die Meteorologen warnen auch weiter südlich, etwa in Umbrien vor Schneefall und Straßenglätte. Der Mailänder Flughafen Linate musste am Mittwochvormittag vorübergehend gesperrt worden. Auch auf dem zweiten Mailänder Flughafen Malpensa hatten die Maschinen Verspätungen. In Venedig wird wieder Rekordhochwasser erwartet, warnten Experten.

In Spanien wurden Schneewarnungen für die spanische Nordküste von Asturien bis zum Baskenland sowie für die Regionen Burgos, Rioja und Navarra ausgegeben. In den Pyrenäen herrscht erhebliche Lawinengefahr, so die ZAMG.

Viel Schnee bringt das Mittelmeertief auch in die Französischen Alpen: Die starken Schneefälle werden von den französischen Meteorologen als gefährlich eingestuft. Sie haben eine orange Schneewarnung herausgegeben.

 

(APA)

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