Nacht bringt strengen Frost in den Alpen

Die bislang kälteste Nacht des Herbstes steht bevor. Bei klarem Himmel und wenig Wind sinken die Temperaturen verbreitet unter den Gefrierpunkt, in schneebedeckten Alpentälern sogar in den zweistelligen Minusbereich.

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Symbolbild – APA/dpa/Patrick Seeger

Der Winter zeigt in der Nacht auf Mittwoch zum ersten Mal österreichweit seine Krallen. Bei klarem Himmel und wenig Wind gehen die Temperaturen stark zurück, prognostiziert der Wetterdienst Ubimet am Dienstag. Auch in den flachen Regionen muss man demnach zum ersten Mal in diesem Herbst verbreitet mit Frost rechnen. Die Temperaturen sinken bis Mittwochfrüh vielerorts auf minus 2 bis minus 12 Grad, in manchen höher gelegenen und schneebedeckten Alpentälern sind sogar minus 15 Grad nicht ausgeschlossen. "Die Kältepole werden in Tirol das Tannheimer Tal, der Raum Seefeld und das Defereggental sein, in Salzburg wird es im Lungau am kältesten", so Ubimet-Chefmeteorologe Manfred Spatzierer.

Aber auch in den in diesem Herbst bislang frostfreien Regionen wie dem Donauraum, im östlichen Flachland sowie im Nordburgenland muss man verbreitet mit leichtem bis mäßigem Frost rechnen. Hier gehen die Temperaturen oft auf minus 1 bis minus 5 Grad zurück. "Damit ist es nun auch im Flachland allerhöchste Zeit, empfindliche Pflanzen einzuwintern oder zu schützen und den Eiskratzer griffbereit zu haben", so Spatzierer. Noch einmal knapp frostfrei bleiben kann es allerdings in der Wiener Innenstadt sowie in der niederösterreichischen Thermenregion.

Rekorde in weiter Ferne

Für November außergewöhnlich sind derart tiefe Temperaturen allerdings nicht. Im vergangenen Jahr wurde der österreichweite Monatstiefstwert mit minus 14,2 in Sankt Jakob im Defereggen am 15. November gemessen. Im Jahr zuvor fror man im Tiroler Tannheim am Morgen des 24. November bei minus 16,0 Grad. Wie kalt es im November aber wirklich werden kann, zeigt ein Blick auf die Frühwerte des 24. und 25. November 1975: In Sankt Jakob im Defereggen wurde am 24. mit minus 27,0 Grad der noch immer gültige Rekordtiefstwert für November erreicht. In der Folgenacht war es mit minus 24,5 Grad im Salzburger Tamsweg nur wenig wärmer.

Typisches Novemberwetter bleibt

In den nächsten Tagen geht es mit unspektakulärem Novemberwetter weiter. Am Mittwoch zeigt sich bei maximal 2 bis 7 Grad in weiten Landesteilen die Sonne. Der Donnerstag und Freitag bringen hingegen in der gesamten Süd- und Osthälfte trübes Novemberwetter. Die Sonne beschränkt sich meist auf die Regionen von Vorarlberg bis in die westliche Obersteiermark, am Freitag verdichten sich im Tagesverlauf die Wolken aber auch hier. Die Temperaturen steigen tagsüber auf 2 bis 9 Grad, wobei es in mittleren Lagen im Westen am mildesten wird. Der nächste Neuschnee bis in die Täler kündigt sich am Wochenende an.

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(Ubimet/Red.)

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