Nach Felssturz in Tirol: Ersatzstraße soll bis Freitag stehen

Die Ladiser Straße, die seit dem 24. Jänner ebenfalls nach einem Felssturz gesperrt ist, wird als Ersatzverbindung nach Fiss, Ladis und Serfaus instandgesetzt.

APA/ZEITUNGSFOTO.AT

Nach einem Felssturz auf die Serfauser Straße (L19) in Tirol am Montag, durch den die drei Wintersportorte Serfaus, Fiss und Ladis (Bezirk Landeck) kurzfristig nicht erreichbar waren, wird derzeit intensiv an der Instandsetzung der Ladiser Straße als Ersatzzufahrt gearbeitet. Diese soll bis zum Freitag stehen, teilte das Land am Dienstag mit.

Denn die Serfauser Straße (L19) wird nach dem Felssturz mindestens eineinhalb Monate gesperrt bleiben. Dies teilte das Land am Dienstag mit. Mittlerweile hätten auch die Vorarbeiten zur Sanierung des Felssturz-Anbruchgebiets oberhalb der Straße begonnen. Die Dauer der Sanierung sei von der Tiefe der Risse im Felsgestein abhängig, die genau analysiert werden müssten, hieß es.

Bauarbeiten nötig

Das Problem bei der Ladiser Straße, über die nun der ganze Verkehr geleitet werden soll, ist allerdings, dass sie selbst vor knapp zwei Monaten durch einen Felsstzurt verlegt wurde. An eine rnach wie vor felssturzgefährdeten Stelle nach der ersten Kehre ist nun der Bau einer Ersatzstraße über die sogenannten Rieder Felder notwendig, hieß es. Hier werde derzeit ein rund 400 Meter langes Wegteilstück mit Schotter aufgefüllt und auf sechs Meter verbreitet.

Seit Montag sind die Wintersportorte nur über einen einspurigen Notweg für Fahrzeuge bis maximal 3,5 Tonnen erreichbar. Damit könne eine Versorgung der Bevölkerung und der Gäste sichergestellt werden. "Auch Einsatzfahrten können durchgeführt werden", betonte der Landecker Bezirkshauptmann Markus Maaß bei einem gemeinsamen Lokalaugenschein mit Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) Montagabend.

Zugleich appellierte Maaß, jede unnötige Fahrt zu vermeiden, denn: "Dieser Notweg ist nur teilweise asphaltiert und nicht für eine hohe Verkehrsfrequenz ausgelegt. Immer wieder muss der Weg kurzfristig gesperrt werden, weil durch die Belastung von Fahrzeugen Straßenreparaturen notwendig sind."

An der Serfauser Straße drohten laut den Experten der Landesgeologie indes weitere 5.000 Kubikmeter Gestein abzustürzen. Zwar sei nicht viel Material abgebrochen, doch der entfestigte Bereich, wo es abgebrochen ist, sei riesig. Die Sperre der Serfauser Straße werde jedenfalls auf unbestimmte Zeit andauern.

(APA)

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