Gleich noch ein Strafverfahren

Korruptionsjäger ermitteln erneut gegen Westenthaler.

Wien. Noch bevor Peter Westenthaler seine Haft antritt, stellt sich die Frage, ob das schon alles war. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt noch wegen des Verdachts, der Ex-Politiker habe Gelder des Glücksspielriesen Novomatic AG für verdeckte Lobbying-Dienste eingesteckt. Verdacht: Untreue, Vorteilsannahme.

Der Beschuldigte bestreitet dies entschieden. Ebenso die Novomatic. Westenthaler wird von Ex-Novomatic-Partner Peter Barthold (Ex-Rapid-Torhüter) belastet – Barthold gibt an, dass er selbst der Überbringer der Gelder gewesen sei. Ob es zu einer Anklage kommt, ist offen. Anwalt Kralik spricht von „extrem dürftigen“ Ermittlungsergebnissen. Ein zweiter Vorwurf dreht sich wiederum um einen Geldfluss an das BZÖ. Der Verdacht: Das Geld kam von der Novomatic. Alle Beteiligten bestreiten, etwas Unrechtes getan zu haben. (m. s.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.03.2018)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgekauft
    Meistgelesen
      Kommentar zu Artikel:

      Gleich noch ein Strafverfahren

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.