Kaum Neues in Anzeige gegen Frau und Sohn von F.

Ein Rechtsanwalt aus Deutschland hat im Inzest-Fall von Amstetten bei der österreichischen Oberstaatsanwaltschaft (OStA) Strafanzeige gegen die Ehefrau und den ältesten Sohn des zu lebenslanger Haft verurteilten Josef F. erstattet. "Sie enthält nicht mehr Informationen als jene, die wir bereits hatten", sagte der Leiter der Oberstaatsanwaltschaft Wien, Werner Pleischl, am Freitag auf Anfrage der APA.

Die Staatsanwaltschaft St. Pölten werde die Anzeige des Dusiburger Advokaten "behandeln wie jede andere auch". Grundsätzlich habe "jedermann das Recht, jeden anzuzeigen", so Pleischl.

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft St. Pölten, Gerhard Sedlacek, hatte wiederholt erklärt, umfassende Ermittlungen hätten keine Anhaltspunkte auf mögliche Mitwisser im Inzest-Fall von Amstetten ergeben. 140 Zeugen aus der Nachbarschaft und den Bekannten- und Verwandtenkreis der betroffenen Familie waren dazu im gerichtlichen Vorverfahren zeugenschaftlich einvernommen worden.

Der deutsche Anwalt war am Freitag für eine Stellungnahme zu seinen Beweggründen für die Anzeigeverfassung vorerst nicht zu sprechen. "Der Herr Doktor ist krank", hieß es auf Anfrage der APA aus seiner Kanzlei.

(APA)

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