Schallaburg: ''Burggeschichten'' aus der App

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Die Schallaburg, in Niederösterreich bei Melk gelegen, hat sich in dieser Saison eine Neuausrichtung verpasst. Die klassischen Hinweistafeln auf dem Burgareal - im Bild der große Arkadenhof mit den charakteristischen Terrakotta-Skulpturen - wurden abmontiert.

Clemens Fabry / Die Presse
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Stattdessen können die Gäste die historische Anlage, deren älteste Teile mehr als 900 Jahre alt sind, mit ihrem Smartphone oder Tablet erkunden: Die "Burggeschichten" der kostenlosen App ("Schallaburg") geben Einblick in die lange Burggeschichte.

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Geplant ist auch, dass die mächtigen Kellergewölbe, die bisher noch nicht öffentlich zugänglich sind, im Zuge von Führungen besichtigt werden können.

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Sonst aber können Besucher weite Teile des Renaissanceschlosses auf eigene Faust erkunden. In den Innenräumen sind Reste historischer Fresken zu sehen, die im Zuge von Renovierungen entdeckt wurden.

Clemens Fabry / Die Presse
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An 18 Orten in der Anlage - im Bild der älteste Teil der Burg, der Palas - findet man grüne Kreise mit einer Nummer und Liegestühle: Das sind die Orte, an denen man via App die jeweiligen Burggeschichten anhören soll.

Clemens Fabry / Die Presse
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Eine fixe Reihenfolge der "Burggeschichten" gibt es nicht, jeder Besucher kann die Schallaburg so erkunden, wie er es möchte. In den 18 kurzen Episoden kommen unter anderem Historiker und Forscher vor. Sprecher leihen aber auch historischen Persönlichkeiten ihre Stimme.

Clemens Fabry / Die Presse
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Beim imposanten Hochturm, rechts im Bild, erzählt ein Sprecher als Johann Wilhelm von Stubenberg, Herr der Schallaburg von 1641 bis 1660, von den wirtschaftlichen Problemen: Immer wieder waren die jeweiligen Schlossherren in finanziellen Nöten. 

Clemens Fabry / Die Presse
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Die App kann kostenlos heruntergeladen werden. Wer möchte, kann sich im Museumsshop auch ein Tablet ausborgen. Die App ist leicht und übersichtlich zu bedienen.

Clemens Fabry / Die Presse
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Auch das Lokal der Schallaburg wurde neu ausgerichtet und setzt nun ausschließlich auf regionale Zutaten. Vom großen Arkadenhof (Bild) aus geht es auch zur aktuellen Ausstellung "Damals war Zukunft" über die 1970er-Jahre.

Clemens Fabry / Die Presse
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Die Mitarbeiter der Schallaburg forschen aber auch im Bereich der Denkmalpflege. So wird derzeit versucht, alte Handwerks-Techniken wieder zu erlernen und einzusetzen: Die Terrakotten sollen auf historische Weise renoviert werden.

Clemens Fabry / Die Presse
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Im Burggarten bekommt man via App Informationen zum  sogenannten Renaissancebeet. Die Auswahl der Pflanzen spiegelt das "adelige Repräsentationsbedürfnis" der damalige Zeit wider: So setzte man auf exotische Pflanzen - damals etwa die Tomate - um Gäste zu beeindrucken.

Clemens Fabry / Die Presse
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Der Vorteil der App: Man kann sich jede Burggeschichte mehrmals anhören - oder auch vorzeitig aufhören, falls sie einen nicht interessiert. Wem das Erkunden per App zu unpersönlich ist, kann nach wie vor eine klassische Führung buchen.

Clemens Fabry / Die Presse
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Ziel der Neupositionierung der Schallaburg ist es, dass die Besucher immer wiederkommen und etwa auch die Gartenanlage vermehrt nutzen. Um das zu erreichen, kostet die Jahreskarte nur noch so viel wie ein Tageseintritt  (11 Euro)

Clemens Fabry / Die Presse