Schliessung i: Das „Café Ritter“ muss zusperren

Auf den Konkurs folgt das endgültige Aus für den Wiener Traditionsbetrieb.

Wien (mpm). Sein Ende war schon länger befürchtet worden, nun ist es tatsächlich so weit: Eines der bekanntesten Wiener Kaffeehäuser, das „Café Ritter“ auf der Mariahilfer Straße, sperrt zu. Vermutlich schon mit Ende August, wie der Obmann der Wiener Kaffeehausbesitzer, Maximilian Platzer, der „Presse“ bestätigt.

Bereits vor mehreren Wochen musste der in die Jahre gekommenen Traditionsbetrieb Konkurs anmelden, weil die Hauseigentümer eine Mietzinsnachzahlung von angeblich mehreren hunderttausend Euro einforderten. Hintergrund: Einer von zwei Betreibern des als GesmbH geführten Café Ritter war bereits vor mehreren Jahren verstorben. Die Tochter übernahm seinen Anteil. Durch die Übernahme hätte sich ein neuer, höherer Mietzins für die Räumlichkeiten ergeben, allein: Die Erbin soll den Tod ihres Vaters nicht gemeldet, das „Café Ritter“ demnach jahrelang zu wenig Miete gezahlt haben. Die hohe Nachzahlung konnten die Betreiber des 1905 eröffneten Cafés nun offenbar nicht mehr aufbringen. Die Masseverwalter waren am Freitag für die „Presse“ nicht erreichbar.

Die Räume des „Café Ritter“ dürften nun – angeblich gemeinsam mit jenen im ersten Stock, die nach dem Auszug des Mieters frei werden – neu vermietet werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.08.2009)

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