Leere Tanks: Unfreiwillige Stopps für Züge im Burgenland

Weil ihnen der Diesel ausgegangen war, sind in den vergangenen Wochen mehrmals ÖBB-Triebwagen liegen geblieben. Schuld waren die niedrigen Temperaturen und eine Baustelle, so die ÖBB.

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Wegen Treibstoffmangels war im Burgenland in den vergangenen Wochen einige Male für Zuggarnituren der ÖBB auf freier Strecke Endstation. Aufgrund leerer Tanks musste etwa ein Triebwagen auf der Bahnlinie zwischen Eisenstadt und Wulkaprodersdorf einen unfreiwilligen Stopp einlegen, berichtete der ORF Burgenland.

Bei der Bahn führt man die Zwischenstopps auf eine Baustelle auf der Strecke sowie auf erhöhten Spritverbrauch wegen der frostigen Temperaturen der vergangenen Wochen zurück.

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Im Rahmen der Elektrifizierung der Verbindung von Neusiedl am See bis nach Wulkaprodersdorf sind derzeit zwischen Neusiedl und Parndorf Bauarbeiten im Gange. Triebwagen könnten deshalb nicht tagsüber zur Tankstelle in Bruck an der Leitha fahren, so ÖBB-Sprecher Herbert Ofner. Als weiteren Grund nannte er den strengen Frost in den vergangenen Wochen, weshalb die Heizung in den Garnituren ständig gelaufen sei. Dadurch habe sich der Verbrauch erhöht.

Außertourliches Betanken als "Vorsichtsmaßnahme"

Bei Triebwagengarnituren befindet sich die Treibstoffanzeige nicht auf dem Armaturenbrett, sondern ist an der Außenseite des Zuges angebracht. Mit einer Tankladung von etwa 700 Liter könne eine Garnitur rund 600 Kilometer zurücklegen.

Die Triebwagen der Serie 5047 werden nun im Bahnhof Neusiedl am See vom Tankwagen eines Mineralölhändlers außertourlich betankt. Im Moment wäre dies aufgrund der milder gewordenen Temperaturen nicht mehr notwendig, man mache dies aber "als Vorsichtsmaßnahme" auch weiterhin, so Ofner. Die Betriebstankstelle in Bruck an der Leitha ist noch bis 6. Februar tagsüber sowie während der burgenländischen Energieferien durchgehend gesperrt.

Lokführer zu Fuß zum Bahnhof

Bei einem unfreiwilligen Stopp zwischen Eisenstadt und Wulkaprodersdorf musste laut ORF Burgenland der Lokführer zu Fuß zum Bahnhof Eisenstadt zurückmarschieren und anschließend mit einem Privatauto nach Wulkaprodersdorf fahren. Mit einem dort abgestellten zweiten Dieseltriebwagen habe er er dann seinen liegengebliebenen Zug abgeschleppt.

Laut Ofner kam es im Burgenland zwei Mal wegen Treibstoffmangel zu Zwischenstopps auf offener Strecke. In einem weiteren Fall habe es möglicherweise technische Mängel gegeben.

(APA)

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