Missbrauch: Mildes Urteil

Ein Salzburger wurde wegen elffachen Kindesmissbrauchs zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Salzburg. Wegen elffachen Kindesmissbrauchs ist am Freitag ein 25-jähriger Salzburger von einem Schöffengericht am Landesgericht Salzburg zu 18 Monaten Haft auf Bewährung, einer 2160 Euro hohen Geldstrafe und einem Berufsverbot als Kindergartenpädagoge verurteilt worden. Der reumütige Angeklagte hat sich an sieben Kindern sexuell vergangen, an einigen von ihnen mehrmals. Die Taten ereigneten sich vorwiegend in einem Kindergarten, in dem der Mann tätig war. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, die Staatsanwaltschaft erhob Einspruch.

Zu dem zum Teil schweren sexuellen Missbrauch von Mädchen und Buben kam es laut dem Staatsanwalt zwischen Jänner und Oktober2014 im Flachgau. Die Opfer des Kindergartenpädagogen waren großteils drei bis fünf Jahre alt. Zwei der Kinder wurden schwer sexuell missbraucht.

Der Salzburger hat bereits während seiner Ausbildung im Kindergartenjahr 2010/2011 ein Mädchen missbraucht. Als er dann 2013 seinen Zivildienst absolvierte, kam es noch zu einem sexuellen Übergriff auf ein zehnjähriges Mädchen. Gegen den Angeklagten war schon vor zweieinhalb Jahren ermittelt worden. Es tauchten Vorwürfe auf, der Mann leugnete damals noch die Tat, wurde aber vom Dienst freigestellt. Ende Oktober 2016 suchte der Salzburger von sich aus die Kriminalpolizei auf und zeigte sich selbst an. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.08.2017)

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