Wolfsattacken: WWF fordert „Wolfsgipfel“

Die Umweltorganisation will Herdenschutz fördern.

Der WWG fordert einen Wolfsgipfel.
Der WWG fordert einen Wolfsgipfel.
Der WWG fordert einen Wolfsgipfel. – APA/AFP/ARIS MESSINIS

Wien. Nach einigen Wolfsattacken auf Weidetiere in Salzburg und anderen Bundesländern fordert die Umweltschutzorganisation WWF einen „konstruktiven Neuanfang“ in der Debatte rund um das Raubtier. Erster Schritt sollte sein: ein nationaler „Wolfsgipfel“.

Außerdem hat der WWF vor dem Treffen der Agrarreferenten der Bundesländer – die für den Wolf zuständig sind – heute, Freitag, einen Aktionsplan präsentiert, der ein konfliktfreies Miteinander von Tier und Mensch ermöglichen soll. Zentral: der Herdenschutz.

„Wer die Betroffenen wirklich unterstützen will, fördert und finanziert Herdenschutz“, sagte WWF-Wolfsexperte Christian Pichler. Konkret solle der Beruf des Schafhirten attraktiver werden. Auch die Wohnbedingungen für Hirten auf den Almen müssten verbessert werden. In der Schweiz werde der Herdenschutz mit 2,5 Millionen Euro pro Jahr gefördert.

 

Bestie? Kuscheltier?

Zudem will der WWF einen Entschädigungstopf, Datenerhebung und seriöse Informationen. „Der Wolf ist weder eine Bestie noch ein Kuscheltier.“ In Deutschland habe sich in 20 Jahren kein Zwischenfall mit Menschen ereignet. „Alle paar Minuten beißt ein Hund einen Menschen.“ Bei Gefährdung der Sicherheit sei das Töten eines Wolfes erlaubt. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.06.2018)

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