Velden will letztes Grünland am See mit Baustopp erhalten

Mit einem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss will die Wörtherseegemeinde die letzten unverbauten 12,5 Hektar am See schützen.

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Archivbild: Velden am Wörthersee – (c) imago/Westend61 (imago stock&people)

Die Wörtherseegemeinde Velden will die letzten Grünräume und Freiflächen am Seeufer bzw. in unmittelbarer Seenähe vor weiterer Verbauung schützen. Aus diesem Grund wurde vom Gemeinderat einstimmig ein zweijähriger Baustopp verfügt. Betroffen sind laut Bürgermeister Ferdinand Vouk (SPÖ) rund 12,5 Hektar Fläche, der Bereich reicht von Auen am Südufer bis zur Gemeindegrenze zu Techelsberg.

"Der Baustopp ist ein Gebot der Stunde, wenn Velden als Tourismusort auch in Zukunft attraktiv bleiben soll", sagte Vouk am Montag. Die Gemeinde habe sich einen Experten aus der Steiermark geholt, der mit neutralem Blick von außen die Raumplanung für diesen Bereich erstellt habe. Nach dem Gemeinderatsbeschluss wurde zudem ein Planungsausschuss installiert. "Da sind auch Veldens Touristiker mit im Boot", erklärte Vouk. Der Baustopp bedeute aber nicht, dass etwa Renovierungen oder Investitionen in Qualitätsverbesserungen bestehender Betriebe ausgeschlossen würden: "Investitionen, die ins Leitbild passen, können selbstverständlich weiterhin stattfinden."

Was die Kommune verhindern will, ist das Entstehen großer Appartementanlagen am See, die dann an Investoren verkauft werden. Selten bewohnte Zweitwohnsitze seien für den Tourismus nicht förderlich, in der Vergangenheit habe es da einige Bausünden gegeben, nun habe man angesichts der Entwicklung am Immobilienmarkt die Notbremse gezogen, so der Bürgermeister. Er rechnet dabei schon auch damit, dass es Widerstand geben könnte. Daher habe man sich auch rechtliche Beratung geholt, damit Raumplanung und Bebauungspläne möglichst hieb- und stichfest gestaltet werden. Eventuelle Einsprüche und Klagen könnte es durchaus geben, man habe sich aber bestmöglich abgesichert und fürchte sich nicht vor Klagen.

(APA)

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