Salzburg: Die Metropole der Adventmärkte

Ob in Hellbrunn, auf dem Residenzplatz, versteckt in Schlössl oder oben auf der Festung: Die Salzburger Christkindlmärkte sind derzeit omnipräsent. Eine kleine Typologie als Orientierungshilfe.

THEMENBILD:  WEIHNACHTSMARKT / CHRISTKINDLMARKT / ADVENT
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Der wohl touristischste Adventmarkt der Stadt: der Christkindlmarkt auf dem Salzburger Domplatz. – APA/BARBARA GINDL

In keiner anderen Stadt kommen gefühlt mehr Punschstände auf einen Einwohner als in Salzburg. Die gute Nachricht: Trotzdem gibt es in der Stadt noch kleine, feine Entdeckungen.

Der Touristische

Der Hotspot der Salzburger Vorweihnachtszone ist die Altstadt. Da gibt es den großen Christkindlmarkt, der sich vom Domplatz über den Residenzplatz und den Alten Markt zieht. Auf dem Mozartplatz lockt ein Eislaufplatz, daneben kann man sich in der Punsch-Lounge mit offenem Feuer die Finger wärmen. Wenn einem der Trubel draußen zu viel wird, ist die kleine Michaelskirche ein kaum beachteter Rückzugsort. Im ehemaligen Café Glockenspiel hat Ursula Kloiber ihre Weihnachtsschmucksammlung in einem Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Daneben zeigt das Salzburger Heimatwerk seine Krippenausstellung.

www.christkindlmarkt.co.at

Täglich bis 26. 12., Mo bis Do 10 bis 20.30 Uhr, Fr 10 bis 21 Uhr, Sa 9 bis 21 Uhr, So 9 bis 20.30 Uhr

Der Traditionelle

Der Aufstieg zum Festungsadvent ist steil, beleuchtete Herrnhuter-Sterne säumen den Weg. Rund um die alte Linde im Inneren der Festung gruppieren sich die Holzstände, bei denen es vor allem traditionelles Handwerk, selbst gemachte Marmeladen und Räucherwerk gibt. Bei Punsch und Maroni eröffnet sich ein zauberhafter Blick auf die hell erleuchtete Stadt.

www.salzburg-burgen.at

Öffnungszeiten: bis 20. 12., Fr bis So 10 bis 19 Uhr

Der Versteckte

Hinter dem Torbogen in der Linzergasse, die meist voller Menschen ist, ist man beim Aufstieg auf den Kapuzinerberg schnell allein. Nach einer halben Stunde bergauf erreicht man das Franziskischlössl. Dort gibt es an den Wochenenden einen kleinen Adventmarkt mit Ausblick und Kulinarik: Eingekochtes, Eingelegtes, Geräuchertes, Gebranntes, Gebackenes. Und: Einen Shuttlebus gibt es auch.

www.franziskischloessl.at

Öffnungszeiten: bis 20. 12. Sa und So 11 bis 21 Uhr

Der Überraschende

Eine lebende Krippe, Drehorgelspieler, eine Back- und Bastelstube für Kinder: Wer traditionelle Atmosphäre und Handwerk sucht, der hat mit dem Sternadvent zwischen Getreide- und Griesgasse seine Freude. Hier findet man gedrechselte Schüsseln, Engerln aus Keramik oder gefilzten Schmuck.

www.sternadvent.at

Bis 6. Jänner, So bis Do 10.30 bis 19 Uhr, Fr bis Sa 10.30 bis 20.30 Uhr

Der Bäuerliche

Zwischen den beiden lang gezogenen Gebäuden der Mayr Melnhof'schen Gutsverwaltung entsteht an zwei Wochenenden vor Weihnachten ein kleines Dorf mit Ständen, an denen Bauern und Handwerker ihre Produkte verkaufen. Von Honig über Marmeladen, selbst gebackenem Brot bis zu gedrechselten Tellern. Die meisten kommen aber wegen des zu Wurst und Schinken verarbeiteten Wildfleisches.

5. und 6. 12., 12. und 13. 12., jeweils 14 bis 18 Uhr

Der Romantische

Beim Hellbrunner Advent ist Opulenz angesagt. Unzählige rote Weihnachtskugeln schmücken Christ- und Parkbäume, es gibt Laternen und Stände mit Maroni und Waffeln. Eine besonders familienfreundliche Kombination: ein Spaziergang zum großen Spielplatz in Hellbrunn oder durch den Zoo und danach ein Bummel über den Markt.

www.hellbrunneradventzauber.at

Öffnungszeiten: bis 24. 12, jeweils Mo bis Fr 13 bis 20 Uhr, Sa und So 10 bis 20 Uhr

Der Bunte

Der Waldklang Anif ist ein Adventmarkt für das junge, urbane Publikum. Rund um den kleinen See im Waldbad Anif gruppieren sich Zelte mit Handwerk aus aller Welt. Auf der Wiese wird zu Outdoor-Yoga oder Trommelworkshops geladen. Junge Künstler bespielen die Outdoor-Galerie, es gibt Theater und Konzerte und auch ein großes kulinarisches Angebot für Vegetarier und Veganer.

www.waldklang.at

Bis 27. Dezember, jeweils Freitag und Samstag 14 bis 21 Uhr, Sonntag 12 bis 21 Uhr

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.12.2015)

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