Wo Wien im Freien Filme schaut

Oper und Pop vor dem Rathaus, Kurzfilme im bezaubernden Garten oder 1960er-Klassiker beim Belvedere: Wiens sommerliche Freiluftkinoszene ist durchaus breit aufgestellt und findet vor diversen Kulissen statt.

Wien. Was Anzahl und Ausrichtung der Freiluftkinos betrifft, ist Wien durchaus verwöhnt. Auch wenn mit dem Kino unter Sternen (siehe Artikel oben) und dem Kino im Schloss in Simmering zwei große Festivals wegfallen, gibt es in Wien immer noch eine sehr passable Auswahl.

Das größte Open-Air-Kino ist jenes auf dem Rathausplatz: Es heißt zwar Filmfestival, zeigt aber – auf riesiger Leinwand – Musikproduktionen von Oper bis Musical, von Popkonzert bis Highlights von den Salzburger Festspielen (aus 2017). Am kommenden Sonntag (21.15 Uhr) etwa wird das heurige Neujahrskonzert gezeigt. Das Programm zieht auch viele Touristen an, nicht alle Besucher kommen wegen des Films (sondern wegen der riesigen Essmeile), nicht jeder sitzt diszipliniert still. Mit der Kinderoper im Park gibt es an einigen Tagen auch eine Schiene für junge Besucher. Bis 2. September, www.filmfestival-rathausplatz.at.

Ein Klassiker unter Wiens Open-Air-Kinos ist das Kino am Dachauf der Hauptbücherei am Gürtel. Mit Blick auf das nächtliche Wien – und einer feinen Programmierung, die aktuelle Filme wie Klassiker umfasst. Ticket: acht Euro, bis 9.9., www.kinoamdach.at.

Seit bald 30 Jahren tingelt das Volxkino durch die Stadt und stellt Leinwand und Sessel gern an jenen Plätzen der Stadt auf, die sonst kulturell nicht gerade überversorgt sind. Gezeigt werden u. a. Filmklassiker. Eintritt frei. Bis 14. 9., www.volxkino.at.

Im August startet mit dem Kino im Kammergarten eines der zu Unrecht weniger bekannten Freiluftkinos vor der fast schon romantischen Kulisse des Unteren Belvedere. Das Motto heuer: Spirit of 68. Gezeigt werden, erraten, unter anderem „Easy Rider“, „Hair“ und „The Doors“. Alle Filme laufen im O-Ton mit Untertiteln. Das Museumsticket gilt auch für das Sommerkino. 1. 8. bis 22. 8, www.belvedere.at.

Eine der schönsten Kulissen kann das Kurzfilmfestival Dotdotdot im Garten des Volkskundemuseums aufweisen, das mit Kinderprogramm und Workshops ein ziemlich breites Rundumprogramm aufstellt. Bei Schlechtwetter wird ins Museum ausgewichen. Ticket: Pay as you can, sprich: freie Spende. Donnerstags und freitags bis 24.8., www.dotdotdot.at.

Ebenfalls schon seit Langem bespielt die sonst für Konzerte bekannte Arena ihren Innenhof im August mit Filmware – wenn auch nur eine knappe Woche lang. Traditionell wird hier anspruchsvolle heimische („Die beste aller Welten“) und internationale Ware gezeigt. Ticket: sechs Euro, einige Termine bei freiem Eintritt. Von 15. bis 22.8, www.arena.wien.

Bereits zum zehnten Mal richten Filmarchiv und Viennale das Kino wie noch nieam Augartenspitz aus – und setzen dabei, so oft es geht, auf analoge 35-mm-Filmkopien. Geschätzt wird von Besuchern auch die kulinarische Versorgung. Eintritt: 8,50 Euro. Bis 26. 8, www.kinowienochnie.at. (mpm)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.07.2018)

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