Studie: Bürgermeister genießen großes Vertrauen

Das Sicherheitsgefühl in den Gemeinden ist hoch.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Wien. Keiner politischen Ebene vertrauen die Österreicher so sehr wie den Bürgermeistern in ihren Gemeinden. Das ergab eine Ifes-Studie, die vom Österreichischen Gemeindebund in Auftrag gegeben wurde. Sie wurde unter knapp 900 Bürgern und Bürgermeistern in unterschiedlichen Gemeinden mit weniger als 100.000 Bewohnern durchgeführt. „Es wird ganz deutlich, dass das, was den Bürgern am nächsten ist, auch das höchste Vertrauen genießt“, sagt Studienleiterin und Ifes-Geschäftsführerin Eva Zeglovits. 43 Prozent der Befragten gaben an, dass sie der Gemeinde das meiste Vertrauen schenken, das Land folgte mit 27 Prozent, der Bund mit acht Prozent – und ganz zum Schluss rangiert die EU mit fünf Prozent.

Bei der Frage, womit die Bürger in ihrer Gemeinde am meisten zufrieden sind, rangieren die kommunalen Dienstleistungen auf Platz eins (60 Prozent), gefolgt von Sicherheit (41 Prozent). Das ist insofern interessant, weil diverse Studien, die kurz nach der Flüchtlingskrise im Herbst 2015 erstellt wurden, ein massives Abfallen des subjektiven Sicherheitsgefühls konstatierten. Trotz der Aufregung fühlen sich die Menschen in ihren Gemeinden aber sicher.

 

Abwanderung

Weniger zufrieden sind die Befragten bei den Themen Arbeitsplätze und leistbares Wohnen auf dem Land – sie rangieren auf den letzten Plätzen. Die Befragten gaben an, dass Ersteres für sie ein Hauptgrund für die Abwanderung in Ballungsräume sei. Auch sind sowohl Bürgermeister als auch Bürger der Meinung, dass ihre Gemeinden mit zu wenig Finanzmitteln ausgestattet seien, die überbordende Bürokratie wird ebenfalls bemängelt. (ath)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.07.2017)

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